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*seufz*

Can Tho @, Tuesday, 30. March 2004, 19:21 @ Peter/Nuriet


Als Antwort auf: hab ich schon mal versucht zu erklären ;) von Peter/Nuriet am 30. März 2004 18:54:03:


Es gibt solche und solche Schwerter. Die 30pfünder sind Bidenhänder, deren Kamptechnik darin bestand, sie hochzuwuchten und auf den Gegner fallenzulassen. Da hilft dann auch kein Schild mehr. Oder sie vom galoppierenden Pferd aus einfach in die Menge zu sicheln, bzw. seitlich weggestreckt zu halten. Oder aber sie dienten als Prunkschwert für Paradezwecke.
Das "normale" Schwert für den Zweikampf, unter anderem das Bastardschwert, war sehr viel leichter, ging aber auch häufiger kaputt.
Die östlichen Schwerter sind ganz anders gelagert. Die (grausigen) Kung-Fu-Teile schwabbeln munter und biegsam durch die Gegend und wiegen nicht viel. Mein Sushi-Messer (Katana, signiert, von ca. 1870, also noch sehr jung) wiegt irgendwas zwischen zwei und drei Kilo, schätze ich. Müßte ich auch mal auf die Waage legen. Wer übrigens denkt, die Dinger seien messerscharf (die alte Legende von "in-den-Bach-rammen-und-vorbeifließendes-Blatt-zerteilen" ist übrigens hanebüchener Blödsinn), liegt halb verkehrt - die Form machts. Mit der richtigen Technik und einem Quentchen Kraft gehen diese Klingen wie Butter durch (japanische) Rüstung, Fleisch und Knochen.
Und übrigens: was viele vergessen, ist die schlichte Tatsache, daß die Jungs damals - egal, woher sie kamen - für den Kampf gezüchtet wurden und hauptsächlich aus Muskelmasse bestanden. Die haben tagtäglich nix anderes gemacht und 15 kg und mehr leichter rumgewuchtet als unsereiner.


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