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Über das Töten (im Rollenspiel)

Can Tho @, Wednesday, 26. July 2006, 10:46

Ich hab das hier auf dem Ryzom-Forum entdeckt. Es ist wohl von einem der Macher von White Wolf geschrieben, und ich denke, das es auch zu uns hier paßt in gewisser Weise... Zumindest ich kann es unterschreiben. Can Tho ist auch ein Mörder - ein Soldat. Er hat in einem langen Leben schon viel zu viele Leute umgebracht, aber als Soldat hat man zu seinen Opfern eine gewisse Distanz, es ist leichter, es als "notwendig" zu sehen, als "nur ein Feind". Aber das Töten seines Zwillings hat ihn sehr verändert. Das kam tatsächlich ganz von allein... Obwohl ich schon seit Jahren darauf hinarbeite und es mir klar war, daß es passieren würde (ja, ich weiß, Drehbuch), und selbst, obwohl wir das Duell selbst schon über ein Jahr ausgespielt hatten und der Text stand (!), war es ein ungeheurer Einschnitt für den Charakter, als es tatsächlich passiert war. Er hat sich verändert... komplett und total.
Vielleicht geht es Euch auch so - zumindest wäre es gut, wenn euch das folgende nachdenklich macht.

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Die größte Verantwortung

(Von Matthew McFarland)


Es ist harte Wirklichkeit, sowohl im echten Leben als auch in Spielen. Es ist auf die eine oder andere Weise wahrscheinlich ein prägender Moment im Leben von Jedem, Spieler oder Charakter. Ich rede über den Tod.

Viele Spielgruppen, und tatsächlich auch viele Spiele, haben eine recht freie Einstellung gegenüber dem Tod. Im Besonderen gehen sie sehr gedankenlos mit dem Töten um. Man kann Orks töten, weil sie rechtschaffen böse sind, kein Problem oder? Man kann haufenweise Fomori in Werwolf töten, aber sie kommen irgendwie vom Wyrm. Man kann normale Menschen in Vampire töten, aber hey »eine Bestie bin ich, um keine Bestie zu werden«, oder?

Ja ... natürlich.

Ich würde nicht darauf zählen, dass irgendjemand, der dieses Essay liest, weiß, wie es sich eigentlich anfühlt, ein menschliches Leben zu beenden (Und wenn Sie es wissen, möchte ich ehrlich nichts davon wissen). Aber ich würde Geld darauf wetten, dass die Meisten von Ihnen Charaktere gespielt haben, die getötet haben. Und in diesem Essay werden wir über genau das sprechen. Wir werden darüber reden wie Sie, als Geschichtenerzähler, die Bedeutung dieses Ereignisses hervorheben können. Und wir werden definitiv über die Auswirkungen dieses Aktes reden.

Worüber wir nicht reden werden sind Spiele, die den Tod leicht nehmen, wie etwa Paranoia und andere Spiele des schwarzen Humors. Ich möchte nicht sagen, dass sich solche Dinge nicht auszahlen — Hölle, aller Humor basiert auf Schmerzen — aber das ist hier nicht der Fokus. Wenden Sie die hierin enthaltenen Vorschläge also nur auf Ihre Chroniken an, wenn sie thematisch angebracht sind, okay?

Auswirkungen


So, wo fangen wir an. Lassen Sie uns zuerst über die Folgen des Tötens in der modernen Welt reden.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Menschen »festverdrahtet« sind, einander nicht zu töten? Es fügt sich dass, wenn Menschen töten, sie sich oft in tiefer Depression oder tot durch Selbstmord wiederfinden. Wenn man nicht gerade seelisch krank ist, ist das Töten einer anderen Person eine schreckliche Sache, mit der man täglich konfrontiert wird (und selbst wenn man seelisch krank ist, ist es oft nicht angenehm). Ich hatte einmal die Einstellung »nun, Menschen sind bloß Tiere, also ist es nicht sonderlich spektakulär, wenn einer stirbt«. Und dann hatte ich vor einigen Jahren ein Erlebnis, das mich wachgerüttelt hat.

