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Mel, Thursday, 05. November 2026, 08:13


Ich hatte vor kurzen ein Streitgespräch im Chat, indem behauptet wurde allein die Annahme es könne möglicherweise auch mehr als 16 Götter geben, sei bereits fast als ketzerisch zu bezeichnen. Ich würde in diesen Punkt gern einmal Klarheit haben, ich persönlich finde nämlich diesen unanzweifelbaren Glauben, der zu den Menschen gehört wie die Faust aufs Auge (*g) mehr als unrealistisch.

Ich akzeptiere, dass durch die Angst vor der Inquisition gegen den Glauben nichts gesagt wird, aber ich bezweifle, dass wirklich jeder Bürger so unheimlich gläubig ist.

Im Streitgespräch wurde beinahe vorrausgesetzt, dass ein Mensch überhaupt nicht die Gedanken haben kann, dass die Welt vielleicht von etwas anderem als den Göttern erschaffen wurde. Ich glaube aber, dass es im Geist intelligenter Wesen liegt, eben nicht alles willenlos als Tatsachen zu akzeptieren, sondern auch mal an diesen zu zweifeln. Es kann auch nicht angehen, dass Jedermann gleich mit der Inquisition gedroht wird, nur weil er etwas philosophiert ob es nicht ganz anders sein könnte als behauptet.

1. Kann die Angst nicht so groß sein, weil die Inquisition weit weg ist und bestimmt nicht wegen jedem Pisser durch die halbe Welt tuckert. Klar, sie kommt, wenn in Estichà ein Lijantempel errichtet wird. Klar, sie kommt auch, wenn scheinbar grundlos Priester ermordet werden, aber das sind schon ziemlich gravierende Sachen. Wieso sollten Leute also Angst haben zu sagen: "Nein ich glaube nicht an die Götter" wenn die Inquisition sowieso nur bei wirklichen Bedrohungen antanzt?

2. Es mag richtig sein, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung glaubt, aber warum wird das für alle vorrausgesetzt? Gerade bei der Vielzahl an Rassen und unterschiedlichen Typen von Städten ist das nicht sehr glaubwürdig. In Estichà versammeln sich viele Wesen aus allen Ecken Chrestonims, wie kann es da keine Abweichungen von der Norm geben?

3. Die Priester tun absolut nichts dafür, die Bevölkerung den wahren Glauben zu lehren. Damit die Menschen bei der Stange bleiben, bedarf es predigten, Gleichnissen für die Erstaunlichkeit der Götter e.t.c. Davon merkt man nicht viel, weil in Chrestonim die Menschen zu glauben haben, wieso sollten sich die Priester noch groß anstrengen auch ihren Teil dazu beizutragen?

Ich hatte noch ein paar Argumente mehr, vielleicht fallen sie im Laufe der Diskussion noch ein. Mit Weltverbesserung hat das hier nichts zutun, sollen die Menschen ruhig schön gläubig sein, dann aber bitte glaubwürdig.

Mel

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Stephan / Luna, Thursday, 05. November 2026, 08:13 @ Mel


Als Antwort auf: Religionsfragen von Mel am 21. Januar 2002 13:13:33:

Ich hatte vor kurzen ein Streitgespräch im Chat, indem behauptet wurde allein die Annahme es könne möglicherweise auch mehr als 16 Götter geben, sei bereits fast als ketzerisch zu bezeichnen. Ich würde in diesen Punkt gern einmal Klarheit haben, ich persönlich finde nämlich diesen unanzweifelbaren Glauben, der zu den Menschen gehört wie die Faust aufs Auge (*g) mehr als unrealistisch.
Ich akzeptiere, dass durch die Angst vor der Inquisition gegen den Glauben nichts gesagt wird, aber ich bezweifle, dass wirklich jeder Bürger so unheimlich gläubig ist.
Im Streitgespräch wurde beinahe vorrausgesetzt, dass ein Mensch überhaupt nicht die Gedanken haben kann, dass die Welt vielleicht von etwas anderem als den Göttern erschaffen wurde. Ich glaube aber, dass es im Geist intelligenter Wesen liegt, eben nicht alles willenlos als Tatsachen zu akzeptieren, sondern auch mal an diesen zu zweifeln. Es kann auch nicht angehen, dass Jedermann gleich mit der Inquisition gedroht wird, nur weil er etwas philosophiert ob es nicht ganz anders sein könnte als behauptet.

Also als Priesterschaft würde ich schon ganz genau darauf achten, Leute mundtot zu machen, die mir ans Bein pinkeln wollen. Das stecken ja auch vitale Intressen drin.

1. Kann die Angst nicht so groß sein, weil die Inquisition weit weg ist und bestimmt nicht wegen jedem Pisser durch die halbe Welt tuckert. Klar, sie kommt, wenn in Estichà ein Lijantempel errichtet wird. Klar, sie kommt auch, wenn scheinbar grundlos Priester ermordet werden, aber das sind schon ziemlich gravierende Sachen. Wieso sollten Leute also Angst haben zu sagen: "Nein ich glaube nicht an die Götter" wenn die Inquisition sowieso nur bei wirklichen Bedrohungen antanzt?

Das setzt ja voraus, dass der einzige Grund zum Glauben darauf beruht, dass man Repressalien vermeiden will. Das ist aber mit ziemlicher Sicherheit nicht der Fall.
Der Mensch hat ein grundlegendes Bedürfnis sich seine Umwelt zu erklären, damit sie für Ihn "kalkulierbar" und somit "sicherer" wird. Eine starke Individualisierung, die auch eine Vorraussetzung für den "eigenen" Weg wäre, sehe ich in Chrestonim auch nicht.
Außerdem kann auch die Stadtwache irgendwelche offensichtlichen Ketzereien ahnden.

2. Es mag richtig sein, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung glaubt, aber warum wird das für alle vorrausgesetzt? Gerade bei der Vielzahl an Rassen und unterschiedlichen Typen von Städten ist das nicht sehr glaubwürdig. In Estichà versammeln sich viele Wesen aus allen Ecken Chrestonims, wie kann es da keine Abweichungen von der Norm geben?


Nun, das Bildungsmonopol hat ja wohl auch in Chrestonim die Priesterschaft.
Diese hat ein eigenes Interesse daran, dass Ihre eigenen Kulte laufen.
Es gibt in Chrestonim noch keine freie Wissenschaft wie sie bei uns vor vielen hundert Jahren gegründet worden ist. Die eigentlich "entzauberung" der Welt ist erst ein paar hundert Jahre alt. Man könnte darüber philosophieren, ob es wirklich zum besten gewesen ist... Es gibt aber mit Sicherheit einige Leute die den Glauben an die Götter durch "unerklärliche" Ereignisse verloren haben.
Das sollte aber die Ausnahme sein. Zu glauben hat in Chrestonim mehr Vorteile als es nicht zu tun.
So wie ich es verstanden habe, sind die Kulte der verschiedenen Rassen auch relativ gut tradiert. Abspaltungen oder einen Andersartigkeit kann ich mir nur in Form von Sekten vorstellen, die dann aber auch "zeigen" müssen, ob sie überleben, siehe Inquisition ;-)

3. Die Priester tun absolut nichts dafür, die Bevölkerung den wahren Glauben zu lehren. Damit die Menschen bei der Stange bleiben, bedarf es predigten, Gleichnissen für die Erstaunlichkeit der Götter e.t.c. Davon merkt man nicht viel, weil in Chrestonim die Menschen zu glauben haben, wieso sollten sich die Priester noch groß anstrengen auch ihren Teil dazu beizutragen?

