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Chirà und ihre Eigenheiten (Text ist Meisterapproved)

Eva / Khitra @, Thursday, 24. February 2005, 21:43

Aus gegebenem Anlaß (nun schon einige Tage alt *g*) mal einen kurzen Text zum Thema „Chirà und ihre Eigenheiten“.

Das Wichtigste: Chirà sind keine Menschen mit Fell, deshalb spielt sie bitte nicht so! Es sind Katzenwesen mit vielen kätzischen Eigenarten und kätzischer Gestik: Schweifschnippen und aufplustern, Ohren drehen und zurücklegen, Fang entblößen, Fauchen, Knurren und Krallen ausfahren. Sie sind aufbrausend, beruhigen sich aber meist auch schnell wieder. Sie haben gute Augen und Ohren, jedoch keinen sehr guten Geruchssinn. Sie sind schnelle Sprinter, haben jedoch keine Ausdauer. Ihre Feinmotorik ist miserabel. Goldschmied oder Feinmechaniker sind keine Berufe für sie. Ihr Körper reagiert ziemlich extrem auf Alkohol. Sie lieben es zwar, damit zu kochen und Gerichte zu verfeinern und können sich auch mit ihm als Magenbitter anfreunden, aber kaum ein Chirà wird ihn regelmäßig und/oder in größeren Mengen konsumieren. Trinken sie ihn dennoch, sind sie nach nur wenigen Gläsern restlos hinüber. Beim Essen benutzen sie kein Besteck, sondern Eßhandschuhe mit eingearbeiteten Spitzen zum Aufspießen und Klingen zum Schneiden; Suppen werden aus Schalen geschlürft. Sie sind sehr körperbewußte Wesen und den sinnlichen Freuden selten abgeneigt – die Männer noch weniger als die Frauen. Männer sind selten, deshalb sind sie meist das Objekt der Begierde vieler. Heiraten sie, so heiraten sie meist einen ganzen Clan und werden zum Lustobjekt aller geschlechtsreifen Damen darin. Frauen sind etwas zurückhaltender, und wollen sie nicht, kann eine Annäherung schnell zu Kratzern und Bissen führen – wenn man Glück hat. Monogamie ist relativ unbekannt, kann aber in Ausnahmefällen vorkommen. Ebenso ungewöhnlich, aber zuweilen auftretend ist es, daß die Frau den Clansnamen des Mannes annimmt statt umgekehrt. Sie sind nur sieben Monate schwanger und verlieren in dieser Zeit Fell, aber nie so viel, daß sie kahle Stellen bekommen würden. Zudem niesen sie laufend. Die Kinder entwickeln sich schneller als menschliche. Bereits mit wenigen Monaten können sie laufen und einige Wörter relativ sinnvoll aneinanderreihen – und sie lernen rasend schnell dazu. Nichts ist vor ihnen sicher, alles wird angenagt und, wenn es klein genug ist, verschluckt. Sie sind unglaublich fix und klettern an allem hoch, worin man sich festkrallen kann – Wände, Sessel, Kinderfrauen (an denen sie einen schier unerhörten Verschleiß haben). Wenn man sie an eine Tür wirft, krallen sie sich fest und bleiben hängen, bis man sie abpflückt – sehr praktisch für den Hausputz oder wenn man mal fünf Minuten seine Ruhe haben will. Das klappt allerdings nicht sehr lange, nur, bis sie klettern können (und das können sie mit knapp einem Jahr). Ständig sind sie am Raufen oder Essen. Aufrichten tun sie sich allerdings erst mit drei Jahren. Mit vierzehn sind sie ausgewachsen – und mit 45 bis 50 Jahren alt. Sie sterben und siechen nicht langsam, sondern erlöschen rasch wie eine Kerzenflamme.

Für Fragen bitte an den Meister wenden. *g*


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