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Hat jemand den Mitschnitt des Claddyn-Ketzerprozesses von vor einem Jahr (ca)?

Claudia (Claddyn) @, Monday, 25. June 2001, 17:06


Ich würde ihn gerne mal haben...
und zum vergleich den von dayala auch gerne, wenn ihn jemand (ungeschnitten) hat!
grüsse
Claudia

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Claddyns hab ich nicht.. aber der hier ist sowieso mein Favorit :)

Claus @, Monday, 25. June 2001, 18:06 @ Claudia (Claddyn)


Als Antwort auf: Hat jemand den Mitschnitt des Claddyn-Ketzerprozesses von vor einem Jahr (ca)? von Claudia (Claddyn) am 25. Juni 2001 17:06:16:

Kaum entfachte Delvan sein Himmelsfeuer und begab sich auf den Himmelspfad, den Hostinos ihm gewiesen hat, da lies Shiman, Sohn des Sanikas Tommellaute die leeren Straßen Estichàs erfüllen.
Mra-Aggar lies den Ton die Ohren Der Bürger erreichen und Jhoran tat seines hinzu, um die Neugierigen Betrachter auf dem Markt mit mittlerweile 2 Podesten strömen zu lassen.
Majarana, Tochter der Mayeva, hält die Menschenmenge so lange zusammen, bis die Prozession endlich den Markt erreicht. Grisam, Sohn des Gracot, Vashista, Tochter der Vesana und Entijiana, Tochter der Endrakha lassen die Standarte der Inquisition schrecklich und beruhigend zugleich erscheinen. Die Stimmen verebben als Yeskab, Yoroms Sohn, seine Hand sanft über die Menge legt. Und
Ensordija, Tochter der Endrakha läßt sich die Menge teilen, um der heiligen unfehlbaren Inquisition den Weg frei zu machen, auf daß das Gericht beginne, zu welchen sich die Götter versammelt haben, an dem nur Sanikas mit seinem ewigen Atem fehlt.

Einsam an der spitze, seiner Bedeutung bewußt, schreitet ein einzelner Priester ernstes Gesichts mit der Flagge der Inquisition in die Menge. Sein ehrwürdiges altes Antlitz läßt Yorom, der ihn bald zu Chiskel geleiten wird, Entijiana, Tochter der Endrakha, bitten dem alten Mann die Kräfte finden zu lassen, die er für seinen letzen Dienst braucht und läßt ihn zusätzlich noch ein paar Tage, auf daß er Yetrotan, seinen Sohn, nicht mir einer unvollendeten Aufgabe auf den Herzen entgegen zu treten braucht.
Ihm folgen eine Zehnerschaft inquisitorischer Wachsoldaten mit gereinigten, in der Sonne funkelnden Helmen, Kürrassen und Schwertern, so daß sie gleichermaßen Endrakha und Distel ein Wohlgefallen sind. Gefolgt von weiteren zehn berittenen Soldaten, die nun auch Mejana, Tochter der Mehdorah, Freude bereiten, verbreitern sie die Menschengasse, auf daß das Folgende Platz finde.
Auf Barren, für deren Festigkeit und Konstruktion, Ablaneva, Tochter der Arivara und Kelida gesorgt haben, getragen von jeweils vier Männern, werden je eine menschenhoche Statue aus Opalimarmor, die Markasa, Tochter der Mayeva, im kleinsten Teil zur Freude gereichte, von Mra-Aggar und Hostinos zum großen Podium getragen. Denn Barren folgen jeweils von einem Priester getragen ihre Kinder nach der von Yilkan, Sohn des Yoroms festgelegten Reihenfolge in Gestalt von halben Vat großen Marmorstatuetten und werden zu den Füßen ihrer Eltern
arrangiert, auf daß jeder des Volkes in ihr Angesicht sehen kann.
Erst jetzt im Yojiars, Sohn des Yoroms, ehrengereichenden Zeitpunkt erscheint die Kutsche des Triumvirats. Chali, Sohn des Chiskel, persönlich läßt die Pferde gemessenen Schrittes an der Menge vorbeischreiten und an dem großen Podest, auf dem schon drei Richterstühle aufgestellt sind, halten. Das von Joskan, Sohn des Jhoran, gewürdigte Gesicht der Großinquisitiorin des Wahren Glaubens, Hüterin der Ordnung und ewigen Herrschaft von Hostinos und Mra-Aggar, schaut ausdruckslos in die Menge, Kajilla, Tochter der Kelida legt ihren Schleier über das Antlitz von Hohepriesterin Enmara Ajeraridas Mehdorajian Akkijiar, Vorsteherin der Halle des Lebens der Mehdorah, oberste Gesandte und Sprecherin des Mehdora-Kultes und Artina, Tochter der Arivara, scheint die ständige Begleiterin von Ssikima Anervar, Beobachterin und Gesandte des Obersten Rates der Hohepriester des Wahren Glaubens zu sein. Alle drei nehmen Platz auf den für sie vorgesehenen Stühlen und können beobachten, wie die zwei Verhandlungsführer Kadijah und Ramon von den Pferden steigen und sie ebenfalls das Podest besteigen. Die Nachhut von einer weiteren Zehnerschaft Fußwachen,
stellt sich um das kleine Podest und entzünden vier Feuerschalen an jeder Ecke, während die anderen inquisitorischen Wachen ihre Stellung um das inquisitorische Gericht beziehen.