Das wird in Chrestiom, spezieller in Esticha, tatsächlich nicht gespielt.
Allerdings denke ich, dass auch die Spieler und die NSC stillschweigend einem Kult angehören und im übertragenen Sinne jeden Sonntag in den Tempel gehen.
Das ist tatsächlich ein Mangel im Rollenspiel, da wir natürlich wieder nur uns selbst spielen...

Ich hatte noch ein paar Argumente mehr, vielleicht fallen sie im Laufe der Diskussion noch ein. Mit Weltverbesserung hat das hier nichts zutun, sollen die Menschen ruhig schön gläubig sein, dann aber bitte glaubwürdig.
Mel

Man kann sich schon überlegen, es in Chrestonim anders zu machen. Allerdings sind die Rahmenbedingungen die schon etabliert wurden, starke Indikatoren für eine Ähnlichkeit mit der Menschheitsgeschichte.


Stephan / Luna

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Re: Religionsfragen

Ilejha @, Monday, 21. January 2002, 16:37 @ Mel


Als Antwort auf: Religionsfragen von Mel am 21. Januar 2002 13:13:33:

Ich hatte vor kurzen ein Streitgespräch im Chat, indem behauptet wurde allein die Annahme es könne möglicherweise auch mehr als 16 Götter geben, sei bereits fast als ketzerisch zu bezeichnen. Ich würde in diesen Punkt gern einmal Klarheit haben, ich persönlich finde nämlich diesen unanzweifelbaren Glauben, der zu den Menschen gehört wie die Faust aufs Auge (*g) mehr als unrealistisch.
Ich akzeptiere, dass durch die Angst vor der Inquisition gegen den Glauben nichts gesagt wird, aber ich bezweifle, dass wirklich jeder Bürger so unheimlich gläubig ist.

*sichirgendwieangesprochenfühl*
also:
das problem war nicht, dass da einer was behauptet hatte, was höchst ungewöhnlich ist, sondern die näheren Umstände.
Soweit ich die Welt hier verstanden habe ist der Glaube schon arg stark, bloß nicht bei den Spielern.

Im Streitgespräch wurde beinahe vorrausgesetzt, dass ein Mensch überhaupt nicht die Gedanken haben kann, dass die Welt vielleicht von etwas anderem als den Göttern erschaffen wurde. Ich glaube aber, dass es im Geist intelligenter Wesen liegt, eben nicht alles willenlos als Tatsachen zu akzeptieren, sondern auch mal an diesen zu zweifeln. Es kann auch nicht angehen, dass Jedermann gleich mit der Inquisition gedroht wird, nur weil er etwas philosophiert ob es nicht ganz anders sein könnte als behauptet.

Zum philosophieren braucht man eine gewisse Bildung. Ein Bauer hat besseres zu tun, als über das Wesen der Welt nachzudenken. Und gebildet wird man in Arivara-Tempeln oder in Schulen, wo oft Arivara-Geweihte unterrichten. Das heißt, dass so einem Gelehrten von Anfang an das übliche Religionsverständnis eingetrichtert wird. Ausserdem sind Götter in Chrestonim so selbstverständlich, dass jeder Zweifel sofort untergehen müsste. Jedenfalls im Normalfall.

1. Kann die Angst nicht so groß sein, weil die Inquisition weit weg ist und bestimmt nicht wegen jedem Pisser durch die halbe Welt tuckert. Klar, sie kommt, wenn in Estichà ein Lijantempel errichtet wird. Klar, sie kommt auch, wenn scheinbar grundlos Priester ermordet werden, aber das sind schon ziemlich gravierende Sachen. Wieso sollten Leute also Angst haben zu sagen: "Nein ich glaube nicht an die Götter" wenn die Inquisition sowieso nur bei wirklichen Bedrohungen antanzt?

Die Inq tanzt zwar nur bei größeren Fischen an, aber jeder Priester kann a) durch gezieltes Meckern den Ruf des Ungläubigen in der Stadt zerstören , b) dem Ungläubigen einen Ketzerprozess anhängen oder c) ihn ganz einfach verschwinden lassen. Ausserdem sollen die Bekehrungs (=Folter)Methoden ganz annehmlich sein. Und das sind erst die Priester; wie die Götter selbst einen bestrafen könnten bleibt der lebhaften Phantasie eines Röhrenbewohners überlassen.

2. Es mag richtig sein, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung glaubt, aber warum wird das für alle vorrausgesetzt? Gerade bei der Vielzahl an Rassen und unterschiedlichen Typen von Städten ist das nicht sehr glaubwürdig. In Estichà versammeln sich viele Wesen aus allen Ecken Chrestonims, wie kann es da keine Abweichungen von der Norm geben?

Die Abweichungen muss es geben und die gibt es auch. Mein Kätzchen wurde in letzter Zeit oft genug öffentlich angemault. Zu oft. Ist ja ok wenn die Orden den einen oder anderen Feind haben, aber wenn an jeder Ecke ein Weltverbesserer und Atheist steht, wirds unrealistisch. Und Esticha vertritt (=erzwingt) den Wahren Glauben. Also nix da mit der Religionsfreiheit für Bürger.

3. Die Priester tun absolut nichts dafür, die Bevölkerung den wahren Glauben zu lehren. Damit die Menschen bei der Stange bleiben, bedarf es predigten, Gleichnissen für die Erstaunlichkeit der Götter e.t.c. Davon merkt man nicht viel, weil in Chrestonim die Menschen zu glauben haben, wieso sollten sich die Priester noch groß anstrengen auch ihren Teil dazu beizutragen?

Haaaaalt mal. Dass du nichts von mitkriegst, heißt noch lange nicht, dass nichts getan wird. Was meinste, was seit Wochen im Priesterrat besprochen wird? Hier und da gibts auch Vortschritte. In der ach-so-schlimmen Soapie-Szene geht man eigentlich schön brav beten.
Die aktiven Priesterchars in Est kann man zur Zeit an einer Hand abzählen, bei der Beteiligung dauerts eben. Zum anderen ist Priester nicht gleich Priester. Die, die eigentlich für das öffentliche Auftreten zuständig sind, sind eben nur npcs.
Ich glaub, mir würden jetzt einige zustimmen, wenn ich sage dass man sich schon bemüht, aber das momentan zuwenig Ansatz da ist.

