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Hrassiss, Thursday, 05. November 2026, 17:49

Ich wolle eigentlich nur mal wissen, ob es abgesehen von den Dingen im Almanach und Co. irgendwelche Sachen gibt, um sich über Religion in CHR schlauer zu machen. Die Dinge dort sind teilweise ja recht vage, ob nun bewusst so gelassen oder nicht. Gibt es da jemanden, der mehr Hintergrundwissen hat, vielleicht auch eine Art Gremium, oder gibs Texte, die noch nicht zum Download online gestellt sind?
Mir geht es speziell eben um Details. Wie lebt man in CHR religiös, wie denken Bewohner intern in ihrer polytheistischen Welt von den Göttern und ihren Möglichkeiten.
Also alles, um sich besser in so eine Person hineinzuversetzen, aus Sicht jemandes, der nur den modernen Atheismus einer nachmittelalter-christlich geprägten Welt kennt und rein zufällig, dank seines Studiums, tiefere Einblicke in die Antiken Vorstellungen von Polytheismus hat. Genau die sind es nämlich, welche mich sonst in meinem Spiel etwas inspierert und geleitet haben, aber da viele Mitspieler naturgemäß wohl kaum die Sichtweise von Althistorikern besitzen, kommt es auch schon mal zu beiderseitigem mißverständnis, da eben viele alles ganz anders auffassen.


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Adrian, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Fragen zur gelebten Religion von Hrassiss am 24. Mai 2006 22:56:52:


Spiel vor allem so wie du es für richtig hälst.

Im groben kann aber vielleicht helfen, das der yedeische Monotheismus starkl an das Judentum angelehnt wirkt und auch so gelebt wird.

Der Neue Kult dagegen hat immer die Wirkung wie die antike, griechische Götterwelt, zumindest für nicht. Daher habe ich gerne daher die Ideen und Eingebungen gesehen.

Der Alte Kult dagegen ist sehr viel strenger und ich könnte keine irdische Pendant-Religion nennen.


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Adrian, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Adrian am 24. Mai 2006 23:05:53:

Der Neue Kult dagegen hat immer die Wirkung wie die antike, griechische Götterwelt, zumindest für nicht. Daher habe ich gerne daher die Ideen und Eingebungen gesehen.

"zumindest für mich" soll das heissen...

und das war nur der heikelste Fehler.*seufzt*

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Hrassiss, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Adrian am 24. Mai 2006 23:05:53:

Der Neue Kult dagegen hat immer die Wirkung wie die antike, griechische Götterwelt, zumindest für nicht. Daher habe ich gerne daher die Ideen und Eingebungen gesehen.
Der Alte Kult dagegen ist sehr viel strenger und ich könnte keine irdische Pendant-Religion nennen.

