Spielerforum

zurück zur Hauptseite
in Thread öffnen

Immer diese Verkomplizierungen und konkreten Verallgemeinerungen

René / Portrak @, Thursday, 12. September 2002, 17:39 @ Knut


Als Antwort auf: Re: Chirjeya und andere Fremdsprachen von Knut am 12. September 2002 16:11:25:


Hallo und so,

ist eigentlich immer die selbe Schleife. Einer stösst einen konkreten Punkt an, der ihn stört und dann wird eine prinzipielle Diskussion daraus. Dabei geht es bald um allgemeine Einstellungen und Ansichten zum Spiel. Will man schliesslich am konkreten Tatbestand etwas ändern, kippt damit immer auch gleich eine ganze Lebensphilosophie. Also bleibt am Ende alles beim Alten.

Es ging erstmal nur um das Papier und die Flut von Plakaten. Ausserdem um Papierhersteller die verhungern. Auch wenn ich das Beispiel mit den Broten und den Pfeilen eingeworfen habe, so stören diese frei verfügbaren Produkte im Moment ja eigentlich niemanden. Die Logik, wenn Papier gekauft werden müsse, dann zieht das seine Kreise bis zum Wattestäbchen, führt wieder zum Streit der Lager. Jetzt sind wir schon dabei, CHR-Online die Schuld zu geben. Das ist ein ganz anderes Thema.

Chrestonim besteht aus vielen Lagern, deshalb ist Chrestonim an sich schon ein einziger grosser Kompromiss. Über einen einzelnen Punkt wie die unbezahlte Papierflut können sich alle Parteien viel schneller einigen, als wenn ihr ganzes Lebensprogramm mit dran hängt. Bleiben wir also doch erst einmal beim Papier und nur beim Papier. Nicht bei den Nägeln und dem Kleber.

Fakt ist, Papier ist ein teures Gut. Fakt ist, manche kleben Plakate als wäre Wahlkampf. Der Lebensstandart kann normale Mengen an Papier beinhalten, all die kleinen Liebesbriefchen von Dirks Char und dergleichen. Erst, wenn die Papierkleberei zu einem Teil des geregelten Marketings wird, dann könnte der Betreffende Papier wie jeden anderen Rohstoff auch bezahlen. Es ist ermüdend, jedes Zettelchen erspielen zu müssen. Grossabnehmer dagegen können ohne weiteres Papier schon auf Vorrat kaufen. Das ist dein ein Plot und das Papier hält für 3 Monate. Im Gegenzug dafür können solche Versorgerplots auch zeitgleich oder nachträglich begonnen werden. So dass sich kein einziger Plot verschiebt, der auf den Besitz von Papier aufbaut. Ich weiss nicht, wo das Problem liegt, wenn ein Papierhersteller zum Amt geht und dort einen Preis für mehrere Stapel aushandelt.

Überhaupt kann der Papierhersteller doch die Runde bei seinen Grosskunden machen, anstatt zu warten, dass sie alle zu ihm kommen. Wäre das so, gäbe es weniger Probleme. Sollte eines Tages ein Bäcker seinen Laden eröffnen, sollte er nicht erwarten, dass sich jetzt alle auf seine Produkte stürzen, auch wenn ohne Brot alle längst tot wären. Die Meckerei über Leute, die sich nicht mit allen notwendigen Gütern versorgen endet nie. Nicht jeder hat die Lust und die Übersicht, sich über alle Produkte zu informieren, die im Spiel angeboten werden, wenn er auch bisher ohne sie zurecht kam. Deshalb: Die neuen Bäcker, Winzer, Waffenschmiede und Besenbinder packen einfach ihre Kisten voll, und sucht Ämter, Kasernen und Herbergen auf. Die Antwort "Wir brauchen kein Brot, wir bekommen welches von unseren NPCs." wäre spielerischer Unsinn.
Ich spiele einen Achorahkapitän. Dessen Mannschaft aus NPCs verfügt über Waffen. Die haben sie sich aus ihrer Heuer gefälligst selbst zu besorgen. Wenn jedoch ein Waffenhändler kommt und sein Zeug auf mein Schiff bringt, ist es unsinnig, sie aus Prinzip abzulehnen. Auch suche ich nicht explizit nach Seilern oder Segelmachern. Doch wenn einer kommt und was anbietet, dann verhandele ich. Auch die Armee wird einen Waffenhändler nicht einfach nach hause schicken, wenn er der einzige Spielerchar in dem Gewerbe ist.

Es ist spieltechnisch effektiver, der Markt kommt direkt zum Kunden, als umgekehrt. Dann ist es nämlich auch ein viel kleineres Problem für Schuster, Waffenschärfer oder Friseure, Kunden zu finden. Einfach nur sein Geschäft eröffnen und abwarten, ne das reicht nicht. Erst wenn sich die Chars vermehrt sträuben, ihre Waffen schärfen zu lassen oder ins viel zu harte Brot zu beissen, ist es sinnvoll, auf dem ooc-Forum anzuklagen.

Natürlich, je mehr Kleinkramanbieter sich aufdrängen, desto stärker sinkt letztlich der Lebensstandart. Dann wird der eben flexibler gestaltet. Aber wie gesagt, es geht ja im Moment nur um das Papier. Diese Werbeplakatekleber sind schon Grossabnehmer. Zwar posten sie immer nur ein Plakat, doch ist davon auszugehen, dass es weit mehr sind. Ein Plakat auf einem Markt in einer Millemetropole, das sichert zumindest keine NPC-Einnahmen. Als Grossabnehmer nehmen die meisten sicher gern Papierstapel ab, solange sie ihnen nicht nachrennen müssen. Es heisst ja Grossabnehmer und nicht Grosshinterherläufer.

Grüßchen
René


  714 Views

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

26177 Einträge in 5817 Threads, 129 angemeldete Benutzer, 3 Benutzer online (0 angemeldete, 3 Gäste)
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt
powered by my little forum