Elsijagefällig, Tochter der Endrakha, ist die Szenerie anzuschauen, als noch zusätzlich 50 Matrosen von Halsey den Markt abriegeln, so daß noch mehr Bürger auf den Markt treten können, aber keine Flüchtlinge oder anderes Gesindel den Markt verlassen können.
Die von Sashiles, Sohn des Sanikas gesegneten, können noch die Scharfschützen des Stadtwache auf einigen Dächern der umgebenden Gebäuden entdecken, als eine einfache Wache hervortritt und ihre Stimme an das Volk richtet.
"Das heilige unfehlbare Gericht erweitert seine Anklagen! Angeklagt sind des weiteren:
Tobin Laubschläger wegen Bedrohung der Inquisition und Lästerlichkeit.
Rondos wegen Unterstützung von Ketzern, Auflehnung gegen die göttliche Weltordnung und Lästerlichkeit."
Die Wache rollt das Schriftstück zusammen und tritt zur Seite. Kadijah tritt nach vor und richtet ihre Stimme an das Volk.
"Die heilige unfehlbare Inquisition ist zusammengekommen, auf daß sie öffentlich und den Göttern gefällig richte, auf daß die schamlosen Ketzer bestraft werden, auf daß die reumütigen Sünder Vergebung finden und auf daß das Volk die Gerechtigkeit und die Gnade der Götter erfahre."
Kadijah dreht sich um und greift nach einem Papyrusstapel von einem vorbereiteten Tisch.
"Angeklagt wird Tagamoga Perital der Hexerei, Unterstützung von Ketzern und der Aufwiegelung gegen die göttlichen Weltordnung. Bringt die Angeklagte her!"
Ein leises Raunen fegt durch die Menge, als an einem Ende des Marktes zwei Inquisitionssoldaten erscheinen, die Heilerin zwischen sich, zum Anklagepfahl führend. Es schien der längste Weg über den Platz für sie gewählt worden zu sein, damit jeder der Anwesenden sie begutachten kann.
Chirimas, Sohn des Chiskel, leitet ihr Herz, während sie in Endoragefälliger Haltung über den Markt schreitet. Viele der Bürger erschrecken bei ihrem Anblick, wohl eher wegen der aufgeschlagenen verkrusteten Unterlippe und dem geschwollenen blutunterlaufenen Auge, als über die Befürchtung einer leibhaftigen Hexe gegenüber zu stehen. Ihr Kleid ist am Saume zerrissen und dreckig. Die zierlichen Hände auf den Rücken gebunden, schaut sie keinem ins Gesicht, sondern konzentriert sich auf ihr Ziel, die Anklagebank. Sie läßt sich widerstandslos auf die hölzerne Erhöhung bringen und ihre Hände um den aufgestellten Pfahl binden.
Kadijah richtet das Wort an die Angeklagte. "Tagamoga Perital, bekennt Ihr euch der Hexerei, Unterstützung von Ketzern und der Aufwiegelung gegen die göttliche Weltordnung schuldig?"
Tagamoga atmet tief durch und antwortet mit fester Stimme und festen Blick auf Kadijah: "Nein. Ich bin mir keiner Schuld bewußt."
Ein teilweise erstauntes, teilweise zustimmendes Raunen geht durch die Menge, bevor Kadijah die Papyrusblätter durchsucht und vorliest.
"Ihr gabt zu mehrere Personen mit Hilfe von echsischen Riten von ihren seelischen Krankheiten befreit zu haben. Ist das NICHT richtig?"
"Doch das ist korrekt."
Betretenes Schweigen legt sich über die Menge. Wer kennt denn nicht den Bauer, der wegen dem Tod seiner Frau verrückt wurde und nach dem Besuch bei der Heilerin wieder bei klaren Verstand war. Doch jeder schweigt und liefert den guten Mann nicht aus, obwohl jeder weiß, daß fremde Riten und Zauberei nur mit Beisammensein von Hohenpriestern und nur von Hohen Priestern gewirkt werden darf.
"Ihr seht es selbst!" wendet sich Kadijah an das Volk. "Sie gibt es zu! Und habt ihr nicht mit Zauberei Wunden geheilt?"
"Ja, das habe ich."
Viele scheinen ihr Narben zu verstecken, obwohl man ihnen niemals ansehen würde, daß die nicht durch die eigene Körperregeneration verheilt sind.
"Habt ihr nicht die Namen derer verschwiegen, die ihr geheilt habt, ebenso Ketzer , Verbrecher wie ehrbare Leute?"
"Ja das ist richtig. Ich konnte Euch auch falsche Namen geben, warum.."
"Und habt ihr nicht.." übertönt Kadijah Tagamoga "dem ketzerischen Sragon-Tempel Eure Hilfe zugesichert, falls es Verwundete gibt?"
"Ja, auf beiden Seiten tat ich.."
"Man kann.." Unterbricht sie Tagamoga erneut. "Diese Liste ellenlang so weiterführen! Sie leugnet nichts! Sie bekennt sich zu allen ihren Verfehlungen und hat noch die Stirn zu sagen, sie sei sich keiner Schuld bewußt!" Sie wendet sich wieder zur Heilerin.
"Erkennt Ihr NUN Eure Schuld?"
"Nein ich bin mir keiner bewußt. Ich handelte nach meinen Wissen und..
"Sie sieht es immer noch nicht ein!" Versucht Kadijah die Heilerin zu übertönen, doch diesmal läßt es Tagamoga nicht zu.
".. Gewissen, so wie es mein Herz glaubte, daß.."
"Schweig Du lästerliche Hexe, bringe nicht noch mehr Unheil über diese Stadt!"
".. es den Göttern, insbesondere Mehdorah zur Ehre gereicht."
Kadijah und Tagamoga sehen sich lange unvermittelt an. Während Kadijah Gesicht Unmut und Ärger zeigt, ist Tagamogas Blick ruhig, fest und unerschrocken; keine von Beiden will den Blick zuerst niederschlagen.
"So wird Rigol die Aufgabe übernehmen Dich von Deiner Schuld zu überzeugen!" meint Kadijah bedrohlich. Tagamoga Blick bleibt allerdings ungerührt auf Kadijah hängen und aus ihrem Mund kommt kein Wort.
"Führt sie ab, bevor sie mich mit ihrem bösen Blick verflucht!" Befiehlt Kadijah schließlich, als sie doch als erste den Blick abwendet.