Meine Frau hatte einen Freund, den sie eine Weile nicht gesehen hatte und den ich nie getroffen hatte. Besagter Freund tauchte auf und wir saßen alle um den Wohnzimmertisch und redeten. Ich mochte ihn von Anfang an nicht — schlechte Schwingungen, denke ich. Wie auch immer, eines der Dinge, über die wir geredet haben, war, dass er vermutlich vor einigen Jahren angegriffen wurde, und dass er und einige Freunde den Verantwortlichen getötet und in einen Fluss in ihrer Stadt geworfen haben.

Ich habe zuerst gar nichts gefühlt. Aber später nagte die Unterhaltung immer noch an mir (und tut es noch heute, um ehrlich zu sein). Ich hatte noch nie darüber nachgedacht, wie inhärent falsch töten war — oder wurde gar damit konfrontiert. Ich hatte jede Menge heiße Luft darüber abgelassen, dass wenn jemand meine Frau angriffe oder in mein Haus einbräche, ich ihn töten würde, aber ich hatte nie darüber nachgedacht, was das wirklich bedeutete. Und als ich das tat, machten mich die Folgen ziemlich krank. Das bedeutet nicht, dass ich mich oder meine Frau nicht verteidigen würde, wenn ich müsste. Es bedeutet nur, dass ich hoffe, niemals eine solche Art von Entscheidung treffen zu müssen.

Da ist also die psychologische Folge des Tötens, die nicht geringfügig ist. Und dann gibt es da die Legalität. In manchen Ländern kann man für Mord innerhalb einer Woche hingerichtet werden. In manchen Ländern ist es bis zu einem gewissen Grad legal. In den Staaten kann man hingerichtet werden, aber dies erfordert einige Jahre des juristischen Eierlaufens, an dessen Ende der Delinquent in der Regel froh ist zu sterben.

Was bedeutet dies für einen Geschichtenerzähler? Es bedeutet, dass Sie es sich zweimal überlegen müssen, ob Sie »Attentäter«- oder »Serienmörder«- Charaktere erlauben. Töten hat Konsequenzen, rechtliche, spirituelle und psychologische. Wenn Sie irgendeine Art von spirituellem Aspekt in das Spiel einbauen möchten, ist das Ihre Sache (und eine Funktion des betreffenden Spiels natürlich). Die rechtlichen Konsequenzen hängen davon ab, wie gut der Charakter seine Spuren verwischt und wie das Rechtssystem aussieht. Und der psychologische Standpunkt hängt natürlich vom betreffenden Charakter ab. Aber ich würde Albträume empfehlen, besonders wenn der Charakter keinen Hintergrund hat, der Gewalt beinhaltet. Ich würde vorschlagen, dass die Medien den Charakter verfolgen, wenn er geschnappt und freigelassen wird, oder subtile, andauernde Hinweise darauf, dass Leute über den Mord bescheid wissen und den Charakter auffliegen lassen (diese Hinweise könnten nicht stimmen, aber sie werden die Paranoia verstärken, die der Charakter fühlt). Wenn es ein System für die Moralität des Charakters gibt (wie die Menschlichkeit in Vampire), reizen Sie es zum Vollsten aus, anstatt es als ein Regelmechanismus abzutun. Rollen-Spielen Sie das Letzte aus diesem System heraus.

OK, Matt, fragen Sie, aber wie stelle ich das dar? Ich meine, ich habe nie jemanden getötet und alles was ich weiß ist, was ich in Filmen sehe. Worauf ich antworte, »Lesen Sie ein Buch«. Nein, ernsthaft, worauf ich antworte, »Improvisieren Sie!«. Versuchen Sie sich vorzustellen, wie der Charakter (nicht der Spieler) sich fühlen würde, wenn er jemanden töten würde. Berücksichtigen Sie seine Geschichte, die Kultur, in der er lebt, die Umstände des Mordes, wie er es rationalisieren könnte, welchen Einfluss es auf sein tägliches Leben hat, und alles andere, von dem Sie denken, dass es wichtig ist. Übernehmen sie die Details der Tötung in die Angewohnheiten des Charakters — wenn er mit einer Schere auf seine Liebhaberin einsticht und sie dabei versehentlich tötet, können Sie wetten, dass er Scheren nie wieder mit denselben Augen sehen wird.

