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Wer kein Ziel vor Augen hat, kann auch keinen Weg hinter sich bringen.

Tom/Kanalisation @, Thursday, 09. June 2005, 00:29


<center>http://home.arcor.de/rasto_chr/HP_Kanalisation/pictures/faelscherwerkstatt.jpg</center>


<center>Eine "schwimmende" Fälscherwerkstatt</center>

Immer wieder stelle ich fest, dass Spieler sich in Esticha darüber beklagen, dass so viele Spielstrukturen festgefahren sind und dass so wenig Bewegung im Spiel sei.

Das mag schon richtig sein, denn selbst bemerke ich nichts anderes. Den letzten Wechsel an IC-Macht gab es vor Jahren und selbst da war es lediglich eine Umformung der Regierungsform, nicht jedoch eine Ablöse der beteiligten Charaktere und Spieler.

Doch Klagen helfen hier nicht weiter. Schurken werden nicht erfolgreich, wenn sie den KanalSL vollsülzen, Regenten werden nicht gestürzt, wenn man die Hauptverwaltung anschreibt. Das geschieht nur, wenn man IC Aktionen setzt, wenn man einen Plan hat - ein Ziel.

Es ist ein Unterschied in der Spielqualität, wenn man einen Hinterhalt in einer Gosse in der Nacht legt, in dem man einen SC aus dem langen Graben abpasst, der nichts ist, nicht hat und den man nur deshalb ausraubt, weil man tagtäglich mit dem Spieler ic chattet. Das ist Fastfood-Rollenspiel mit dem gleichen Effekt, wie wenn man sich einen Burger reinschiebt. Macht satt, hat jedoch geringen Nährwert.

Auf die Dauer sehe ich immer mehr den Gähnfaktor steigen, bei solchen Spielern ohne dass sie wirklich in die Gänge kommen. Komischerweise sind es genau jene, welche eingefahrene Strukturen bedauern, ohne sich mal hinzusetzen und genauer darüber nachzudenken, was möglich ist und was nicht. Und es ist eine Menge möglich.

Oftmals vermissen einige hier die alten Zeiten, in denen einen am U-Markt-Forum noch Nuancen an weltpolitischen Entwicklungen in die Nase stiegen. Als Regentinnen geboren und alte Traditionen begraben wurden, als man als einfacher Char Spielball eines Plots sein konnte, in den man hineinschlitterte, weil man zur falschen Zeit am falschen Ort war. Hineingezogen in den Sog von grossen, bedeutenden Intriegen und Geschehnisse um Macht und Gold.

Ich denke nicht, dass dieses Spiel und seine Spieler heute soviel anders sind als früher, dass es an rollenspielerischer Qualität mangelt, oder dergleichen, Ich denke, dass es hauptsächlich an dem Hindernis scheitert, dass es wenige Spieler mit einem IC-relevanten Spielziel gibt, welches sie sich selber gesteckt haben und dieses verfolgen. Es mag sein, dass es motivierender und leichter war, das Machtvakuum, das NPC-Herrscher darstellen und -stellten mit SCs auszufüllen, doch um wieviel interessanter ist es einen SC aus seinem Sattel zu heben.

Jene Spieler, die IC an der Macht sind, haben kaum Motivation Umbrüche auszulösen und jene, die nicht an der Macht sind, sehen solche nicht, auch wenn es sie gibt. Denn es gibt sie immer.

Wo kämen wir überall hin, wenn nicht immer jemand sagen würde: "Wo kämen wir denn da hin?"

Gruss
Tom/Kanalisation


[Neu] Die Kanalisation Estichas

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