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Ein Vorschlag

René @, Thursday, 29. November 2001, 21:10 @ Christian


Als Antwort auf: Estichà von beiden Seiten von Christian am 28. November 2001 11:10:25:

Kleiner Vorschlag:

Die Stadtwache "realistischer" einsetzen:
Reichenviertel werden bewacht, Armenviertel nicht. Das war früher so Gang und Gebe. In den Armensiedlungen trifft man am Besten mal einen Nachtwächter oder zwei Gardisten auf 500 Leute.

Wer nicht mindestens einen Lebensstandart von "bürgerlich" eingestellt hat, erhält kaum rechtliche Zuwendung. Wenn ihm seine Geldbörse wegkommt und er es bei der Wache meldet, stellt er sich erst mal 14 Tage beim Sergeanten an und dann wird sein Fall zu den Akten gelegt. Je höher der Lebensstandart, desto prommter steht ihm der Staat zu Diensten. Die armen dagegen kloppen sich gegenseitig die Fresse ein und werden allmählich immer Gewalttätiger, bis sie Banden bilden oder Ähnliches. Die Gardisten schauen sich das nur sporadisch an oder nehmen mal hin und wieder einen in Beugehaft.

Eine Behandlung der Bürger nach Lebensstandart kann man überall einführen, in Ämtern bei Genehmigungen, bei Pettitionen, in der Wahrung der persönlichen Rechte. Reiche werden überall vorgelassen, so daß Arme manchmal gar nicht durch Türen und Tore kommen. Der Umgangston der Stadtwachen zu den Bürgern wird ebenfalls dem Lebensstandart angepaßt. Vor Gericht wird die Anhörungszeit nach
Lebensstandart eingestellt, ärmliche Angeklagte haben kein recht, vor Gericht viel zu reden. Zeugenglaubwürdigkeit des Gerichts z.B. kann auch vom Reichtum abhängen. Schlägereien unter Armen und Überfälle in diesem Millieu werden nicht einmal angehört. Steuern sollten auch nach Lebensstandart gezahlt werden: Arme zahlen 50% ihres Verdienstes, Superreiche dagegen nur 5%. Ziel ist es, bei den Chars den Drang nach Besitz zu verstärken. Das schafft kriminelles Potential.

Natürlich machen sich dann Regierung und Polizei bei vielen Bürgern unbeliebt. Aber ist es nicht gerade das, was du bemängelst, daß alle einen Wettstreit um Liebenswürdigkeit zu führen? Macht doch den Ersten Schritt. Die Volksanbiderung der Regierung ist nun nicht gerade GZSZ, dafür aber Musikantenstadel: "Schaut her was wir tun, laßt uns die Hände reichen und singen alle glücklich werden Glücklich." Selbstverständlich würde mehr Wut auf die Regierung den Kriminellen und Revoluzern nützen, so daß es taktisch klug ist, bei den Massen zu schleimen. Aber wer nicht mit gutem Beispiel vorangeht, kann auch schlecht andere davon überzeugen, endlich mal etwas fieser zu spielen :-)

Grüßchen René

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