Ich hatte noch ein paar Argumente mehr, vielleicht fallen sie im Laufe der Diskussion noch ein. Mit Weltverbesserung hat das hier nichts zutun, sollen die Menschen ruhig schön gläubig sein, dann aber bitte glaubwürdig.

Dann lass dir mal schön was einfallen. Im übrigen war das eine sehr hübsche Falle. Die Fragen, die du im Chat gestellt hast kann man nicht überzeugend beantworten. Ich weiß das, weil ich sie selbst oft genug gestellt habe. Um jemanden von solchem Quatsch wie Religion überzeugen zu können, braucht man ausser technischer Hilfsmittel auch die Zeitalter-bedingte Naivität des Anderen.

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Der Westküstenpapst vs. Regierung

René (Portrak) @, Monday, 21. January 2002, 17:43 @ Mel


Als Antwort auf: Religionsfragen von Mel am 21. Januar 2002 13:13:33:

Ich persönlich hätte in Chr lieber noch respektvollere Priester, weil sie gut gepsielt sowas wie die Kulturträger in unserer Fantasyröhre darstellen. Deshalb bin ich nicht für mehr Glaubenstoleranz als sie jetzt schon herrscht. Es ist für die Priesterspieler schon schwer genug, sich Respekt zu verschaffen, da ihr Fluch kaum jemanden erschreckt. Eine Stadtwache, die mies drauf ist, flöst den Chars scheinbar mehr ehrfurcht ein als ein Priester, welcher das Seelenheil raubt.

Die Allianz sollte mal sowas wie einen Westküstenpapst mit Anhang in Esticha einsetzen, der neben der (rollenspielerisch) verhältnismäßig stark etablierte weltliche Regierungsordnung auch noch einen mit wirklichen Sonderbefugnissen betrauten Klerus darstellt. Jemand, welcher auch gegenüber der Regierung ein Machtwort sprechen kann.

Sinnvoll wäre das auch daher, weil man so zwei mächtige Karriereleitern aufsteigen kann und die gelegentlich auftretenden Spannungen Klerus gegen Regierung zu interessanten Spielszenen auf dem Marktplatz führen könnte.

PS: Rawir gilt nicht, der war ein Ketzer *fg*

Ahoi,
René (Portrak)

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Re: Der Westküstenpapst vs. Regierung

Peter (Pet) @, Monday, 21. January 2002, 18:02 @ René (Portrak)


Als Antwort auf: Der Westküstenpapst vs. Regierung von René (Portrak) am 21. Januar 2002 17:43:57:

Die Allianz sollte mal sowas wie einen Westküstenpapst mit Anhang in Esticha einsetzen, der neben der (rollenspielerisch) verhältnismäßig stark etablierte weltliche Regierungsordnung auch noch einen mit wirklichen Sonderbefugnissen betrauten Klerus darstellt. Jemand, welcher auch gegenüber der Regierung ein Machtwort sprechen kann.

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Die Hohepriester können das doch jetzt schon (siehe Artikel 67 der Verfassung). Sie können den Bürgern auch den Bürgerbrief entziehen, was eine fatale Auswirkung auf die Existenz des "ehemaligen Bürgers" nach sich ziehen kann.
Das Problem, warum eine Einmischung nur selten geschieht, liegt darin, dass (fast?) alle Hohepriester von Willi gespielt werden und er dadurch niemals die Spieltiefe erreichen kann, als würden die CHAR's von Spielern gespielt.

mfg
Peter


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Re: Der Westküstenpapst vs. Regierung

Mel @, Monday, 21. January 2002, 20:29 @ Peter (Pet)


Als Antwort auf: Re: Der Westküstenpapst vs. Regierung von Peter (Pet) am 21. Januar 2002 18:02:10:

Die Hohepriester können das doch jetzt schon (siehe Artikel 67 der Verfassung). Sie können den Bürgern auch den Bürgerbrief entziehen, was eine fatale Auswirkung auf die Existenz des "ehemaligen Bürgers" nach sich ziehen kann.

Das Problem, warum eine Einmischung nur selten geschieht, liegt darin, dass (fast?) alle Hohepriester von Willi gespielt werden und er dadurch niemals die Spieltiefe erreichen kann, als würden die CHAR's von Spielern gespielt.

Ich hielte es für eine sinnvolle Sache, wenn Willi auch mal Hohepriester an Spieler vergeben würde, zumindest an solche, die schon halbwegs Erfahrung mit Chrestonim haben. Irgendwann meinte Willi einmal, er vergäbe Hohepriester erst nach 4 Jahren Spielzeit, die Frage ist aber, ob dadurch nicht eine wichtige Nuance des Spiels verloren geht, tatsächlich sollten die Priester nämlich auch eine starke Machtinstanz darstellen, wenn aber alle Befehle nur über Willi laufen, der nie Zeit hat, kann sich diese Machtinstanz nicht entfalten.

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right

Dirk @, Monday, 21. January 2002, 20:48 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Der Westküstenpapst vs. Regierung von Mel am 21. Januar 2002 20:29:28:

Wie lange gibt's CHR schon? *g*

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Re: Der Westküstenpapst vs. Regierung

Willi, CHR-Verwaltung @, Monday, 21. January 2002, 21:23 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Der Westküstenpapst vs. Regierung von Mel am 21. Januar 2002 20:29:28:

Ich bemühe mich die ganze Zeit, einige Posten zu vergeben. Erst neulich habe ich den Mayeva-Tempel an den Mann gebracht, Jhoulana läuft wohl auch bald und Vesana ist ja schon lange in Spielerhand. Delvan ist auch schon nicht schlecht dran.

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Re: Dein p.S.

Dirk @, Monday, 21. January 2002, 19:03 @ René (Portrak)


Als Antwort auf: Der Westküstenpapst vs. Regierung von René (Portrak) am 21. Januar 2002 17:43:57:

PS: Rawir gilt nicht, der war ein Ketzer *fg*

Ja ja. Klar war er ein Ketzer. Und noch dazu einer der übelsten Sorte *g*

Aber mal im Ernst. Das Problem besteht glaube ich aus 2 Problemen:

1. Wir gehen an das Thema Glauben oftmal mit unserem wissenschaftlich denkendem und an die Wissenschaft glaubenden Verstand heran. Meiner Meinung nach ein ganz großer Fehler, wenn es um Glauben an Götter in der Röhre geht. Wenn die Gesprächspartner eines Priesters zum Beispiel an die Kristallgötter glaubt, dann ist da eine Basis, wo man als Priester diskutieren kann. Wenn sich Leute mit Diskussionen fetzen, die an die 'Wahren Götter' bzw. an die 'alten Götter' glauben (EST vs. VOR) glauben, dann gibt's auch Diskussionen. Selbst mit Llijan-Anhängern kann man noch diskutieren.
Was aber soll man sagen, wenn jemand plötzlich meint, er könne alles durch mathematisch-physikalische Beweisführung erklären und es gäber GAR KEINE Götter? Glaube ist nicht wissenschaftlich zu belegen, nicht mal durch die Artefakte. Denn wenn die Leute behaupten können, daß sie diese Artefakte wissenschaftlich begriffen haben und daß sie künstlich sind und daß DAS der Beweis sei, daß es gar keine Götter gibt, dann ist das eine unpassende, viel zu neumodische Sichtweise, die nicht nach CHR gehört, sondern in das RL.