Der Rest der Spielgruppe ist bei dieser Sache ebenfalls nicht außen vor. Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie mit einem Mörder herumhängen würden? Wichtiger, wie würde sich Ihr Charakter fühlen? Würde er sich deswegen arrogant aufführen? Würde er ebenfalls die Schuld fühlen? Würde er darüber nachdenken, den Mörder auszuliefern? Würde er anfangen, den Mörder mit Samthandschuhen anzufassen, um dessen fragile Psyche nicht zu beschädigen (oder ihn zu reizen)?

Nachdem ein Charakter jemanden getötet hat, sollte sich alles verändern. Es sollte jeden Aspekt seines Lebens einfärben. Ein Beispiel:

Ein Spieler in einer Magus-Chronik, die ich zur Zeit leite, schoss auf den Benzintank eines Autos. Der Wagen explodierte (dies kann im echten Leben passieren, es ist nur nicht so einfach, wie es in den Filmen dargestellt wird). Vier Personen starben, alle NSCs, alle von ihnen Leute, welche die Charaktere bekämpft hatten. Einer von ihnen hatte eben einen der Spielercharaktere mit einem Wagenheber bewusstlos geschlagen. Ein weiterer dieser Antagonisten hatte auf einen der Charaktere geschossen und, obwohl dieser nicht tot war, war er kurz davor.

Welchen Unterschied hat all das rückblickend für den Charakter gemacht, der das Auto in die Luft gejagt hat? Überhaupt keinen. Er war trotzdem wegen der Sache von Schuld zerfressen. Ihr Beruf und die Umstände erlaubten es ihm, einer Verhaftung zu entgehen, aber sie verlor ihren Job und alles, wofür sie gearbeitet hatte. Der Charakter begegnete den Geistern der Männer, die er getötet hatte und versprach, Buße zu tun. Dieser Charakter war nie wieder derselbe — und so sollte es sein, nachdem ein Charakter getötet hat.

Die rechtlichen Folgen des Tötens können die Hölle sein, und können in der Tat die Chronik für einen Charakter beenden (Leben im Gefängnis ist genau das). Aber das sollte der einfache Teil sein. Das Leben des Charakters ist jetzt in zwei Teile gespalten: vor dem Mord, und danach. Alles nach der Tat, jeder Gedanke und jeder Atemzug, den der Charakter tut, sollte durch diesen Akt verdorben sein. Es spielt keine Rolle, ob es gerechtfertigt war. Es spielt keine Rolle, ob Sie einen Monat Downtime zwischen dieser Geschichte und der nächsten haben. Es ist noch immer da — diese Person ist noch immer tot.

Charaktere, die töten.


Wir haben sie alle gespielt. Der Krieger, der Assassine, der Vampirahn, der Berserkerwerwolf, und so weiter. Jene Charaktere, die als Teil ihres Konzeptes töteten. Die Charaktere, die »eiskalte Killer« sind. Und daran ist nichts falsch. Gewalt ist ein fester Bestandteil der meisten Rollenspiele. Nennen Sie es, wie Sie wollen; eine Möglichkeit, Dämonen auszutreiben, unterschwellige Aggression zu zähmen, oder was auch immer. Die Sache ist die, dass Rollenspiele sich aus Kriegsspielen entwickelt haben, und das bedeutet, dass Kampf, und daher Tod, meistens ein Teil des Hobbys ist.