Die Zwei Wachen ergreifen die Heilerin rüde, doch bevor sie sie abführen können, steht Ssikima Anervar auf und gebietet Einhalt: "Tagamoga Perital, Seid ihr Euch dessen bewußt, was Euch jetzt erwartet." Tagamogas Kopf hebt sich in Unbeugsamkeit. "Ja das bin ich."
"Und Ihr seid Euch sicher, daß Ihr nicht gewillt seid Eure Schuld zu zugeben?"
"Ich habe mein ganzes Leben lang so gehandelt, wie ich überzeugt war, daß die Götter es von mir erwarten. Ich sehe in meinen Handeln keine Schuld, wenn ich mit meinen ganzen Wissen allen Rassen helfe. Ich bin nicht bereit das alles zu verleugnen, denn dann müßte ich meinen Glauben verraten und dazu bin ich nicht bereit. Nein das tue ich nicht."
"Dann kann ich Euch auch nicht helfen." Sagt die Inquisitorin leise und setzt sich wieder.
Die Wachen allerdings zerren Tagamoga rabiat vom Podest und durch die Menge. Kadijah sieht ihr lange verachtend nach, bevor sie sich wieder zu den Papieren wendet.
Sie greift nach einem weiteren Blatt.
"Dagon Mohr!" Mit einer Eisenkette gefesselt wird Dagon über den Markt gebracht. Verachtende Stille liegt über dem Platz und am Rand des Menschenspaliers kann man ein oder zwei Männer
vor Dagon ausspucken sehen. Dagons Haltung ist stolz und selbstsicher, als er mit Ketten an den Anklagepfahl gebunden wird.
"Dagon Morh!" Erhebt Kadijah ihre Stimme. "Ihr habt Euch schwerster Frevel schuldig gemacht!
Ihr habt Lijan angebetet, Vesana verunglimpft, andere zum Frevel und Lästerlichkeiten in Namen der Götter gezwungen. Euch KANN keine Gnade bewilligt werden! Und die Inquisition wird dafür sorgen, daß Ihr nie wieder etwas wider die Götter tun könnt!" Dagon Selbstsicherheit schwindet und Wut zeigt sich in seinen Augen. "Doch vor Euren Tod werdet ihr die Herrlichkeit
und Gnade der Inquisition erkennen"