2. Da komme ich auf Rawir zurück. Selbst wenn jemand eine starke Gläubigkeit ausspielt, weiß ich nicht, wie viele Charaktere sich davon beeindrucken lassen, da sie ja von Spielern gespielt werden, die sich eben auch nicht beeindrucken lassen. Ich denke, daß eine relative Gläubigkeit überall vorhanden ist. Die Leute kümmern sich vielleicht nicht so sehr darum, aber sie ist immer im Hinterkopf vorhanden. Gar nicht zu glauben, d.h. ALLE Götter zu verneinen, müßte eigendlich sofort zur Verhaftung und zur Verbrennung führen. Das hat im RL Jahrhunderte lang hervorragend funktioniert. *eg*

Wäre jetzt eigendlich die Frage an Willi: Die 'Zauber- und Wunderlehre' ist auf Technik aufgebaut, die man aber so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Warum eigendlich nicht? Warum sollten die Priester nicht Artefakte benutzen können, die sie selbst nicht begreifen, aber bedienen können? Beispiel: Teleportertore zwischen den einzelnen Tempeln verschiedener Städte. Oder interdimensionale Falten innerhalb Taschen. Da gibt's echt noch ein bischen zu wenig. Ein weltumspannendes Satelitensystem, das die Lebenszeichen auffängt und durch das Aufspüren bestimmter Enzyme, die während des Sterbevorgangs ausgeschüttet werden, das also registriert, wann wo jemand stirbt wurde ja auch leider abgelehnt.

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Und noch ein Zusatz

Dirk @, Monday, 21. January 2002, 19:47 @ Dirk


Als Antwort auf: Re: Dein p.S. von Dirk am 21. Januar 2002 19:03:17:

Und zwar Folgender:
Wird nicht etwas dadurch wahr, daß viele Leute daran glauben? Viele aus dem RL glauben heutzutage, daß die Erde sich um die Sonne dreht, obwohl das noch nie einer von uns WIRKLICH gesehen hat *g* Früher haben die Leute an Waldgeister und Naturdämonen geglaubt und habe deren Kräfte erlebt... irgendwie. Wenn alle daran glauben würden, daß es Außerirdische unter uns gibt, würden diese auch plötzlich auftauchen... ähh... na ja... vielleicht jedenfalls.

Glauben hat nicht nur was mit Glauben an Götter zu tun. Es ist eine geistige und/oder seelische Kraft, die aus sich selbst heraus die Realität beeinflusst. Von daher sollte es vielleicht auch möglich sein, jenseits von Artefakten und Magiekristallen Kräfte zu wirken und es sollten auch jenseits der ganzen Götterwelt und der Kristalle auch noch andere Dämonen geben... oder nicht?

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Re: Und noch ein Zusatz

Johannes/Jinadra @, Monday, 21. January 2002, 20:07 @ Dirk


Als Antwort auf: Und noch ein Zusatz von Dirk am 21. Januar 2002 19:47:30:

Und zwar Folgender:
Wird nicht etwas dadurch wahr, daß viele Leute daran glauben? Viele aus dem RL glauben heutzutage, daß die Erde sich um die Sonne dreht, obwohl das noch nie einer von uns WIRKLICH gesehen hat *g* Früher haben die Leute an Waldgeister und Naturdämonen geglaubt und habe deren Kräfte erlebt... irgendwie. Wenn alle daran glauben würden, daß es Außerirdische unter uns gibt, würden diese auch plötzlich auftauchen... ähh... na ja... vielleicht jedenfalls.
Glauben hat nicht nur was mit Glauben an Götter zu tun. Es ist eine geistige und/oder seelische Kraft, die aus sich selbst heraus die Realität beeinflusst. Von daher sollte es vielleicht auch möglich sein, jenseits von Artefakten und Magiekristallen Kräfte zu wirken und es sollten auch jenseits der ganzen Götterwelt und der Kristalle auch noch andere Dämonen geben... oder nicht?

Könnte man den Priestern der Unterschiedlichen Gottheiten nicht auch irgendwelche Kräfte zugestehen, z.B.: Delvan Priester kriegen durch Feuer keine Verletzungen, weil Delvan ja der Gott des Feuers ist, usw. Das würde den Reiz einen Priester als char zu nehmen doch um einiges erhöhen denke ich.

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René (Portrak), Thursday, 05. November 2026, 08:13 @ Johannes/Jinadra


Als Antwort auf: Re: Und noch ein Zusatz von Johannes/Jinadra am 21. Januar 2002 20:07:04:

Genau! Eine begrenzte Anzahl von solchen technischen Spielereien. Wer sich dann im Kult besonders verdient hat, bekommt welche als Bonus von den Hohepriestern überreicht.

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Gibt's doch schon !

Willi, CHR-Verwaltung @, Monday, 21. January 2002, 20:42 @ René (Portrak)


Als Antwort auf: Re: Und noch ein Zusatz von René (Portrak) am 21. Januar 2002 20:36:38:

Genau! Eine begrenzte Anzahl von solchen technischen Spielereien. Wer sich dann im Kult besonders verdient hat, bekommt welche als Bonus von den Hohepriestern überreicht.

Gibt's doch schon längst...
Frag mal Monor, den Delvanritter. Der ist bis oben hin voll mit lustigen Gimmicks. Aber so ein Delvanritter ist leider keiner, der sich auf den Markt stellt und darum bittet, die Leute mögen doch in den Tempel kommen...

Hohepriester bestimmter Kulte (die "Hardliner") erhalten fette Implantate. Und höher Geweihte Priester auch. Der Erhalt von Implantaten und Artefakten ist ein Anreiz für die Spieler, nur wird das bisher nicht so groß an die Öffentlichkeit gekehrt.

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Re: Und noch ein Zusatz

Stefan/Xoran @, Monday, 21. January 2002, 20:36 @ Johannes/Jinadra


Als Antwort auf: Re: Und noch ein Zusatz von Johannes/Jinadra am 21. Januar 2002 20:07:04:

Könnte man den Priestern der Unterschiedlichen Gottheiten nicht auch irgendwelche Kräfte zugestehen, z.B.: Delvan Priester kriegen durch Feuer keine Verletzungen, weil Delvan ja der Gott des Feuers ist, usw. Das würde den Reiz einen Priester als char zu nehmen doch um einiges erhöhen denke ich.

