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Yinua (Claudia) @, Thursday, 27. July 2006, 13:46 @ Bernd/Beor


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Bernd/Beor am 26. Juli 2006 19:01:20:

Soldaten töten, richtig. Dafür werden sie ausgebildet. Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente. Das gilt auch für Soldaten im Rollenspiel.
Soldaten Mörder zu nennen zeugt von Unkenntnis und Naivität. Im übrigen ist das auch Verleumdung, Hetzerei und kann strafrechtlich verfolgt werden. Nur mal so am Rande.

Das du das schreibst... das zeugt von Unkenntnis und Naivität. Weder hast du dich mit dem Tucholsky-Ausspruch beschäftigt, noch mit seinem Hintergrund, noch mit der aktuellen Rechtsprechung dazu. "Hetzerei" und Verleumdung ist es ganz bestimmt nicht, wenn man von seinem Meinungsrecht gebrauch macht. Und strafrechtlich verfolgt kann man aufgrund dieser - pauschalen - Äußerung auch nicht.
"Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente." Aha... tolle Aussage. Schutz unserer Grenzen? Welche Grenzen? Die, die in den nationalistisch denkenden Köpfen noch existieren? Also ich fahr mit dem Auto von hier bis an die Algarve und treffe keinen einzigen Grenzbeamten... die sind jetzt für die Aufklärung von Schwarzarbeit zuständig. Und wenn du "teilweise" auch "andere subversive Elemente" schützen willst, frage ich mich in welcher Botschaft mit Bundeswehr-Wachschutz die sich verstecken.
Vielmehr sollte man sich - angesichts der bundesdeutschen Politik der letzten Jahrzehnte - in der Tat fragen, ob Soldaten, die ja scheinbar noch als notwendig erachtet werden (zum Sandsäcke schleppen und zum Verteidigen der Bundesrepublik am Hindukusch) nicht wirklich zu Mördern gemacht werden. Denn einen Mord begeht nur derjenige, der (...) aus niederen Beweggründen, (...) oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen, einen Menschen tötet.
Wenn ich also stumpf einem Befehl folge, der mir von jemandem gegeben wird, der us-amerikanische Verbrechen legitimieren will, und mit Waffengewalt jemanden töte und ich dagegen keinen Protest einlege und die Ausführung des Befehls verweigere... dann sollte überdacht werden, ob man aus der Geschichte gelernt hat.
"Zackige" Jrüße, Herr Obaast!
B.

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