Hm, dann kommt mir aber manches recht seltsam vor, wenn der Neue Kult den Glaubensvorstellungen der Antike entsprechen soll. Zum einen, da Priester eigentlich in der Antike keine Theologen wie wir es aus dem heutigen Christentum kennen, waren, welche über die "absolute Wahrheit" in Glaubensfragen sinieren und eine Art Wissenschaft aus Glauben machen. In der Antike waren Priester ganz normale Bürger, welche ein Amt bekleideteten. Sie nahmen eine öffentliche Aufgabe wahr und waren Staatsbedienstete. Ihre Aufgabe bestand nur darin, als eine Art Mittler zwischen der Götterwelt und der politischen Gemeinschaft (der griechischen Polis oder der Urbs Romana) zu dienen. Das taten sie indem, sie dafür Sorge trugen, dass Opferungen zur rechten Zeit und eben auf die überlieferte (und damit als richtig anerkannte) Art gemacht wurden. Sie waren aber seltenst Leute, zu denen Privatpersonen gingen, um sich in irgendwelchen Glaubensfragen beraten zu lassen, Dinge zu beichten oder irgendwelches Seelenheil zu empfangen, prüfen zu lassen. Glaube für die Bürger war zwar eine Selbstverständlichkeit aber eben reine Privatsache. Kontakt zu Göttern stellte jeder für sich selbst her. Man ging zu einem Tempel, oder hatte einen kleinen Schrein zu Hause und bat direkt die Götter um Beistand und nicht einen Priester um noch als Mittler dazwischen zu stehen und notfalls zu belehren, wie man etwas machen soll.
Priester waren nur dazu da, für die ganze politische Gemeinschaft stellvertretend etwas zu tun, oder in einigen Fällen auch über so weltliche Dinge wie Kalender und Zeitrechnung zu wachen.
Vorstellungen von Sünde gab es in der Antike nicht, damit auch keine Notwendigkeit Seelenheil zu erlangen. Man schloss Verträge mit den Göttern ab, frei nach dem Motto, ich opfer Dir ein Schaf, wenn Du mir hilfst ein Geschäft zu meinen Gunsten abzuschließen, oder mein Handelsschiff ohne Piratenüberfälle heimzubringen. Hielten sich die Götter nicht an diesen Vetrag, musste man nicht opfern. Hielt man selbst sich nicht dran, meinte man, dass die Götter sich an einem rächen werden, wobei das auch erst ein oder mehrere Generationen später an der Familie und den Nachkommen geschehen konnte. Man schrieb also persönliches Unglück nicht unbedingt eigenem Unvermögen, sondern einem gestörten Verhältnis zu irgendeiner Gottheit zu. Um das aber in Ordnung zu bringen, oder eben vorbeugend Maßnahmen zu ergreifen und Götter wohlzustimmen, brauchte keiner einen Priester, musste nicht mal einen Tempel aufsuchen. Den besuchte man eher, wenn die gesamte Gemeinschaft in wiederkehrendem Abstand etwas zu tun hatte, um eben für die ganze Polis den Frieden mit den Götter zu erneuern, die Pax Deorum, wie man das in Rom ausdrücken würde.
Damit stehen aber die Priester auch nie über den anderen Bürgern, sie haben kein Ausschließlichkeitsrecht für Glaubensfragen und keinen Warheitsanspruch. Sie sind normalsterbliche Menschen, die Beamte für den Staat sind, ebenso fehlbar wie jeder andere. Ihre eigentlich besondere Stellung besteht nur darin, dass sie der Gemeinschaft auf besondere Weise etwas schuldig sind und wenn Probleme auftreten (Ein Kriegszug schlecht läuft, die Ernten mies ausfallen) auch mal für dieses Unglück verantwortlich gemacht werden können.
Wenn ich dann hier immer die dogmatischen Forderungen von Wahrheitsverkündung und gar einer instutionalisierten Gemeinschaft von Priesterspielern finde, kommt mir das kaum wie die Antike vor.
Ein anderer wesentlicher Unterschied ist, es gibt keine bösen Götter, deren Verehrung man verbieten kann. Götter sind stets ungemein mächtige und unsterbliche Wesen. Verweigert man ihnen die Verehrung, werden sie sich rächen, ob an einzelnen Menschen, oder eben der gesamten politischen Gemeinschaft. Das war das allgemeine Glaubensbild der Antike und damit kann man keine Götter verdammen, oder Menschen bestrafen, die andere Götter präferieren, ja nicht einmal ausschließen, dass es neben den Göttern die man kennt, nicht noch welche irgendwo gibt, die einem bislang nur noch nicht begegnet sind. Ein Verbot der Verehrung alter Götter war in der Antike unmöglich, wäre tatsächlich Häresie gewesen. Selbst die Art der Verehrung ist etwas, das varieren kann und eben aufgrund eines fehlenden instutionalisierten Glaubens mit einer einheitlichen vorgeschriebenen Lehre, für jeden einzelnen Gläubigen Auslegungssache und unterschiedlich anwendbar war. Auch da hatten also Priester kein Monopol und konnten niemand vorschreiben, wie er etwas zu tun hat. Es war nur allgmein usus, dass die Dinge, wie sie seit Generationen gemacht wurden und es die Ahnen bereits taten, damals richtig war und somit heute auch noch gut sei.


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Adrian, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Hrassiss am 25. Mai 2006 11:43:54:


Alles schön, gut und bekannt. Aber hast du erwartet ein genaues, weltliches Pendant zu finden? Wie Fantasielos wäre das denn?

Du kannst dich daran orientieren, mehr nicht.


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Hrassiss, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Adrian am 25. Mai 2006 13:02:11:

Alles schön, gut und bekannt. Aber hast du erwartet ein genaues, weltliches Pendant zu finden? Wie Fantasielos wäre das denn?
Du kannst dich daran orientieren, mehr nicht.

