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Priester und Beruf im Neuen Kult

Willi, CHR-Verwaltung @, Wednesday, 31. May 2006, 12:54

Soo... aus aktuellem Anlass und weil die Diskussion doch schon ein wenig im Spiel kreist mal ein klarstellendes Post dazu.

Wer sich dazu entscheidet, Priester in einem Tempel zu werden, der entscheidet sich dazu, 100% seiner Zeit, seines Herzens, seiner Gedanken und seiner Aufmerksamkeit dem Kult und seinem Gott / seiner Göttin zu widmen. Der Schritt, alte Lebensumstände zurückzulassen, beispielsweise in den Tempel zu ziehen oder den bisherigen Beruf aufzugeben ist genau der Schritt, der einen Gläubigen von einem Priester unterscheidet. Dies ist vergleichbar mit einem Eintritt in ein Kloster. Priesterschaft ist kein Freizeitjob, es füllt jeden total aus und die Kulte sehen als notwendigen Beweis für die Ernsthaftigkeit, dem unerschütterlichen Willen, nur noch dem Gott zu dienen, an, den Beruf einzustellen.
Dies gilt für alle Gemeinschaften des Neuen Kultes, außer für Kelida (siehe dortige Beschreibung) und Jhoran, da bei letzterem die Priester geheim und erkannt sind und entweder völlig untertauchen oder eine komplette zweite Identität annehmen.
So muss auch eine angehende Mehdorapriesterin ihre alte Heilerstube schließen. Ein Künstler sein Atelier, wenn er zu Arivara geht. Ein Steinmetz oder Baumeister seine Werkstatt, wenn er sich Gracot anschließt. Ein Krieger seine Armee verlassen, wenn er Delvan dienen will. Ein Herrscher seinen Thron, wenn er sich Hostinos zuwendet.

Es gibt viele, die diesen Schritt nicht gehen wollen oder können. Genau für jene haben alle Kulte ein Akolythentum eingeführt, das es ihnen erlaubt, eng mit dem Tempel verbunden zu sein, mit den Priestern eng zusammenzuarbeiten oder vielleicht gar zusammenzuleben, aber dennoch ein Leben außerhalb der Tempelmauern, auch ein Geschäft, Laden oder sonstigen Beruf zu haben.

Natürlich kommt es immer wieder vor, dass geistliche Würdenträger öffentliche Funktionen einnehmen. So hält in Chiàn schon seit Generationen eine Familie von Hostinoshohepriesterin die effektive Macht in Händen. In Rash-Magapur herrschen ebenso die Priester. Und die Führerin der Priesterkaste ist Priesterin und eine der drei politischen Herrscherinnen der Allianz. Auch waren früher Hohepriester Estichàs im Stadtrat. Es ist die Ungerechtigkeit der Welt, dass sich die Bonzen im Kult Dinge rausnehmen können, die den einfachen Priestern und schon gleich gar Anfängern im Kult verwehrt sind. Doch sind solche "Berufe" auch nicht Handwerksbetriebe oder Handelsunternehmen, sondern politische Ämter, weil der neue Kult ganz klar auch politisch mitreden will.
Wer jedoch in einen Kult als Priester eintreten will, muss ganz klar seinen Beruf aufgeben. Er ist ein Diener der Gottheit und wenn er die Ehre will, so muss er dafür zahlen und seine Ernsthaftigkeit beweisen.


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