Aber! Ich kann es schon hören. Aber Matt, du arbeitest für White Wolf! Das ist das Spielsystem, wo man tragisch hippe Monster spielt, die die ganze Zeit über Leute töten! Nicht, wenn ich dabei bin. Die Spiele von White Wolf sind angeblich »Spiele für Erwachsene«. Und ich habe Neuigkeiten für Sie (und die Erwachsenen in der Leserschaft können das bestätigen): Die Verantwortung für seine Handlungen zu übernehmen ist erwachsen. Zu versuchen, sich herauszuwieseln, ist es nicht. Wenn sie gespielt werden, wie sie gedacht waren, unterstützen Spiele von White Wolf diese Art von Beachtung der Rahmenumstände. Ehrlich gesagt denke ich, dass die meisten Spiele davon profitieren können.

Was also, im Lichte all dieses unangenehmen Geredes über Verantwortung und Töten, das alles verändert, wenn Sie einen Charakter spielen wollen, der kein besonderes Problem mit dem Töten hat? Was, so könnten Sie fragen, würde ich einem Spieler sagen, der mir ein solches Konzept vorlegt?

Ich würde Folgendes sagen:

Wie viele? Ist der Charakter ein Massenmörder, ein angeheuerter Killer oder tötet er aus Nervenkitzel? Vielleicht ein Gangster oder Söldner? Ein Soldat, ein Polizist? Wie viele Leute hat er getötet? Angeblich nimmt der Schock mit jedem Tod ab, aber das bedeutet nicht, dass es keinen Schock gibt. Wenn der Spieler jemanden darstellen will, der aus Spaß oder für Geld tötet und die Ernsthaftigkeit des Aktes nicht zu schätzen zu wissen scheint, haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können gegen das Konzept Veto einlegen (und das wahrscheinlich überdenken, wenn Sie wollen, dass der Spieler in der Gruppe bleibt) oder es erlauben und die volle rechtliche Macht des Settings zum Tragen bringen.

Das erste Mal. Wir erinnern uns alle an das erste Mal. Wer war das erste Opfer des Charakters? Wie waren die Umstände? Holen Sie sich vom Spieler alle Details, die Sie können. Dann benutzen Sie diese in Flashbacks.

Warum? Ist es ein integraler Bestandteil des Charakters, ein Mörder zu sein? Warum? Erinnern Sie den Spieler daran, dass dies nicht DOOM ist, man bekommt keine Punkte dafür, wie viele Gegner man tötet, also liegt auch kein Sinn darin, mit einem Vorsprung zu starten. Wenn der Killer-Aspekt für das Konzept notwendig ist, aus gutem Grund, dann können Sie es wahrscheinlich erlauben.

(...)


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Re: Über das Töten (im Rollenspiel)

Yero @, Wednesday, 26. July 2006, 12:55 @ Can Tho


Als Antwort auf: Über das Töten (im Rollenspiel) von Can Tho am 26. Juli 2006 10:46:17:


Ok ich habs mir soweit vorhanden durchgelesen und hab da mal ne frage. Ist dem schreiber eigentlich klatr das es im RPG grade in Vampire bzw der WoD durch aus nicht Menschen giebt??
Das was der Schreiber da von sich giebt ist durchaus auf Menschen zu treffen, die in einer unser Weld ähnlichen Weld exestiren.
Aber in der WoD sind es eben keine menschen die man Spielt. auch in einem Fantasy setting dürfte sich eine Person anders verhalten als im modernen Europa.

Ein Beispiel
Ein aztekischer Prister volzieht eine Blutopfer um die götter gnädig zu stimmen für den normalen aztteken von der strase ist es eine hohe ehre das opfer sein zudürfen.Aus der sicht eines west Europers der moderne ist es ein Ackt der Baberrei.