Das gibt es sogar schon, allerdings brauch man dafür auch einen höheren Rang als Priester. Xoran, als 1. Rang kann das noch nicht, aber diese Feuerwunder sind typisch für Delvan.
Ich frage mich nur gerade was dann die Jhoulana-Priester können, tagelanges stehvermögen?


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Jhoulanapriester ....

Peter (Pet) @, Monday, 21. January 2002, 23:17 @ Johannes/Jinadra


Als Antwort auf: Re: Und noch ein Zusatz von Johannes/Jinadra am 21. Januar 2002 20:07:04:

.... kriegen keinen Tripper *bg*.
Das musste jetzt einfach sein ;-).

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Hehehe...

Dirk @, Tuesday, 22. January 2002, 01:24 @ Peter (Pet)


Als Antwort auf: Jhoulanapriester .... von Peter (Pet) am 21. Januar 2002 23:17:16:

Die wissen ja auch genug, um sich davor zu schützen.
Wie sieht das eigendlich mit der Normalbevölkerung aus... PET? *fg*

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Wissenschaft

Christian @, Monday, 21. January 2002, 22:37 @ Dirk


Als Antwort auf: Re: Dein p.S. von Dirk am 21. Januar 2002 19:03:17:

1. Wir gehen an das Thema Glauben oftmal mit unserem wissenschaftlich denkendem und an die Wissenschaft glaubenden Verstand heran. Meiner Meinung nach ein ganz großer Fehler

Moooment. Da hast Du aber ein sehr eingeschränktes Bild von Wissenschaft. Ich will mich in die Diskussion inhaltlich gar nicht einmischen, aber hier muß ich deutlich widersprechen:

Natürlich kann man das Thema Glauben zutiefst wissenschaftlich betrachten. Gerade mit unserem "wissenschaftlich geschulten Verstand" können wir solche Prozesse verstehen! Die Soziologie und die Psychologie füllen Bände mit Untersuchungen und fundierten Erkenntnissen zum Thema Glauben und Religion, von der Theologie will ich jetzt mal gar nicht anfangen. Also vorsicht mit solchen Thesen, dann gleitet man nämlich schnell in Binsenweisheiten ab.

Als Beispiel für eine ansatzweise wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Diskussion verweise ich mal auf Stephan / Lunas Beitrag, der mehrere soziologische Quellen zitiert (freilich ohne konkrete Quellenangabe :-)

Und jetzt macht mal weiter. :-)

Christian


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kann's mir nicht ganz verkneifen

Andreas @, Monday, 21. January 2002, 18:10 @ Mel


Als Antwort auf: Religionsfragen von Mel am 21. Januar 2002 13:13:33:

1. Kann die Angst nicht so groß sein, weil die Inquisition weit weg ist und bestimmt nicht wegen jedem Pisser durch die halbe Welt tuckert. Klar, sie kommt, wenn in Estichà ein Lijantempel errichtet wird. Klar, sie kommt auch, wenn scheinbar grundlos Priester ermordet werden, aber das sind schon ziemlich gravierende Sachen. Wieso sollten Leute also Angst haben zu sagen: "Nein ich glaube nicht an die Götter" wenn die Inquisition sowieso nur bei wirklichen Bedrohungen antanzt?

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Genau das war mein erster Gedanke, als Kr'tel wegen eines Scherzes über den Falken die Beine zertrümmert wurden. 'Die machen wegen eines Scherzes doch nicht so einen Aufwand' dachte ich mir. Die Antwort: 'Es ist doch kein Aufwand für ein paar Dublonen Schläger zu heuern und sich Respekt zu verschaffen'. Hm...
Zunächst hielt ich es für ganz plausibel, daß er sich nach dieser 'freundschaftlichen' Warnung ein wenig zurücknimmt und zusammenreißt. Doch wenn ich Deine Argumentation mit der Inquisition so lese, sollte ich dieses Verhalten wohl nochmal überdenken.... *g*


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Religiösität

Willi, CHR-Verwaltung @, Monday, 21. January 2002, 21:14 @ Mel


Als Antwort auf: Religionsfragen von Mel am 21. Januar 2002 13:13:33:

Die Inquisition ist in erster Linie dazu da, um ganze Sekten aufzuspüren und auszulöschen oder kircheninterne "Aufstände" auszumerzen, wenn z.B. mal ein ganzer Tempel hohldreht.
Letztlich bleibt es dem Geschmack der Hohepriester überlassen, wie stark sie "nur mal eben philosophierende" Bürger und Bürgerinnen zurechtweist: wenn der Delvanritter beschließt, diesen Philosophen an Ort und Stelle mundtot zu machen, dann darf er das. Und kein weltliches Gesetz darf ihn dran hindern. Ober der Hohepriesterrat der Stadt das dann toleriert oder den Ritter zurechtweist, ist dann wie gesagt von der Zusammensetzung / Gesinnung des HP-Rates abhängig.
Also:

1.Wieso sollten Leute also Angst haben zu sagen: "Nein ich glaube nicht an die Götter" wenn die Inquisition sowieso nur bei wirklichen Bedrohungen antanzt?

-> Weil die Inquisition nicht notwendig ist, um Ketzer zu richten. Die Rübe abhauen kann Dir auch jeder andere Priester. Und das sollten sie auch tun.

Neben dem unten angesprochenen guten Punkt, dass die Bildung von den Kirchen getragen wird und die natürlich (ähnlich radikalen Koran- oder Bibelschulen) durchaus eine gewisse eingefärbte Sicht der Dinge vermitteln, entsteht der Respekt auch aus dem Alltag heraus.
Die Gläubigen respektieren Priester, weil sie ihre Kinder zur Welt bringen, sie taufen, sie ausbilden, die Armen speisen, ihnen Sterbebegleitung anbieten, sie miteinander verheiraten, sie beraten, ihre Feste organisieren, in Zeiten der Not zu ihnen halten und sie ihren Seelen Frieden geben. Mit anderen Worten: wenn die Priester in den Streik treten würden, würde ein Gutteil des städtischen Lebens zusammenklappen.
Ok, man mag sagen, dass man davon im Spiel aber nichts merkt... dazu weiter unten.

Dann gibt es noch eine ganz reale, leider aus organisatorischen Gründen nicht ausgespieltes Element, das aber möglicherweise mal eingeführt wird:
Die Kristallgeister. Es gibt nicht nur die großen, fetten Geister, mit denen man Feuerbälle schmeißen kann, wenn man grad gut drauf ist, sondern es gibt auch die vielen kleinen Quälgeister, die die Leute in Besitz nehmen, wenn sie durch den Wald laufen und sie langsam von ihnen aufzehren, weil sie von ihrer Energie leben. Oder weil das Biest einen höllischen Hexenschuß verursacht. Von diesen Geistern gibt es Zehntausende in Wäldern und Dschungeln und diese kleinen Quälgeister können Priester exorzieren und vernichten.
Steht übrigens auch schon seit gut zwei Jahren im Leitfaden, so dass es jeder Newbie lesen kann: S. 29, drittletzter Abschnitt, letzter Satz: "Heilung und Befreiung möge man allein in den Tempeln der Götter finden - sie allein können den braven Bürger vor den Wesen bewahren."
Wird leider zu wenig ausgespielt - hier jedoch müßte man mal dem Pestilenz-SL auf die Füße treten, dass er mal ein paar von diesen "Quälgeistern" (im wahrsten Sinne des Wortes *g*) vorbeischickt und die Leute in den Tempel müssen, um nicht schlichtweg draufzugehen.