"Ihr Schweine! Ihr Lügner! Ohne mich hättet ihr nie alle bekommen, ohne meine Beweise könntet Ihr nie alle verurteilen!" Kadijah lacht amüsiert. "Wir haben Geständnisse, da brauchen wir Eure lächerlichen Beweise nicht."
"Dagon Mohr!" hebt sie wieder laut an. "Ihr werdet zum Heraustrennen Eurer lästerlichen Zunge, zum Rädern und zum Tod am 7 Tag verurteilt! Vollstreckt das Urteil!" Die umherstehende Menschenmenge schreit zustimmend auf.
Die Wachen greifen zu metallenen Schlingen und steigen das Podest herauf. Sie schnallen die Schlingen trotz höchster Gegenwehr Dagons um seinen Kopf und den Pfahl. Eine der Schlingen ist so angebracht, daß sie Dagon Unterkiefer nach unten drückt. Eine Zange wird herbeigeschafft, mit welcher eine Wache Dagons Zunge ergreift und aus seinem Mund zieht.
Ein Mann völlig in schwarz gekleidet und mit einer Kapuze über dem Kopf erscheint auf der Bildfläche. Der Scharfrichter tritt an Dagon heran und greift in seine Kutte. Er fördert einen kunstvoll gearbeiteten Ritualdolch zu Tage und beginnt eine alte ungewöhnliche Melodie zu intonieren.
"Yeskab lege Deine Hand über ihn, Yorom 7 mal vergesse ihn,
Darkhel 7 mal besuche ihn, Mehdorah wende Dich ab von ihm!"
Mit einem kurzen schnellen Streich senkt sich der scharfe Dolch und die Wache tritt mit der Zange einen Schritt nach hinten. Das Volk jubelt erneut auf, als Dagons Zunge in eine der Feuerschalen geworfen wird und verbrennt.
Indes werden die Metallschlingen umgespannt, daß der Mund Dagons sich schließt. Der Scharfrichter tritt erneut auf ihn zu, diesmal mit einen Sichelförmigen Nadel und einem festen Faden in der Hand. Mit 14 Stichen näht er Dagons Lippen zusammen, immer noch den selben Singsang auf seinen Lippen:
"Yeskab lege Deine Hand über ihn, Yorom 7 mal vergesse ihn,
Darkhel 7 mal besuche ihn, Mehdorah wende Dich ab von ihm!"
Ein großer Pflock mit einer mächtigen Kuhle wird auf das Anklagepodest getragen. Ein zweiter sehr stämmiger Scharfrichter betritt die kleine Plattform, in der Hand ein großes Wagenrad mit einer stumpfen Schneide an einer Seite tragend, stellt sich vor den Pflock und gibt den Wachen ein Zeichen. Die beiden binden Dagon los und versuchen zunächst vergeblich ihn zum Scharfrichter zu zerren. Es müssen weitere vier auf das Podest stürmen, um Dagon wieder in Griff zu bekommen. Nur mit äußerster Kraftanstrengung gelingt es ihnen Dagons Unterarm über den Pflock zu legen. Langsam und bedächtig wird das große Wagenrad empor gehoben und mit Kraft auf den Unterarm gestoßen. Das Bersten der Knochen hallt über den ganzen Platz und die Menge jault zufrieden auf. Nach und nach werden Dagons Unter-, und Oberarme, Unter- und Oberschenkel auf diese Weise gebrochen. Als alle seine Glieder gebrochen sind, wird Dagon völlig entkleidet und auf das Wagenrad gelegt.
Der Scharfrichter beginnt nun die gebrochen Gliedmaßen durch die Speichen zu fädeln und fesselt Handgelenke und Knöchel an den Rand des Rades. Schließlich wird das Rad samt Dagon zwischen den Statuen von Mra-Aggar und Hostinos gespannt. Kadijah wendet sich an das Volk und zeigt mit der ausgestreckten Hand auf Dagon.
"Merkt Euch diesen Anblick genau und beginnt die Götter endlich und wahrhaftig zu ehren, auf daß niemand auch nur in die Gefahr gerät dasselbe Schicksal zu erleiden!"
Ein ängstlich zustimmendes Gemurmel erhebt sich aus der gaffenden Menge. Kadijah hat mittlerweile das nächste Blatt in die Hand genommen.