Es kommt also darauf an in was führ einer gesellschaft man sich befindet und welche regeln,werte und ansichten in ihr vertreten und gelebt werden. Nicht zu läzt das moralische Empfinden ist sehr wichtig. Eine Gesellschaft Prägt die sichtweise der in ihr exestirenden Individumen, in der einen oder anderen weise.
Ein Dipl. Pychologe kann das bestimmt besser erleutern als ich. Aber denn noch
erscheint es mir wichtig noch einmal Stellung dazu zunehmen.
Auser dem möchte ich hier auch noch D&D erwähnen oder AD&D wo es in der tat exp für erschlagende Gegner giebt. Oder shadowrun wo der Mensch nur noch eine wahre ist und ein Mord unter umständen nur als Sachbeschäduigung durch geht. Wohl bemerkt es sind fiktive Welten und fiktive Personen mit einem fiktivem Charakter der fiktive Handlungen in seiner weld unter nimmt. Mit einem wort Abstrackt also.

Und nur mal so an gemärgt wenn das Stimmt was er da andeutet sollte er das mälden.


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Soldaten sind keine Mörder!(N/T)

Adrian @, Wednesday, 26. July 2006, 13:11 @ Can Tho


Als Antwort auf: Über das Töten (im Rollenspiel) von Can Tho am 26. Juli 2006 10:46:17:


NT


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Can Tho, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Adrian


Als Antwort auf: Soldaten sind keine Mörder!(N/T) von Adrian am 26. Juli 2006 13:11:31:


hoffentlich nicht, wenn man Glück hat. In der Fantasy jedoch (meistens) schon. Dafür sind sie da. Es gibt in der Fantasy kein Präventivheer. Wer den Beruf des Soldaten ergreift, wird in den allermeisten Fällen irgendwann töten müssen.


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Adrian, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Can Tho


Als Antwort auf: Im realen Leben... von Can Tho am 26. Juli 2006 13:17:53:


Soldaten töten, richtig. Dafür werden sie ausgebildet. Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente. Das gilt auch für Soldaten im Rollenspiel.

Soldaten Mörder zu nennen zeugt von Unkenntnis und Naivität. Im übrigen ist das auch Verleumdung, Hetzerei und kann strafrechtlich verfolgt werden. Nur mal so am Rande.

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Adrian, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Adrian am 26. Juli 2006 14:40:49:


NT


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Can Tho, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Adrian am 26. Juli 2006 14:40:49:

Soldaten Mörder zu nennen zeugt von Unkenntnis und Naivität. Im übrigen ist das auch Verleumdung, Hetzerei und kann strafrechtlich verfolgt werden. Nur mal so am Rande.

Richtig - aber das habe ich nicht, wie du leicht nachlesen kannst. Ich sagte "Can Tho ist ein Mörder - ein Soldat". Das ist ein kleiner, feiner Unterschied. Es bedingt, daß er - vermutlich, aber nicht unbedingt - als Soldat töten mußte. Soll oder kann aber so gelesen werden, daß er vielleicht am Töten Freude hatte - oder es ohne nachzudenken tat, warum auch immer, was ebenso verwerflich ist. Oder bewußt, langsam und gezielt, was noch schlimmer wäre. Vielleicht hat er auch gefoltert - er war schon vieles, auch Inquisitor, wenn auch nur kurz. Wie auch immer. Can Tho ist ein Mörder - DAS steht da. Nicht "Soldaten sind Mörder". Hm?

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Adrian, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Can Tho


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Can Tho am 26. Juli 2006 14:54:16:


Wortklaubereien sind unnötig. Ich hab geschrieben, was dazu zu schreiben war.


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Re: Im realen Leben...

Bernd/Beor @, Wednesday, 26. July 2006, 19:01 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Adrian am 26. Juli 2006 14:40:49:

Soldaten töten, richtig. Dafür werden sie ausgebildet. Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente. Das gilt auch für Soldaten im Rollenspiel.
Soldaten Mörder zu nennen zeugt von Unkenntnis und Naivität. Im übrigen ist das auch Verleumdung, Hetzerei und kann strafrechtlich verfolgt werden. Nur mal so am Rande.