Zur Frage, warum man denn Respekt ausspielen sollte, obwohl im Spiel die Priester nicht so viel reißen?
Tja, das ist nun ein Punkt, den ich persönlich als "gutes Rollenspiel" bezeichne. Du stellst einen Bewohner der Welt Chrestonim dar und nicht Dich selbst. Und der durchschnittliche Bewohner von Chrestonim war als Kind bestimmt schon zweimal mit Geistern infiziert und wurde von Priestern geheilt, er wurde von Priestern zur Welt gebracht, Priester haben seine sterbenskranke Mutter geheilt und ihm Essen gegeben, als er hungrig war.
Du würdest doch auch ausspielen, dass Dein Charakter Angst vor einem tödlichen Gift hat, auch wenn Du es noch nie in den Adern hattest - die Spielwelt definiert, dass Dein Charakter Angst vor diesem Gift hat. Jeder Spieler akzeptiert auch, dass die Allianz mächtig ist und hat Respekt vor ihr, weil Du Deinem Charakter das Wissen und Feeling der Welt verinnerlicht hast. Das wird erstaunlicherweise problemlos akzeptiert. Die Spielwelt definiert für Deinen Charakter, dass er weiß, dass er in einer Röhre lebt (und Du ihn so spielst), dass er weiß, dass Lijan eine böse Göttin ist (und Du ihn so spielst), dass er weiß, dass man Peraspinnen nicht mit der Hand füttern sollte (und Du ihn so spielst). Und er weiß auch, dass die Priesterschaft ihm hilft, ihn vor dem Bösen schützt und sie zu den Göttern gehört und sie deshalb mächtig wie Sau sind. Aber keiner spielt DAS aus.

Klar, nicht jeder Charakter ist gleich. Und jeder hat das gute Recht, einen Charakter zu spielen, der anders ist. Und jeder hat auch das Recht, für sich zu sagen: "Nö, das ist nicht mein Spielstil, wenn ich das darstellen soll, dann soll das bitteschön auch im Spiel so geschehen."
Ok. Dann akzeptiert aber, dass die NPC-Bevölkerung den Priestern zitternd zu Füßen liegt (denn so ist die Spielwelt definiert, deren Teil Euer Charakter ist) und dann akzeptiert auch, dass Eure Charaktere, wenn sie sich auf den Markt stellen oder in den Tavernen sitzen und sagen: "Scheiß Hostinos", dass ihn dann die NPC-Bevölkerung lynchen wird.

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Re: Religiösität

Mel @, Tuesday, 22. January 2002, 09:21 @ Willi, CHR-Verwaltung


Als Antwort auf: Religiösität von Willi, CHR-Verwaltung am 21. Januar 2002 21:14:49:

Ich stimme mit den meisten Punkten überein, natürlich haben die Leute einen sehr starken Glauben, aus den zahlreichen angesprochenen Punkten, aber darum geht es mir nicht primär. Es geht mir darum, warum Zweifel sich der Gedankenstruktur der Wesen völlig entziehen sollen.

Der einfache Pöbel wird natürlich alles so hinnehmen und akzeptieren, dass ist selbst in unserer heutigen Gesellschaft so, aber das Bildungsbürgertum und das wird wohl überwiegend aus den Spielern gebildet, kommt meiner Ansicht nach an Zweifeln und auch Unglaube nicht vorbei.

Zweifel sind deshalb verständlich, weil es nicht nur einen Glauben gibt in Chrestonim, es gibt mehrere, den Sragonglaube, alten und neuen Kult, den Yedeismus. Dadurch, dass ein Bewohner schon mal die theoretische Wahl zwischen zwei Glaubensstrukturen hat, wird er dazu animiert, darüber nachdenken (vorrausgesetzt er wird mit beiden konfrontiert) welcher der Rechte ist. In diesem Moment ist er schon nicht mehr Hundertprozent seinen Glauben ergeben. Er zweifelt in gewisser Weise. Der Schritt darüber nachzudenken, ob neben den 4 Glaubensrichtungen keine weitere möglich sein könnte, ist nicht weit. Das sind schon philosophische Gedanken darüber, ob nicht etwas ganz anderes möglich sein könnte.

Gilgat wird als sehr freie Stadt bezeichnet, sie hat rege Handelsbeziehungen mit Estichà und die Leute werden sich wohl öfters austauschen. Da Gilgat sehr tolerant ist, mehrere Glaubensstrukturen kennt, haben auch die Bewohner viel freiere Gedanken, die sie natürlich in Gesprächen auch an Leute aus dem konservativen Estichà weitergeben werden, während die wiederum darüber nachdenken und vielleicht das eine oder andere ebenfalls indirekt an Bürger des elurischen Reiches weitergeben.

Durch die engen Beziehungen zu freieren Städten, hätten damit auch die Priester von Estichà das Problem, gegen Andersgläubige nicht übermäßig hart vorgehen zu dürfen. Ein Händler aus Gilgat, der dem Yedeismus anhängt, müsste in Estichà, würden die Priester ihrer Aufgabe nachkommen, sofort verhaftet werden. Natürlich könnte man einwenden, dass dieser Händler seine Glaubensrichtung nicht öffentlich bekannt gibt, aber damit würde er wohl seinen Glauben verraten und sich selbst, wenn er das nicht tun will, würde er Estichà in Zukunft wohl meiden.

Es ist jetzt schwer zu sagen, die strengen Glaubensrichtungen gelten nur für die Bürger von Estichà, es würde wohl kein Bürger tolerieren, wenn ein gilgater Händler seine Abneigung zum neuen Kult aus Überzeugung frei bekunden darf, während Jemand aus Estichà dafür sofort hingerichtet wird.

Ein weiteres Problem liegt bei den Spielern selbst, gerade zwischen Gilgat und Estichà müsste es viel stärkere Konflikte geben, wenn der Glaube wirklich so stark ist wie behauptet. Besonders die Priester müssten sich doch extremst gegen ein Handelsverhältnis mit der goldenen Stadt wehren, weil dort immerhin viele Ungläubige leben, oder solche, die falsches Gedankengut verbreiten.