"Aaron!"
Als Aaron gefesselt den Markt betritt, scheint er genauso selbstsicher zu sein wie Dagon am Anfang, doch als er den geräderten Dagon erblickt, stockt er und versucht sich der Wachen zu entreißen. Sie schleppen ihn gnadenlos auf das blutbesudelte Podest und fesseln ihn an den Pfahl. Schon während Kadijah spricht, werden Holzscheite und Reisig unter Aaron aufgetürmt.
"Als direkter Nachfolger von dem Ketzer Dagon habt Ihr wie er auch Euch der
Lijananbetung, Vesanaverunglimpfung, Freveln und Lästerlichkeiten schuldig gemacht.
Da ihr aber nicht der Initiator ward, ist das heilige Triumvirat bereit bei Euch Gnade walten zu lassen! Ihr werdet heute noch mit Yorom zu Chiskel gehen und nicht erst in 7 Tagen! Ihr seid der Verbrennung verurteilt!" Abermals jubelt das Volk zustimmend auf, als Kadijah anklagend mit dem ausgerichteten Arm auf ihn zeigt. Aaron legt den Kopf leicht schief und spricht mit
fester Stimme zu Kadijah. "Habe ich einen Wunsch frei bevor ich sterbe?" Kadijah verharrt mitten in ihrer Pose und schaut ihn sehr irritiert an. "Ich würde gerne eine saftige Karotte essen, bevor ich sterbe." Kadijah läßt ihren ausgestreckten Arm langsam sinken und schaut voller Ungläubigkeit den gerade zum Tode verurteilten an. Im Volk ist ebenfalls verwundertes Gemurmel zu hören.
Doch im nächsten Moment hat sie sich wieder gefangen. Ihr Blick ist voller Abscheu, Ekel und Verachtung. Ihre ganze Haltung und Ausstrahlung läßt das Volk verstummen, als sie nur einen Blick auf sie werfen. "Seht Euch diesen Mann an." Sagt sie langsam und bedrohlich, durch die Zähne zischend. "Selbst in der Stunde seines Todes verachtet und verspottet er Euch, Euren Glauben, die Götter und die Gerechtigkeit. Kein Wort des Bedauerns, kein Bitte um Verzeihung, nicht einmal ein Gebet zu seinem eigenem Gott." Die Verachtung schlägt auf das Volk über und hunderte von Köpfen nicken zustimmend.
"Nicht genug, daß er Euren Glauben so schändlich mißachtet, selbst in der Stunde seines Todes bittet er nicht um Vergebung, für all die Toten, die er durch Dagon und seinen Brand verschuldet hat. Nur eine Karotte will er!" Ihre Stimme schwang sich in einem rasanten Staccatto immer lauter, bis sich ihre Stimme fast überschlug. Stiller unüberhörbarer Haß hallt in der Menge. Wer erinnert sich nicht an den Schrecken der Feuersbrunst. An die Menschen, die im Feuer umkamen. An die, die sich zwar retten konnten, aber nur noch das Nachthemd auf ihrem Leib besaßen. Geschäftspartner, Freunde, Familie, Existenzen!
Auf einmal fliegt in hohen Bogen ein Pferdeapfel über die Menge und trifft Aaron im Gesicht. "Meine Frau und drei meiner Kinder starben in dem Feuer! Wenn Du essen willst dann friß dies!" Die Bevölkerungswut explodiert. Wütende Schreie, Flüche und Verwünschungen gellen hundertfach über den Platz, so daß keiner auch nur ein einzelnes Wort verstehen kann. Faules Obst und Gemüse fliegt durch die Luft und landet auf dem Podest. Als die ersten Steine fliegen und einer einen Soldaten trifft, zieht sich die Wache, die bis jetzt noch mit
Müh und Not die Bevölkerung vom Podest fernhielt zurück. Der kleine freie Platz um den Scheiterhaufen füllt sich rasch und ein Mann, den man noch vor einer Woche als reichen Händler kannte, der jetzt vor dem nichts steht, greift nach der ersten Feuerschale und stößt sie zum Scheiterhaufen hin. Zwar erreicht das Holz nicht den aufgeschichtete Reisig,
doch der übrige Mob schmeißt auch die restlichen Schalen um und mit kurzen schnellen Tritten, werden die glühend heißen Scheite Richtung Scheiterhaufen getreten.
Das brennende Holz der Feuerschalen rollt zu dem Reisig und entzündet es. Die Hitze und der fehlende Regen haben das Holz trocken gemacht und lassen die Flammen schnell empor lodern.
Das Feuer frißt sich schnell durch das aufgeschichtete Holz und der entstehende Qualm läßt Aaron husten. Die Bretter auf denen Aaron steht werden schwarz und die erste Flamme ergreift schon seine Kleidung. Mütter halten ihren kleinen Kindern die Ohren zu und erschauern selbst bei diesem fürchterlichen Klang einer menschlichen Stimme. Der Marktplatz füllt Sich schnell mit dem Geruch verbrannten Fleisches und schließlich hören auch die Schreie auf. Jeder der
Anwesenden schaut gebannt auf das Feuer bis zu letzt nur noch Asche auf dem Boden glimmt.
Kadijah tritt mit ausdruckslosem, aber in irgendeinen Maße zufriedenem Gesicht wieder vor die Menge. "Das Inquisitionsgericht zieht sich bis morgen zurück."
Eine Prozession bildet sich wieder, kleiner als bei der Ankunft, und verläßt den Markt, nicht aber ohne genügend Stadtwachen und Halsey Matrosen da zu lassen, um die Statuen und vor allem Dagon an deren Platz zu halten.