Das du das schreibst... das zeugt von Unkenntnis und Naivität. Weder hast du dich mit dem Tucholsky-Ausspruch beschäftigt, noch mit seinem Hintergrund, noch mit der aktuellen Rechtsprechung dazu. "Hetzerei" und Verleumdung ist es ganz bestimmt nicht, wenn man von seinem Meinungsrecht gebrauch macht. Und strafrechtlich verfolgt kann man aufgrund dieser - pauschalen - Äußerung auch nicht.

"Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente." Aha... tolle Aussage. Schutz unserer Grenzen? Welche Grenzen? Die, die in den nationalistisch denkenden Köpfen noch existieren? Also ich fahr mit dem Auto von hier bis an die Algarve und treffe keinen einzigen Grenzbeamten... die sind jetzt für die Aufklärung von Schwarzarbeit zuständig. Und wenn du "teilweise" auch "andere subversive Elemente" schützen willst, frage ich mich in welcher Botschaft mit Bundeswehr-Wachschutz die sich verstecken.

Vielmehr sollte man sich - angesichts der bundesdeutschen Politik der letzten Jahrzehnte - in der Tat fragen, ob Soldaten, die ja scheinbar noch als notwendig erachtet werden (zum Sandsäcke schleppen und zum Verteidigen der Bundesrepublik am Hindukusch) nicht wirklich zu Mördern gemacht werden. Denn einen Mord begeht nur derjenige, der (...) aus niederen Beweggründen, (...) oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen, einen Menschen tötet.

Wenn ich also stumpf einem Befehl folge, der mir von jemandem gegeben wird, der us-amerikanische Verbrechen legitimieren will, und mit Waffengewalt jemanden töte und ich dagegen keinen Protest einlege und die Ausführung des Befehls verweigere... dann sollte überdacht werden, ob man aus der Geschichte gelernt hat.

"Zackige" Jrüße, Herr Obaast!

B.

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Adrian, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Bernd/Beor


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Bernd/Beor am 26. Juli 2006 19:01:20:


Du liegst in diesem Punkt falsch.

Tucholskys Ausspruch "Soldaten sind Mörder" ist nicht gleichzusetzen mit der Äusserung der Meingung, das Soldaten Mörder seien.
Wird das Zitat genutzt und sich darauf berufen bzw es als Zitat gekennzeichnet, ist das als Zitat unangreifbar. Kommt mir aber einer daher, so wie CanTho in diesem Beispiel und bezeichnet offen einen Soldaten als Mörder, ist das Rudmord und Verleumdung ist pendelt nicht in den Grenzen der Meinungsfreiheit.

Bevor man also anfängt, klug daher zu reden, sollte man sich genau mit einer Sache beschäftigen.


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Can Tho, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Adrian am 26. Juli 2006 19:15:20:

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Re: Im realen Leben...

Bernd/Beor @, Wednesday, 26. July 2006, 20:29 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Adrian am 26. Juli 2006 19:15:20:

Du liegst in diesem Punkt falsch.
Tucholskys Ausspruch "Soldaten sind Mörder" ist nicht gleichzusetzen mit der Äusserung der Meingung, das Soldaten Mörder seien.
Wird das Zitat genutzt und sich darauf berufen bzw es als Zitat gekennzeichnet, ist das als Zitat unangreifbar. Kommt mir aber einer daher, so wie CanTho in diesem Beispiel und bezeichnet offen einen Soldaten als Mörder, ist das Rudmord und Verleumdung ist pendelt nicht in den Grenzen der Meinungsfreiheit.
Bevor man also anfängt, klug daher zu reden, sollte man sich genau mit einer Sache beschäftigen.


Ok... werd ich meinem Prof stecken, dass er sich bei dir darüber noch einmal informieren soll. Was so ein gestandender Strafrechtler ist, wird schon zu schätzen wissen, was du so von dir gibst.


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Adrian, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Bernd/Beor


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Bernd/Beor am 26. Juli 2006 20:29:29:


Wenn dein "Prof" aussagt, das es keine Verleumdung und damit nicht strafbar ist, eine ganze Berufsgruppe als Mörder zu bezeichnen, dann sollte er sich dringenst nochmal schlau machen.