Nö darum gings nicht.
Du hast nur das Beispiel der Antike angeführt und ich Dir ausgeführt was das wirklich ist und angewandt bedeuten würde. Was mir aber eben im Spiel begegnet ist nichts, was dem auch nur annähernd ähnelt. Eher haben selbst haben die Spieler ganz unterschiedliche Herangehensweisen und Interpretationen wie die Religion ihrer Meinung nach dort ausgelebt werden soll und das eben auch bei Spielern deren Chars als Instanz dessen (eben Priester und dergleichen) genaueres wissen müssten, als alle anderen. Selbst bei denen variert es und das ist dann recht verstörend, wenn man mit ihnen umgehen soll. Dinge über die bei einem Spieler hinweggesehen wird, erregen bei einem anderen gleich Anstoß und man wird bei einem nicht weiter beachtet und bei anderen soll man gleich unter Beweis stellen, ob man noch dem rechten Glauben angehört. Dann machts keinen Spaß religiöses überall oder mit manchen speziell auszuspielen, sprich man lässts auch mal sein und schwupps kommt es gar manch einem Priesterspieler vor sie seien die einzig aktiven, dabei mögen manche nur nicht so viele Plots in eine solche Richtung ausspielen und ignorieren vielleicht dann eher diese Spieler.
Was mir ab und an als Bild für Religion in CHR begegnet ist ein seltsames Mischmasch aus Regeln und Ansichten eines mittelalterlich geprägten Religionsverhaltens mit Dogmen und Jenseitsausrichtung, Seelenheil und Sündenfall, dem man versucht die eine vereinende Macht durch mehrere kleine Götterwesen zu mit eigentlich weitaus pragmatischeren Befugnissen zu ersetzen, bloß die Widersprüche die sich daraus auch ergeben, werden ab und an übersehen. Dann sind da Spieler die alles irgendwie wieder anders machen und handhaben und heraus kommen eben lustige Verhaltensweisen die aber nicht immer ganz zusammenpassen (bestes Beispiel Deine Sichtweise es müsse eigentlich dem Antiken Bild nahe kommen). Daher will ich eben nur mal genaueres, tiefer gehendes wissen, als die paar Sätze, welche sich so für Ottonormalspieler finden lassen. Wenn Dich nur die Oberfläche interessiert und für Dein Spiel ausreicht, ist das Deine Sache, mich juckt es nun mal auch genauere Dinge zu erfahren, sofern es die gibt.


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Adrian, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Hrassiss am 25. Mai 2006 16:10:31:


Wenn du dir Sturktur des Neuen Kultes ansiehst wirst du verstehen warum das so ist, wie du es beschreibst. Weil der Kult als Polytheismus ein Pool von absolut widersprüchlichen Gottheiten ist.
Der Hostinospriester hat komplett andere Lebensweisen als die Jhoulanapriesterin.
Die eine ist Göttin der Diebe, der andere Gott des reinigenden Feuers. Das die verschiedenen Priesterspiele gegenseitig andere Ansichten haben liegt daran, das sie Priester anderer Götter des selben Pantheons spielen. Die Speiler der Chars der gleichen Gottheiten dagegen sind in den meisten Fällen recht ähnlich.


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Re: Fragen zur gelebten Religion

Johannes/Kjolu @, Thursday, 25. May 2006, 19:55 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Adrian am 25. Mai 2006 16:25:57:

...Die Spieler der Chars der gleichen Gottheiten dagegen sind in den meisten Fällen recht ähnlich.

Und selbst wenn nicht: Religion ist immer (auch in echt...) Auslegungssache einzelner. Eine Religion die nicht ein Minimum an Spielraum lässt, gibt es nicht. Es ist ein Unterschied, wenn der höchste Priester z.B. sagt, dass bestimmte Dogmen gelten müssen. Das heißt dann, dass man sich weltlich wohl daran halten muss, die selbe Religion trotzdem aber unterschiedlich auffassen kann.
Demzufolge müssten eigentlich diejenigen am besten über die Religion Auskunft geben können, die sie formen, und das sind die jeweiligen Priester. Wie die Religion dann aber gelebt wird, kann wieder eine ganz andere Sache sein.


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Re: Fragen zur gelebten Religion - Yedeiten -

Detlef/gils @, Thursday, 25. May 2006, 00:52 @ Adrian


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion von Adrian am 24. Mai 2006 23:05:53:

Im groben kann aber vielleicht helfen, das der yedeische Monotheismus starkl an das Judentum angelehnt wirkt und auch so gelebt wird.

