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Wie wäre es mit zwei Anmeldungsvarianten?

René @, Wednesday, 04. August 2004, 13:21 @ Claudia


Als Antwort auf: Eigenen = Eigentlichen Punkt (nt) von Claudia am 04. August 2004 12:20:29:


"Du hast diesen Char 3 Jahre gespielt, ihm Tiefe verliehen, und aus Überzeugung (oder ohne) zieht er in den Krieg gegen MenAchor."

Kling ganz nach "Die Sims". Dann sollte der Char auch nicht in den Krieg ziehen und prinzipiell nicht kämpfen. Wieso ein Stadtgardist, Pirat oder Kriegerchira nicht unter Lebensgefahr gespielt werden sollte, verstehe ich nicht. Man kann Krieg auch gewissen Regeln unterwerfen. So muß Krieg nicht bedeuten, dass zwei Armeen aufeinandertreffen. Krieg kann auch heißen, zwischen zwei Reichen wurde der Kriegszustand ausgerufen. Wenn sich nun solche Feinde begegnen, gibt es Säbelrasseln und kleine Geplänkel hier und dort. In einem solchen Zustand wäre es auch für Diplomaten und Regierungen interessant, die einen Friedensvertrag aushandeln. Ist der Frieden ausgerufen, werden Kriegsgefangene wieder freigelassen und fertig. Wessen Char wie deiner nach drei Jahren nicht sterben will, weil er soviel Spieltiefe angesammelt hat, wie sie Chars mit Hang zu Abenteuern und Intrige niemals erreichen werden, braucht während eines Kriegszustandes seine Stadt nicht zu verlassen. Dann stirbt er auch nicht.

Es ist auch in Spitzenzeiten des Verbrechertums, wie sie vor c.a. zwei Jahren herrschten, sogut wie nie vorgekommen, dass ein Char, der sich brav der Obrigkeit oder Räubern gegenüber verhalten hat, einfach abgemurkst wurde. Das Leben von normalen Chars war selten in Gefahr, vielmehr hatten die Banditos interesse an deren Geld. Wo ist deine Spieltiefe bedroht, wenn dein Char sein Geld verliert? Doch selbst das reicht, um kriminellen Spielern den Hahn abzudrehen, was letztlich ziemlich leicht ist. Ein paar Dutzend Wachen mehr hier, ein paar höhere Mauern dort, ein bisschen mehr Seesoldaten auf den Schiffen. Die "Guten" haben unerschöpfliche Mittel in dieser Hinsicht, ihr Spielrisiko gegen Null zu fahren.

Was wäre ein DSA-Rollenspiel, wenn die Chars nicht getötet werden könnten? Es geht nicht darum, seinen Char zu verlieren. Allein die möglichkeit dessen macht das Spiel spannend.

Es gibt eine Möglichkeit, wie der Streit beendet werden könnte. Könnte sich ein Spieler zwischen zwei Chartypen entscheiden, abstrus, jedoch wirkungsvoll. Der eine Chartyp ist ein "Ich kann betrügen, stehlen, morden und darf betrogen, bestohlen und getötet werden." der andere ist ein "Ich darf nicht bestohlen, gemordet oder hintergangen werden, dafür bestehle, töte oder hintergehe ich auch niemanden."

Ich wette, die meisten würden sich dann doch für den Risikochar entscheiden. Die Actionspieler können sich austoben und wer das Leben seines Chars über das Risiko stellt, findet auch endlich seinen Frieden. Gleichzeitig können die SL das Kräftegleichgewicht zwischen Böse und Gut in Chrestonim wieder etwas zurechtrücken, weil nun niemand mehr in Gefahr gerät, der sich nicht dafür entschieden hat. Und was, wenn ein Regent ein Non-Riskc-Char ist? Der kann ja dann nie hintergangen werden. Nun, er kann auch selbst niemanden hintergehen, was das Regentendasein schwer macht. Außerdem kann man bei ganz hohen Non-Riskc-Chars zumindest eine Leib und Geldbeutel schonende Abdankungsintrige als Ausnahme vorsehen.

Natürlich weiß ich, dass so etwas nicht eingeführt wird, einfach weil es zu ungewöhnlich ist, weil es zu krank klingt. Der praktische Nutzen wäre aber enorm. Man schaut ins Einwohnerprofil, sucht sich Risikocharaktere raus und kann wild intrigieren, morden, kämpfen. Die Risikoverweigerer werden von alle dem nur wenig tangiert. Sie können Handel treiben, frei reisen und Badehäuser besuchen.

Gruß,
René


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