Ich hoffe es ist etwas klarer geworden, warum ich diesen extremen Glauben für unglaubwürdig halte. Im Mittelalter hat das nur funktioniert, weil die Leute konsequent waren. In Länder von Ungläubigen wurden solange Kreuzzüge gemacht, bis die Leute bekehrt waren, in den Dörfern wurden Überprüfungen des Glaubens an jedem Bürger durchgeführt, es gab strengste Kontrollen und höchste Brutalität in dieser Sache und dennoch gab es ganze Gruppierungen von Ketzern, denen kaum beizukommen war.

Wie gesagt ich bin eindeutig dafür, dass der Glaube das Leben maßgeblich bestimmt, aber um diesen totalitären Glauben durchzusetzen, der keine Abweichung duldet, bedarf es mehr Konsequenz.

Vorovis wird es zweifellos schaffen, den alten Kult zu behalten, für einen fanatischen Glauben hat die Stadt genau die richtigen Vorraussetzungen, aber Estichà ist viel zu liberal und weltoffen dafür. Wenn Leute versuchen würden, mit Gewalt gegen das freie Gedankengut der übrigen Welt vorzugehen, dann würden sie sich gegen einen Prozess wehren, der kaum noch aufzuhalten ist.

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Re: Religiösität

Dirk @, Tuesday, 22. January 2002, 10:21 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Religiösität von Mel am 22. Januar 2002 09:21:47:

Das mit Gigat und Estichà stimmt meiner Meinung nach. Bisher wurden, soweit ich das sehe, kaum mal Konsequenzen ausgespielt. Das Letzte, was ich mitbekommen habe, war das Ding mit den Steuern auf Tempelgebäude in GIL. Meiner Meinung nach könnte dieser Kampf in GIL auch wirklich stärker ausgespielt werden.
Was wäre z.B., wenn der 'Neue Kult' in GIL zwar tolleriert würde, aber dennoch mit Steuern belegt würde, da das 'Steuerfrei-Privileg' nur der Yedeismus besitzt? Das würde dann dazu führen, daß die Allianz, wenn sie als Agressor auftritt, auch als 'der große böse Angreifer' dastehen würde, die durch einen Krieg zwar oberflächlich an Macht gewinnen würden, aber viele Gläubige verlieren würden, weil diese dann von der yedeitischen Bevölkerung gejagt werden würde. Und das wiederum würde bedeuten, daß die Allianz zwar regelmäßig mit den Säbeln (sorry Willi) rasseln würde, aber im Grunde nix tun kann, da sie ihre eigenen Gläubigen in Gefahr bringen würde.
Es gibt viele Möglichkeiten, das mit Glaubenskonflikten auszuspielen.

Und das mit dem Händler in EST:
Warum sollte er nicht wirklich gleich verhaftet werden, sobald er seinen Mund aufmacht? Der zahlt dann eben entweder eine gute Stange Geld an die entsprechenden Orden oder fliegt sofort wieder aus der Stadt... natürlich OHNE seine Waren. Wenn er das nächste Mal den Mund aufreißen will, überlegt er sich das vielleicht doch noch mal.

Das Alles würde die 'Glaubwürdigkeit' des Glaubens etwas intensiver machen, Konflikte schaffen, die nicht gleich in Kriege enden und das Spiel jenseits der Soapies anheizen. Gleichzeitig würden dann Atheisten stark in's Schwimmen kommen und lernen müssen, sehr vorsichtig zu sein.

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Re: Religiösität

Ona @, Tuesday, 22. January 2002, 14:10 @ Dirk


Als Antwort auf: Re: Religiösität von Dirk am 22. Januar 2002 10:21:37:

<i>Was wäre z.B., wenn der 'Neue Kult' in GIL zwar tolleriert würde, aber dennoch mit Steuern belegt würde, da das 'Steuerfrei-Privileg' nur der Yedeismus besitzt? Das würde dann dazu führen, daß die Allianz, wenn sie als Agressor auftritt, auch als 'der große böse Angreifer' dastehen würde, die durch einen Krieg zwar oberflächlich an Macht gewinnen würden, aber viele Gläubige verlieren würden, weil diese dann von der yedeitischen Bevölkerung gejagt werden würde. </i>

Genauso isses tatsächlich abgelaufen. Jedenfalls wenn Ona, die doch ein wenig rumkommt, die Stimmung der Bürger richtig eingefangen hat. Daran hat nicht mal das Feuer-Glüh-Wunder was geändert, das sich neulich beim Delvantempel abgespielt hat.
Aber was die Allianzpriester nicht mehr hinkriegen, weil sie als langer Arm einer feindlichen Hegemonialmacht vorerst ihren Kredit verspielt haben, das erledigt für sie jetzt anscheinend die yedeitische Besatzung.
Was in Gilgat wirklich fehlt, ist ein kluger, einflußreicher und mächtiger yedeitischer Hostinospriester, der dem Neuen Kult etwas entgegensetzen kann und zugleich die yedeitische Besatzung unter seine Fuchtel nimmt.

<i>Und das wiederum würde bedeuten, daß die Allianz zwar regelmäßig mit den Säbeln (sorry Willi) rasseln würde, aber im Grunde nix tun kann, da sie ihre eigenen Gläubigen in Gefahr bringen würde.</i>

Ach, das Risiko hat die Allianz in Kauf genommen. Wozu solche Rücksichten, wenn sie sich's auch mit Gewalt nehmen kann?

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Re: Religiösität

Ilejha @, Tuesday, 22. January 2002, 14:11 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Religiösität von Mel am 22. Januar 2002 09:21:47:

Du vergisst, dass ausser Gilgat auch die Allianz großen Einfluss auf Esticha hat. Die ist zwar weit weg, aber von da kriegt Esticha Schutz, Geld und neuerdings auch Metall. Von der Regentin mal ganz abgesehen. Und die ist wiederrum sehr auf den richtigen Glauben bedacht. Von daher ist alles im Gleichgewicht.
Konflikte mit dem Neuen Kult kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Immerhin ist es die vorovisianische Religion und hat in EST auch den selben Stellenwert wie Vorovis.

In Gilgat wird der Neue Kult geduldet und im restlichen Yedea der Diplomatie wegen nicht angefeindet. Und ein Händler, der nur seine Ware loswerden will kriegt in EST auch keine Probleme mit den Priestern. Es sei denn, er macht Stunk. DANN sollte es schon Eingriffe geben. So einen Fall gabs sogar schon mal im Chat.

Irgendwie heisst es hier immer Spieler. Aber eigentlich sind Npc's gemeint. Spielerchars sind ja dafür bekannt, dass sie Stunk machen, und das ist auch gut so. Aber die Npc's, finde ich, sollten schon auf dem durchschnittlichen Niveau gehalten werden.


Mal etwas vom Thema abgekommen:
Warum spielen hier die meisten Priester mit Samthandschuhen? Vielleicht ist ja genau das das Problem. Wenn der Char, der vor ner Weile mal einem Priester in den Bauch getreten hatte, jetzt am Galgen baumeln würde, hätte der Orden wieder etwas mehr Respekt, und keiner würde es nochmal versuchen. Es hat aber keiner darauf reagiert und man könnte wirklich meinen, das wäre in Ordnung.