Das ist sehr grob gesehen richtig. Allerdings ist die Ausgestaltung dieser Religion erst im Werden. Lebensregeln, Religiöse Riten, heilige Handlungen usw. entwickeln sich erst und nehmen keinen direkten Bezug auf irdische Religionen. Die yedeitische Religion soll etwas völlig anders werden und dadurch vielleicht auch mehr SC's erreichen, den z.Z. gibt es nur sehr wenige praktizierende Yedeiten ;-)

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Adrian, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Detlef/gils


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion - Yedeiten - von Detlef/gils am 25. Mai 2006 00:52:09:


Klar gibt es nur wenige Spieler die sich auf den Yedeismus einlassen. Der Grund liegt auf der Hand: Der neue Kult bietet Spaß, Götter mit Sex und Stehlen und alles sowas tolles, der yedeische Hostinos dagegen ist ein strenger, patriachischer Gott. Das kommt weniger gut an.


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Hrassiss, Thursday, 05. November 2026, 17:49 @ Detlef/gils


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion - Yedeiten - von Detlef/gils am 25. Mai 2006 00:52:09:

Im groben kann aber vielleicht helfen, das der yedeische Monotheismus starkl an das Judentum angelehnt wirkt und auch so gelebt wird.

Das ist sehr grob gesehen richtig. Allerdings ist die Ausgestaltung dieser Religion erst im Werden. Lebensregeln, Religiöse Riten, heilige Handlungen usw. entwickeln sich erst und nehmen keinen direkten Bezug auf irdische Religionen. Die yedeitische Religion soll etwas völlig anders werden und dadurch vielleicht auch mehr SC's erreichen, den z.Z. gibt es nur sehr wenige praktizierende Yedeiten ;-)


Hm, muss ich mal gucken, wie das Experiment da geht, wenn ich in GIL was spiele.
Aber mit dem Judentum sollte man vorsichtig sein. Zumindest auch da, gilt, jene Glabensgemeinschaften aus der Antike sind von dem heutigen Judentum grundverschieden (und das nicht nur wegen der Praktizierung von Beschneidung ;) )
Etwas interessentes hatte das Judentum ja in der Antike. Sie besaßen im römischen Reich immer eine Sonderstellung und wurden toleriert, obwohl sie einen dogmatischen Glauben hatten, welcher eigentlich ja die Polytheisten nicht als Rechtgläubige ansah. Sie bekamen diese Stellung aber wohl auch deshalb, weil sie nicht missionierten. Jude sein, bedeutete einer festgefügten Gemeinschaft von Geburt an anzugehören, man konnte es nicht durch Übertritt von einer fremden Gemeinschaft werden und eigentlich auch nicht verlieren, selbst wenn man sich den strenge Riten nicht unterwarf. Juden gehörten somit eher einem Volk an und genossen so diesen etwas toleranteren Status ihre althergebrachte Lebensweise beibehalten zu dürfen.
Wie man nun um Yedeismus Glaubenspraktiken einbringt, weiß ich nicht, da ich bislang wenig mit dem Hostinuskult zu tun hatte. Aber auch da sollte man sich überlegen, ob der verehrte Gott ein unsichtbares Wesen mit einer Jenseitausrichtung ist, wie man es im Christentum und heutigen Judentum hat, oder eine unmittelbare Wirkkraft mit Mächten auf das eigentliche Leben, wie es die Antike hatte. Das bestimmt ja dann auch schon die Art der Verehrung und eben die Regeln.


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- Yedeiten -

Detlef/gilsl @, Thursday, 25. May 2006, 16:37 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Re: Fragen zur gelebten Religion - Yedeiten - von Hrassiss am 25. Mai 2006 12:00:29:

Wie man nun um Yedeismus Glaubenspraktiken einbringt, weiß ich nicht, da ich bislang wenig mit dem Hostinuskult zu tun hatte. Aber auch da sollte man sich überlegen, ob der verehrte Gott ein unsichtbares Wesen mit einer Jenseitausrichtung ist, wie man es im Christentum und heutigen Judentum hat, oder eine unmittelbare Wirkkraft mit Mächten auf das eigentliche Leben, wie es die Antike hatte. Das bestimmt ja dann auch schon die Art der Verehrung und eben die Regeln.

Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen. Ich werde mich nicht an einer etablierten irdischen Religion bei der Ausgestaltung des Yedeismus orientieren. Aber es ist nun mal so, dass es ein paar Vorgaben im Handbuch und anderen Beschreibungen gibt die ich nicht einfach unter den Tisch fallen lassen will. Ich nutze dabei die Tatsache, dass keine Religion in sich homogen ist. Es wird also Strömungen geben, die unterschiedliche Auffassungen und Auslegungen haben.