  1242 Views

Can Tho, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Adrian am 26. Juli 2006 20:39:12:


Wen's interessiert - hier die konkrete Zusammenfassung.

"Soldaten sind Mörder" - Herkunft und Interpretationen sowie Urteile

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Schon komisch

Zhatuko @, Wednesday, 26. July 2006, 23:26 @ Can Tho


Als Antwort auf: Zum Nachlesen von Can Tho am 26. Juli 2006 20:51:02:


Der Thread mag ja ganz interessant sein, hat aber völlig den Bezug zur eigentlichen Aussage verloren...

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Re: Zum Nachlesen

Bernd/Beor @, Thursday, 27. July 2006, 11:23 @ Can Tho


Als Antwort auf: Zum Nachlesen von Can Tho am 26. Juli 2006 20:51:02:

Wen's interessiert - hier die konkrete Zusammenfassung.

Mensch, Can Tho! Du darfst Adrian doch nicht mit Fakten kommen!!! Das könnte doch an seinem Weltbild rütteln... und: Du hast dich doch schon strafbar gemacht, weil du eine "ganze Berufsgruppe" verleumdest! Ich würd vorschlagen,
du löscht deinen Beitrag und wir nicken nur ganz still zu dem, was er gesagt
hat... er wird ja schon wissen, was er sagt. Und wenn ER das sagt, dann muß
es ja richtig sein! Oder so... oder so ähnlich...


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Iodar, Friday, 30. October 2026, 03:21 @ Bernd/Beor


Als Antwort auf: Re: Zum Nachlesen von Bernd/Beor am 27. Juli 2006 11:23:04:


Mal so ganz nebenbei ist es auch ziemlich schwachsinnig unsere Soldaten zu beleidigen( und ich finde 'Mörder' könnte als Beleidigung gezählt werden), denn wenn Deutschland mal angegriffen wird, sind sie es, die unser Land verteidigen.


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Full support (nt)

Yinua (Claudia) @, Thursday, 27. July 2006, 13:46 @ Bernd/Beor


Als Antwort auf: Re: Im realen Leben... von Bernd/Beor am 26. Juli 2006 19:01:20:

Soldaten töten, richtig. Dafür werden sie ausgebildet. Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente. Das gilt auch für Soldaten im Rollenspiel.
Soldaten Mörder zu nennen zeugt von Unkenntnis und Naivität. Im übrigen ist das auch Verleumdung, Hetzerei und kann strafrechtlich verfolgt werden. Nur mal so am Rande.

Das du das schreibst... das zeugt von Unkenntnis und Naivität. Weder hast du dich mit dem Tucholsky-Ausspruch beschäftigt, noch mit seinem Hintergrund, noch mit der aktuellen Rechtsprechung dazu. "Hetzerei" und Verleumdung ist es ganz bestimmt nicht, wenn man von seinem Meinungsrecht gebrauch macht. Und strafrechtlich verfolgt kann man aufgrund dieser - pauschalen - Äußerung auch nicht.
"Zum Schutz der eigenen, nationalen Grenzen vor Fremden Aggressoren und teilweise auch zum Schutz anderer subversiver Elemente." Aha... tolle Aussage. Schutz unserer Grenzen? Welche Grenzen? Die, die in den nationalistisch denkenden Köpfen noch existieren? Also ich fahr mit dem Auto von hier bis an die Algarve und treffe keinen einzigen Grenzbeamten... die sind jetzt für die Aufklärung von Schwarzarbeit zuständig. Und wenn du "teilweise" auch "andere subversive Elemente" schützen willst, frage ich mich in welcher Botschaft mit Bundeswehr-Wachschutz die sich verstecken.
Vielmehr sollte man sich - angesichts der bundesdeutschen Politik der letzten Jahrzehnte - in der Tat fragen, ob Soldaten, die ja scheinbar noch als notwendig erachtet werden (zum Sandsäcke schleppen und zum Verteidigen der Bundesrepublik am Hindukusch) nicht wirklich zu Mördern gemacht werden. Denn einen Mord begeht nur derjenige, der (...) aus niederen Beweggründen, (...) oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen, einen Menschen tötet.
Wenn ich also stumpf einem Befehl folge, der mir von jemandem gegeben wird, der us-amerikanische Verbrechen legitimieren will, und mit Waffengewalt jemanden töte und ich dagegen keinen Protest einlege und die Ausführung des Befehls verweigere... dann sollte überdacht werden, ob man aus der Geschichte gelernt hat.
"Zackige" Jrüße, Herr Obaast!
B.