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Re: Religiösität

Ona @, Tuesday, 22. January 2002, 14:36 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Religiösität von Mel am 22. Januar 2002 09:21:47:

<i>Durch die engen Beziehungen zu freieren Städten, hätten damit auch die Priester von Estichà das Problem, gegen Andersgläubige nicht übermäßig hart vorgehen zu dürfen. Ein Händler aus Gilgat, der dem Yedeismus anhängt, müsste in Estichà, würden die Priester ihrer Aufgabe nachkommen, sofort verhaftet werden. Natürlich könnte man einwenden, dass dieser Händler seine Glaubensrichtung nicht öffentlich bekannt gibt, aber damit würde er wohl seinen Glauben verraten und sich selbst, wenn er das nicht tun will, würde er Estichà in Zukunft wohl meiden. </i>

Hey, das ist genau der Grund, warum ich nicht nach Estichà reise!

<b>Ich hoffe es ist etwas klarer geworden, warum ich diesen extremen Glauben für unglaubwürdig halte. Im Mittelalter hat das nur funktioniert, weil die Leute konsequent waren. In Länder von Ungläubigen wurden solange Kreuzzüge gemacht, bis die Leute bekehrt waren, in den Dörfern wurden Überprüfungen des Glaubens an jedem Bürger durchgeführt, es gab strengste Kontrollen und höchste Brutalität in dieser Sache und dennoch gab es ganze Gruppierungen von Ketzern, denen kaum beizukommen war. </b>

Im Mittelalter gab es die Juden, die laut Glaubensdoktrin (trotz aller Hetze, Unterdrückung und Pogrome) geduldet werden mußten und über die die legalen Handelsbeziehungen zu Leuten liefen, mit denen man eigentlich keinen Kontakt haben durfte.
Ich weiß nicht, ob es in CHR so eine Gruppe gibt (oder geben sollte). Die Unuim?

Was ich komisch finde, ist, daß der ganze Dogmatismus nicht zu dem Konzept paßt, daß mehrere verschiedene Religionen nebeneinander her existieren: Der Kristallglaube, der Alte/Neue Kult /Yedeismus und das, woran die Unuim glauben, wenn sie überhaupt an etwas anderes glauben als an Kohle und Saniskas.

Solche Multikulti-Vielgottheitsreligionsgesellschaften sind normalerweise viel toleranter als ein strammer Monotheismus. Ich kann mir das nur so erklären, daß hinter der ganzen Rechtgläubigkeit der politische Wille der Allianz steckt. Etwa so, wie das Verhältnis zwischen den KP-Parteizentralen der Ostblockländer und der KPDSU war: Wehe, die Priester der rechten (linken) Linie waren nicht mindestens ebenso rechtgläubig wie die in der Zentrale, und wenn der Dogmatismus nicht konsequent durchgezogen wurde.


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Re: Religiösität

Willi @, Tuesday, 22. January 2002, 21:34 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Religiösität von Mel am 22. Januar 2002 09:21:47:

Also dass niemand nicht einmal auf die Idee kommt, dass es da vielleicht auch noch was anderes geben könnte, woran man glaubt, ist natürlich nicht richtig. Da wird schon mal ab und zu jemand einen Gedanken daran verschwenden. Dumm nur, wer ihn öffentlich ausspricht...

Priester sind politische Menschen. In der Allianz herrschen sie mit und nirgendwo sind sie frei von politischem Kalkül - im Gegenteil.
Es wurde oft gefragt, warum die Allianz nicht einfach Vorovis platt macht. Per Landtruppen könnte ihr das in einer Art Kreuzzug mit ein wenig Anlauf gelingen. Aber in der Tat wollen das die Priester nicht einmal: denn wenn es keinen dunklen Unglauben mehr in der Welt gibt, wer braucht dann noch die Priester? Nein, die Priesterkaste braucht einen Feind und da kommt ihnen eine dunkle, kleine, gehässige Stadt am A**** der Welt gerade recht.
Man erhält seine Feinde aufrecht, damit man nicht überflüssig wird.
Auch die Priester wollen natürlich ihren politischen und gesellschaftlichen Einfluß mehren und erhalten. Und wenn sie dafür Prinzipien ein wenig beugen müssen... der Gilgater Händler wird beknurrt, aber nicht am Marktplatz in kleine Stückchen gehackt, weil dann die Bevölkerung mehr murren würde und möglicherweise (gerade in Estichà) ein wirtschaftlicher Niedergang zu erwarten wäre, was wiederum die politische Lage destabilisieren könnte.

Dann ist die Lage mit den Kulten ja nun auch nicht ganz einfach: Mehdora, Jhoulana und Hostinos sind im Alten und Neuen Kult dabei und der Yedeismus hat auch Hostinos an seiner Spitze, ist also auch nicht ganz fremd. Der Kristallglaube ist da ganz anders, und der wird auch wirklich (in der Theorie) gnadenlos verfolgt.

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Re: Religiösität

René (Portrak) @, Friday, 25. January 2002, 14:25 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Religiösität von Mel am 22. Januar 2002 09:21:47:

Deine Argumente sind logisch. Theoretisch könnte ja auch jeder machen, was er wollte, vereinzelte Ketzer, humanitäre Freiheitskämpfer, Sklavereigegner, Demokraten, Republikaner, alle würden das Spiel würzen. Läßt man aber jeden gewähren, dann gibt es vielleicht Hunderte, die den Glauben anzweifeln. Was ein Einzelner beansprucht, will der nächste auch haben.
Das Spiel wäre überwürzt.

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Re: Religionsfragen

Knut(WARC) @, Monday, 21. January 2002, 22:33 @ Mel


Als Antwort auf: Religionsfragen von Mel am 21. Januar 2002 13:13:33:

3. Die Priester tun absolut nichts dafür, die Bevölkerung den wahren Glauben >zu lehren. Damit die Menschen bei der Stange bleiben, bedarf es predigten, >Gleichnissen für die Erstaunlichkeit der Götter e.t.c. Davon merkt man nicht >viel, weil in Chrestonim die Menschen zu glauben haben, wieso sollten sich die >Priester noch groß anstrengen auch ihren Teil dazu beizutragen?

Das ist wohl auch der grund warum die Priester so 'schwach rüberkommen'. Die sollten ruhig mal einen öffentlich auspeitschlassen oder so, muss ja nicht immer gleich tot, oder brandmal sein. Auch so eine Predig stelle ich mir interesant vor...hab weder in RL noch in CHR sowas je mitgemacht. Auch das könnte dazu beitragen, das die Religion etwas ernster genommen wird.

Bis auf die Hintergrundtexte zu der Religion und ein paar Schöne Seiten gibt es wenig davon, die Priester könnten mal aktiver werden :) es gibt doch neuerdings soviele. :)

grüsse knut

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