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Demnächst in ganzer Fülle...

Willi, CHR-Verwaltung @, Monday, 25. June 2001, 20:18 @ Claus


Als Antwort auf: Claddyns hab ich nicht.. aber der hier ist sowieso mein Favorit :) von Claus am 25. Juni 2001 18:06:04:

...hier auf www.chrestonim.de zu lesen. Und zwar im Estichaner Geschichtsbuch, der all diese schrecklichen Details der geneigten Öffentlichkeit noch einmal zur Verfügung stellt.

*ankündigunddanndochnichtrechtzeitigwahrmach*

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Ja!

Stefan (GIL-SL) @, Monday, 25. June 2001, 20:13 @ Claudia (Claddyn)


Als Antwort auf: Hat jemand den Mitschnitt des Claddyn-Ketzerprozesses von vor einem Jahr (ca)? von Claudia (Claddyn) am 25. Juni 2001 17:06:16:

Ich würde ihn gerne mal haben...
und zum vergleich den von dayala auch gerne, wenn ihn jemand (ungeschnitten) hat!
grüsse
Claudia

http://www.hemsuth.de/verhandlung.html

Der Prozeß

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Vorschlag: Ab damit zu Chri$tians Archiv !

Dirk @, Monday, 25. June 2001, 20:24 @ Stefan (GIL-SL)


Als Antwort auf: Ja! von Stefan (GIL-SL) am 25. Juni 2001 20:13:23:

Was haltet ihr davon, wenn Chri$tian die Story mit in sein Archiv nimmt?
Dafür ist es doch da. Er meinte jedenfalls sowas. Dann kommen so langsam alle interessanten Stories mal zusammen.
Dirk

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Claudia (Claddyn), Wednesday, 04. November 2026, 08:34 @ Dirk


Als Antwort auf: Vorschlag: Ab damit zu Chri$tians Archiv ! von Dirk am 25. Juni 2001 20:24:52:

Was haltet ihr davon, wenn Chri$tian die Story mit in sein Archiv nimmt?
Dafür ist es doch da. Er meinte jedenfalls sowas. Dann kommen so langsam alle interessanten Stories mal zusammen.
Dirk


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