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Ich werds mir zu Herzen nehmen.

Zhatuko @, Wednesday, 26. July 2006, 14:09 @ Can Tho


Als Antwort auf: Über das Töten (im Rollenspiel) von Can Tho am 26. Juli 2006 10:46:17:


Jau, nachdem mein Chara jetzt auch einer von diesem Haufen ist, wird er wohl früher oder später selbst in diese Verlegenheit kommen. Und das habe ich mir schon vorher überlegt. Wird er dieses Töten dann einfach wegstecken können? Wohl eher nicht. Und gerade die Tatsache, dass er eigentlich dem 'gefühlskalten' Delvankult anhängt, wird da für emotionale und rationale Verwirrung sorgen, oder nicht?
Eine Gelegenheit für Rollenspiel. Schön.
Danke für den Beitrag, vielleicht überdenken dann doch mal einige Leute ihre Einstellung zum Töten, auch wenn es 'ja nicht echt ist'. Für den Charakter ist es echt. Todecht.
Oli


  1238 Views

Abgeschmackt

Thomas @, Wednesday, 26. July 2006, 22:38 @ Can Tho


Als Antwort auf: Über das Töten (im Rollenspiel) von Can Tho am 26. Juli 2006 10:46:17:


Also was mich wirklich nachdenklich macht, ist die Frage, wer sich solch abgeschmackten pseudo-intellektuellen Dünnpfiff reinzieht und komplett durchliest, ohne sich zu Fragen, wie man die Zeit besser hätte verwenden können. Mir zumindest ging es so. Und das war auch irgendwie das einzige was mich im ersten Moment nachdenklich stimmte. Dieses Geschwafel von innerlichen Konflikten ist unlustig und auch nicht wirklich hilfreich, wahrscheinlich können da auch nur Tischrollenspieler was für sich herausziehen, wahrscheinlich dann Vampire-Spieler, die sind ja mit dieser "Inneren-Konflikt", "Tragik", "Das Tier im Menschen"-Scheisse bewandert und fühlen sich wohl herumheulende und spackige Vampire zu spielen, die sich Tag um Tag betrauern, was für schreckliche Gestalten sie sind und was für schlimme Sachen sie tun.

Allein schon dass sich der Schreiber als Hobby-Psychologe versucht und einen auf Oberlehrer macht, macht mir das ganze schon unsympathisch.
Ganz zu schweigen davon, dass das Töten in unterschiedlichen Zeitepochen ja wohl auch von den Menschen unterschiedlich wahrgenommen wird. Chrestonim ist ganz einfach ein nittelalterlich angehauchtes Setting, in dem Krankheiten, Leiden und auch der Tod viel alltäglicher sind, als wir es in unseren Cumputersesseln gewohnt sind. Nicht jeder Bauer, der im Mittelalter als Knappe oder Fußsoldat mit in die Schlacht marschiert ist (gezwungen wurde) hatte danach sein Leben lang Alpträume und ist zu einem seelischen Krüppel geworden, wenn das jemand behauptet, dann melde ich hiermit mal starke Zweifel an. Wenn man mal bedenkt, dass Sklaverei und Unterdrückung in Chrestonim normal sind (und ich rede hier von ALLEN Städten), dann sollte man vielleicht doch noch mal überdenken, die heutigen Moralmaßstäbe in Chrestonim anwenden zu wollen. Denn das ist der wirkliche Schwachsinn.


dbf one sagt...

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