Im Moment gibt es strenggläubige Yedeiten auf die die bekannten Beschreibungen passen, Gilgater Yedeiten, die deutlich toleranter sind und yedeitische Fundamentalisten mit eigener Wertevorstellung (Shedalis).

Der yedeitische Hostinos ist kein greifbares Gotteswesen sondern im Sinne eines unsichtbaren, allmächtig, allwissend Gottes mit menschlichen Sinnen nicht begreifbar. Wie in allen Religionen erwarten die Yedeiten natürlich auch Auswirkungen auf ihr eigentliches Leben (Die Christen beten auch um im eigentlichen Leben Wírkungen zu erfahren).

Der Yedeit lebt natürlich nach gewissen Regel, aber Lebensregeln müssen sich auch an den Möglichkeiten der Spieler orientieren diese im Spiel umzusetzen. Ein kompliziertes Regelwerk ist ganz nett wird aber kaum angenommen. Intoleranz gegenüber Andersgläubigen und Mischwesen ist nach meiner Auffassung dem Spiel auch nicht zuträglich. Der Yedeismus Gilgater Prägung ist deshalb in vielfacher Hinsicht tolerant. Das gilt sowohl für Fragen der Lebensregeln, des Umgangs mit Andersgläubigen und der Auslegung der Religionsstandards.

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Re: - Yedeiten -

Willi, CHR-Verwaltung @, Wednesday, 31. May 2006, 15:30 @ Detlef/gilsl


Als Antwort auf: - Yedeiten - von Detlef/gilsl am 25. Mai 2006 16:37:59:


Ein kurzer Kommentar hierzu:

So unrealistisch sind Parallelen zwischen Erde und Chrestonim nicht: Die Arche stammt von der Erde. *g*
Und Hostinos verfügt über durchaus funktionierende Datenbanken der irdischen Geschichte und so mag er das eine oder andere Konzept vielleicht übernommen haben? *g*


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Fragen hierher!

Klerus @, Wednesday, 24. May 2006, 23:31 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Fragen zur gelebten Religion von Hrassiss am 24. Mai 2006 22:56:52:

Ich wolle eigentlich nur mal wissen, ob es abgesehen von den Dingen im Almanach und Co. irgendwelche Sachen gibt, um sich über Religion in CHR schlauer zu machen. Die Dinge dort sind teilweise ja recht vage, ob nun bewusst so gelassen oder nicht. Gibt es da jemanden, der mehr Hintergrundwissen hat, vielleicht auch eine Art Gremium, oder gibs Texte, die noch nicht zum Download online gestellt sind?

Gibt es: Klerus_Chrestonim@yahoogroups.de


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In Vorovis...

Thomas @, Thursday, 25. May 2006, 11:46 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Fragen zur gelebten Religion von Hrassiss am 24. Mai 2006 22:56:52:


In Vorovis fehlen mir da leider auch die Leute, die sich etwas mehr mit Religion beschäftigen und das vor allen im Spiel etwas mehr ausleben, als einfach nur eine Robe zu tragen. Es fehlen die Leute, die sich Gedanken zu Hintergründen machen und im Spiel konsequent ihre Priestertätigkeit ausspielen und die anderen davon überzeugen zu wollen, ihnen den Glauben näher zu bringen. Bei den meisten merkt man kaum, dass sie Priester/Initiaten sind, außer dass sie ab und an "Oh <Göttername hier einsetzen>!" sagen und lustige Roben tragen. Es gibt aber auch ruhmreiche Ausnahmen, die Plots ausspielen, wo sie andere von ihren Göttern überzeugen wollen und den Glauben weitertragen. Leider ist mir da derzeit nur ein Spieler bekannt.

Also, wenn sich jemand für den alten Kult berufen fühlt und im Moment nichts weiter zu tun hat, dann kann er sich gerne bei mir melden und wir reden drüber.

So, genug der Werbung. Aber leider fehlen nunmal die Leute, die diesen Bereich auch wirklich "bereichern".

Thomas


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Antworten in Zahlen

Kanalisation/Tom @, Sunday, 28. May 2006, 22:01 @ Hrassiss


Als Antwort auf: Fragen zur gelebten Religion von Hrassiss am 24. Mai 2006 22:56:52:


Nur der Link...


Welchem Glauben hängt dein Charakter im Spiel an?

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