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Ona, Wednesday, 04. November 2026, 03:53 @ Simone/Larianada


Als Antwort auf: Opfern in Chrestonim von Simone/Larianada am 07. August 2001 23:20:37:

Also wenn ich einen Blick in die Religionsgeschichte tue, dann diente das Opfer in erster Linie dazu, den Bruch zwischen kreatürlicher Unreinheit und göttlicher Heiligkeit zu überbrücken. Einen direkten Automatismus: 'Charakter opfert - schon steigen die Einnahmen' lehne ich ab. Damit kehrt die berechenbare Magiefunktion durch die Hintertür nach Chrestonim zurück. Ein Opfer führt jedoch beim Opfernden zu einem massiven Abbau von Schuldgefühlen und zu steigendem Selbstbewußtsein - was indirekt dann schon erfolgsverstärkend wirken kann (und sollte).

Viel wichtiger erschent mir ein Blick in die Historie: Opfer sind Loyalitätsbeweise gegenüber der religiösen und damit (meistens) der staatlichen Führung. Einem frommen Menschen stellt man schneller einen Bürgerbrief aus; man behandelt seine öffentlichen Anliegen zuvorkommender als die von einem, der sich in den Tempeln nicht blicken lässt, und man läßt ihm vielleicht sogar eine kleine Untat durchgehen. Und natürlich zählen die Opfer mehr, die bei Delvan verfeuert werden, als die Jhoulanaopfer. 8-P

Und noch was von wegen Historie: Jetzt grad müssten in Esticha die Opferaltäre wie blöde aufrauchen...

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