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Gedanken zu NPC-Kosten & more

Detlef/gilsl @, Thursday, 10. October 2002, 13:10 @ Wolli


Als Antwort auf: Vorschlag für NPC-Kosten & more von Wolli am 10. Oktober 2002 07:48:39:


Hi ist etwas länger geworden deshalb ne Kurzfassung für eilige Leser :-)

NPC-Löhnen und NPC-Einnahmen hängen zusammen. Der Spieler will NPC's und NPC-Einnahmen, also muß er auch NPC-Löhne zahlen, sonst gibt es kein Regulativ.
Die NPC-Löhne sollen im bekannten NPC-Lohnrahmen von CHR liegen also 15 - 100 DB/AU. Regionale Unterschiede sind gewollt. Normale Soldaten u. Leibwächter würde ich mit 30 - 45 Au/DB ansetzen. Die Einnahmen aus NPC-Geschäften müssen sich daran orientieren. Wegen der Unvollkommenheit des Systems muß zwingend ein Wisl das Wirtschaftsleben steueren.

Langfassung :-)

Wie wir ja schon vor einiger Zeit festgestellt haben spielen in CHR mehrere Gruppen. Die Wirtschaft- Aktions- und was weiß ich noch für Playas. Dies "Welten" unterscheiden sich schon um einiges, ich denke aber etwas vereint die meisten SC. Viele (alle ?) Playas wollen Dublonen, Auran, eben fette Kohle. Manche haben das schon im Übermaß und schaun nicht mehr auf die Dublone (auch auf 100 oder 1000). Die meisten aber müssen sich noch heftig mühen um ans Gold zu kommen. Wozu braucht man viel Gold ? Nun vor allem um Macht auszuüben. Das ist in CHR das gleiche wie im RL.

Es gibt nun mehrere Wege zum vermeintlichen Glück. Ein coole Anmeldung (wird meist von erfahrenen Spieler praktiziert), ein fetter Staatjob oder eben ein tolles NPC-Einkommen sind da gute Ansätze. Auch Handel kann mit spendierfreudigen Partner, am besten staatlichen Stellen, was einbringenden. Ob Straßenraub oder Piraterie zu viel Gold führen weiß ich nicht, da fehlt mir die Erfahrung. "Richtige" Arbeit im Rahmen der Wirtschaftssimulation ist aber sicher der schwierigste Weg.

Bei den sogenannten NPC-Einkommen handelt es sich um Gold, das der Spieler für fiktive Geschäfte erhält.In der Regel Geschäfte die SC untereinander nicht tätigen, die aber nach allgemeiner Lebenserfahrung eigentlich stattfinden müssen. Also z.B. ein Apotheker, dessen Geschäfte auf diese Weise simuliert werden. Hier muß der Wisl viel Augenmaß beweisen, um das Einkommen im CHR-Üblichen Rahmen zu halten.

Man beachte ein Seemann verdient 15 DB, ein Talö 30 DB, ein Schmiedemeister ca. 90 Dublonen. Die überwiegende Anzahl der NPC-Bevölkerung sind wohl Tagelöhner oder einfache Leute usw. Was können die also zahlen. ? Das sollte man auch bei den SC-Gehältern im Augen behalten.

Dann gibt es noch den Handel mit dem Wisl. Allgemein bekannt ist, dass ein Wisl als Verkäufer auftritt wenn Waren nicht am Markt erhältlich sind, weniger bekannt ist, dass er, so er den mag, auch Waren einkaufen kann. In beiden Fällen muß ein Preis gemacht werden. Natürlich möchte jeder SC wenig zahlen und viel einnehmen. Ein gewisses Dilemma für den Wisl, will er erstens SC-Produzenten nicht aus dem Markt drängen und andererseits auch keine Waren zu überhöhten Preisen einkaufen.

So weit so gut. Wozu sind nun NPC's nütze ?

Ersten um das Spiel etwas zu bereichern. Diener, Türsteher usw. machen sich halt ganz hübsch.

Zweitens als Produktionsmultiplikator. Ein Schneider kommt eben auf keinen goldenen Zweig, es sei denn er beschäftigt 10 weiter NPC-Schneider, zahlt denen 50 Dublonen (an den Wisl) und berechnet deren Leistungen seinem SC-Kunden mit 100 Dublone. Dann macht er, so er seine Ware verkaufen kann , 500 DB Gewinn. Wenn nicht macht er aber auch 500 Miese. Das nennt man dann unternehmerisches Risiko. Bleibt der Schneider auf seinen Waren sitzen könnte er versuchen mit dem Wisl ein NPC-Geschäft zu tätigen. Hier stellt sich dann für den Wisl die Frage ob und wenn ja wieviel Gewinn der Spieler machen darf oder kann es auch mal ein Verlust sein ?.

Drittens NPC's als Machtfaktor. Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass die Spieler CHR beherrschen, tatsächlich sind es die NPC's.... Sei es als Leibwache, Stadtwache oder Armee. Das so eine Truppe ordentlich was kostet wird meist einfach ignoriert. Die SL-NPC's zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind sicher von Nöten, aber die Größe von Truppen, die Ausstattung usw. sollte sich wenigstens annähernd an dem wirtschaftlichen Rahmen orientieren. EST/VOR/GIL und MEN sind relativ kleine Städte.

Das diese oder ähnliche Diskussionen schon öfter geführt wurden ist gut. Ich denke schon man sollte sich bestimmte Zusammenhänge gelegentlich mal wieder ins Gedächtnis rufen, auch für die neuen Mitspieler.

NPC's die nur zum Bereichern der Handlung da sind müssen nichts kosten, aber wenn von dem NPC eine Wirkung ausgeht, sei es produktionstechnisch oder machtmäßig sollte es schon eine Frage der Wirtschftlichkeit sein ob man sich eben 10 Leibwachen leisten kann.

Der Produktfaktor NPC wirkt sich dank CHRon produktionssteigernd aus. Seine Kosten werden über die Einkünfte gedeckt. Er trägt sich also mindestens selber, wenn das Produkt verkauft wird. Er ist allerdings auch der entscheidende Faktor zur Berechnung des Warenpreises. Ein Gewinn entsteht für den SC wenn er seinen NPC's weniger zahlt als er seinem Kunden in Rechnung stellt. (wie im RL).

Der Machtfaktor NPC verursacht nur Kosten. Die Armee muß von den Steuern der Bürger finaziert werden, die Leibwache vom Einkommen der Bewachten. Die Preise für einen Soldaten sollten sich an den eines Arbeiters orientieren also ca. 30 - 45 AU/DB, natürlich nach oben offen :-)

Spieler, die das alles nicht interessiert kann ich gut verstehen. Aber wenn man zusammenspielen will muß es halt eine gemeinsame Basis geben. Und die gemeinsame Basis in CHR ist aus meiner Sicht das Wirtschaftssystem, das bei aller Unvollkommenheit verbindet und wegen der Unvollkommenheit vom Wisl moderat gesteuert werden muß.


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