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Glück und Glas...

bernd @, Saturday, 26. May 2001, 19:35 @ Ben (VOR-SL)


Als Antwort auf: Antwort zur Frage eines tumben toren zum SL-Eingriff von Ben (VOR-SL) am 26. Mai 2001 12:43:39:

Es sind nicht nur Wahrscheinlichkeiten zu berücksichtigen, sondern auch die "Story" im gesamten. Ein Rollenspiel wird sehr schnell langweilig, wenn alle Charaktere, die anders als der "Mainstream" sind, weggesperrt, getötet o.ä. werden, nur weil die Wahrscheinlichkeit gering ist ein Duell mit dem "Mainstream"-Champion zu gewinnen.

Ich verstehe, was du meinst - andererseits trifft es nicht ganz das, was ich mit "Wahrscheinlichkeit" angesprochen haben wollte: die Faktoren "Glück" und "Zufall" mit dem Ergebnis "Überraschung".

Das Glück ist bekanntlich mit den Tüchtigen, und bei zwei Tüchtigen natürlich mit der Tüchtigereren - oder? Also im Konfliktfall argumentieren was das Zeug hält? Wo da einen Endpunkt setzen, welchen Endpunkt akzeptieren, wenn sich doch immer noch neue Argumente finden lassen (ich meine jetzt nicht die an den Haaren herbeigezogenen, die rechthaberischen, sondern die differenzierenden - aber auch hinter diesen Begriffen erkennst du sicher die Falle: es ist alles eine Frage des Standpunktes). SL argumentieren und sind guten Argumenten gegenüber sicherlich auch aufgeschlossen, aber ihre Einschaltung löst nicht das Problem: Spielsituation lassen sich nun einmal nicht unbedingt nur linear nach einer Seite hin auflösen.

Gehen wir zum Ausgangspunkt zurück: der Kleine Falke beklagte zu Recht den scheinbaren Automatismus, mit dem die Wachen auf ihn aufmerksam wurden. Der Fähnrich bestand zu Recht darauf, daß das Folge der Überwachung des Marktes gewesen sei.

Das ist das Skelett der Situation und die ist damit für mich nach beiden Seiten hin offen.

"Offen" heißt nicht unbedingt 50:50, das kann entsprechend der von dir oben eingeforderten Notwendigkeit zur inhaltlichen Bewertung der Positionen und der Situation auch eine andere Relation sein und in dieser inhaltlichen Erörterung könnte sich jetzt die ganze Schönheit der Argumente entfalten, da ist die Kreativität der Spieler und die Kompetenz des Spielleiters gefordert, und da haben dann im Grunde ja auch alle was von.

Aber (und darauf will ich hinaus): selbst in einer Situation, in der vieles(!) für eine Entwicklung in die eine Richtung spräche, brächte im Konfliktfall doch womöglich der kleine Funke Ungewissheit (den der Würfel oder irgend eine andere Art von Zufallsgenerator erzeugt - ich hab gehört, sowas gibts sogar online...) erst die Art von Würze ins Spiel, bei der letztendlich vielleicht sogar beide Kontrahenten ihren Spaß haben (denn - wie jeder Zocker weiß - wer spielt, hat sich von allem Anfang an Fortuna ausgeliefert... - da hilft auch kein System (oder eine noch so stringent formulierte Spielzugbegründung)).

Und um deren Gunst muß man nicht buhlen, deren Mißgunst muß man nicht fürchten (...ich will aber keinen Interimsspielleiter!), die räumt einem auch bei ungünstiger Relation noch eine Chance ein...

ps
Wie gesagt: ein tumber tor sucht hier nach Orientierung, verzeiht ihm, wenn er von Dingen sprechen sollte, die für euch möglicherweise schon lange kein Problem mehr darstellen...

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