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Volksunruhen

Rene (Akeus) @, Sunday, 16. September 2001, 17:29


NAchdem Willi das Volk Estichas die neue Regierung hochleben ließ, möchte ich doch mal einen Gedanken äußern. Die Euphorie zu Beginn des neuen Reiches von Volksseiten ist ja durchaus Berechtigt. Doch kann sie kaum lange anhalten. Esticha will eine Armee aufbauen. Das kostet Massen Dublonen an Logistik, Verwaltung, Sold, Ingenieurswesen, Kriegsgerät, Reitechsen, Waffen und Waffenschmiede, Rüstungsschmiede, Schneider, Kassernen usw. Und das zur See und zu Wasser. Hinzu kommen die Kosten der Verwaltung und Eroberungen der neuen Provinzgebiete. Man muß sie ja erst einmal Krallen, bevor sie einen Schenkel an Steuern abgeben. Die Dörfer im Umland (so mickrig, daß sie nicht mal auf der Karte verzeichnet sind.) sind ja auch nicht so bedeutend, als daß sie irgendwelche Ausgaben wieder hereinbrächten. Vor allem aber brauchen Armee und verstärkte Stadtwache Futter für Soldaten und Armeetiere. Die vielen neuen Soldaten, die vorher als Tagelöhner oder was auch immer ihre Produktionskraft in den Wirtschaftskreislauf eingeführt haben, müssen nun mit Sold, Nahrung, Waffen und Kleidung versorgt werden, ohne dafür etwas Gleichwertiges in den Warenkreislauf zurückzubringen.

Setzt man vorraus, daß die Staatskasse bisher keine unangetasteten Millionenschätze in ihren Truhen bewahrt hat, so müssen diese Unkosten auf das Volk abgewälst werden. Für die untersten Schichten heißt das Hunger. Ich habe zwar keinen Einblick, wohin die 1Millionen Dublonen für das Militär vorher hingeflossen sind, aber ein gewaltiges Kriegsheer aus dem Boden zu stampfen, ohne das Volk zum Engerschnallen des Gürtels zu zwingen wäre einfach nur schräg. Selbst der neue Militäretat fehlt ja nun irgendwo anders und das bekommt auch wiederum das Volk zu spüren. Der Bauer, der sein Korn bisher verkauft hat, um sich und seine Famile gerade so über die Runden zu bringen, muß jetzt noch Korn für die Armee abzwacken. Gut möglich, daß der Staat es erstmal sogar bezahlt. Aber durch erhöhte Steuern muß dieser das ganze ja wieder hereinbekommen. Und erhöhte Steuern sind für den armen Bauern dasselbe wie konfisziertes Getreide. Aber auch die reicheren Einwohner haben sicher nichts freiwillig zu verschenken.

Worauf ich also hinweisen will, ist der Zeitpunkt, andem das Volk Quängelt. Nicht heute und nicht morgen, aber irgendwann muß er mit Sicherheit kommen. Ich hoffe den stellt Willi dann genauso demonstrativ aufs Forum wie den derzeitigen Jubel.

Bye René

PS: Das ist in keiner Weise eine Kritik an der neuen Regierung. Im Gegenteil, die Ereignisse finde ich eher bewundernswert.

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