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Kärglich (30 Dublonen) Der Geselle

Knut @, Thursday, 17. October 2002, 23:23

Lautes Zanken dringt aus der dichten Staubwolke am Hoftor der Schreinerei
'Travon'. "Du letzt Geborenes einer Pera Spinne, hast das ganze Stück verdorben! Nichtsnütziger Bastard!" Das Geräusch von Holz auf grob' Leinen bedeckten Rücken ist zu hören "Scherr dich fort! Raus! Verschwinde!" Aus der Wolke stürtzt ein hagerer, hoch gewachsener Mensch, gefolgt von einem zerbrochenem Stuhlbein das wieder, wieder und wieder auf sein Rückrad knüppelt. Dem Stuhlbein folgt einen wesendlich älterer Menschen, das Gesicht im Zorn verzerrt das Stuhlbein führend. Schnell stürmt das Trio auf die Straße und erst nach einigen Vat beruhigt sich der Knüppel in des Meister Hand langsam in einer letzen drohenden Geberde "Und lass dich nie mehr hier Blicken! Bastard!" Der geprügelte Geselle sieht die Geste nicht sondern rennt Kopf vor Hals die Straße hinunter. "Bastard!" verklingt hinter ihm der Zorn des Meisters.

Mit gebeugten Kreuz taucht er in die engen Gassen des Armenviertels, steigt die 4 Treppenabsätze zu dem kleinem Dachzimmer empor, das er sich mit seiner jungvermählten und ihrem Kinde teilt. Als die Frau ihn freudig umarmt stöhnt er Schmerz geplagt auf. Auf den fragenden Blick antwortet knapp. "Der Meister hat mich gefeuert." Das hübsche Gesicht der Frau fällt auf ihr Kinn herrab. "WaWas?" Sie sinkt auf einen Schemel nieder. "Ich werde schon was neues finden" spricht er, tritt an den Wasserbottich herran und wirft sich zwei Hände voll Wasser ins Gesicht. Mit Schmerz in den Augen zieht er sich die Kutte aus. "Komm schau mal nach meinem Rücken!" "Bei Mehdora!" ruft sie aus und springt herrbei. Mit sanften Fingerkuppen fährt sie durch die blutigen Wunden, nicht sanft genug. "AU! Pass doch auf!" Vorsichtig wischt sie das Blut beiseite und spricht dabei "Wir müßen ins Armenhaus wenn du keine Arbeit findest. Oh, das Kind!" Darauf weiß er nichts tröstendes zu erwiedern...


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Knut, Monday, 02. November 2026, 01:47 @ Knut


Als Antwort auf: Kärglich (30 Dublonen) Der Geselle von Knut am 17. Oktober 2002 23:23:30:


hab die perspektive versaut..scheiße!


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'Ihr gesicht fällt auf ihr kinn...' HÄÄ?? (n/t)

Markus @, Friday, 18. October 2002, 10:49 @ Knut


Als Antwort auf: ach scheiße von Knut am 18. Oktober 2002 03:30:38:

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Kärglich (30 Dublonen) Der Geselle.... mh?

katy /sopry @, Friday, 18. October 2002, 06:04 @ Knut


Als Antwort auf: Kärglich (30 Dublonen) Der Geselle von Knut am 17. Oktober 2002 23:23:30:


Laut schreit dein Meister dich an, die Staubwolke die ihr im Hof der Schreinerei aufwirbelt dringt in deine Lugen wie klumpiges Mehl und droht dich in deiner Verzweiflung zu ersticken.
'Travon'. "Du letzt Geborenes einer Pera Spinne, hast das ganze Stück verdorben! Nichtsnütziger Bastard!" ruft der alte aber sehr drahtige Mann aus. Mit einem Stück Holz schlägt er auf deinen mageren nur von grobem Leinen geschützten Rücken ein.
"Scherr dich fort! Raus! Verschwinde!" Aus der Wolke stürtzt du das Hoftor hustend hinaus. Hager, hoch gewachsen - verfolgt von dem Stuhlbein an dem dein Meister hängt und immer und immer wieder auf dich einschlägt. Du wagst es nicht dich zur Wehr zu setzen, weder dich um zu drehen und die Schläge mit den Händen abzuwehren, noch ihm das Ding aus seinen Händen zu winden und ihm etwas seiner eigenen Medizin zu Schlucken zu geben. Du hast keinen Bürgerbrief - er schon. Binnen minuten wärst du im Turm und alles wäre vorbei nur noch viel schlimmer...

Mit zornesröte im Gesicht führt der Meister das Stuhlbein wie eine Waffe. Du kannst spüren wie die Haut platzt und das Leinen an deinem blutigen Rücken klebt. Erst nach einigen Vat beruhigt sich der Knüppel in des Meister Hand langsam in einer letzen drohenden Geberde ruft er:"Und lass dich nie mehr hier Blicken! Bastard!" Du drehst dich nicht mehr um, bist froh das die Prügel aufgehört haben und flüchtest kopflos die Straße hinunter.
"Bastard!" verklingt hinter dir der Zorn des Meisters.
Mit gebeugten schmerzendem Kreuz tauchst du in die engen Gassen des Armenviertels, steigst die 4 Treppenabsätze zu dem kleinem Dachzimmer empor, das du dir mit deiner jungvermählten und eurem neugeborenen Kinde teilst. Als deine ausgemergelte, noch von der Geburt geschwächte, Frau dich freudig umarmen will, stöhnst du vor Schmerz auf. Auf den fragenden Blick antwortest du mit zitternder Stimme. "Der Meister hat mich gefeuert."
Das hübsche blasse Gesicht deiner Frau fällt auf ihr Kinn herrab. "WaWas?" Sie sinkt auf einen Schemel nieder. "Ich werde schon was neues finden" sprichst du schnell, trittst an den Wasserbottich herran und wirfst dir zwei Hände voll Wasser ins Gesicht. Mit Schmerz in den Augen ziehst du dir die Kutte aus. "Komm schau mal nach meinem Rücken!"
"Bei Mehdora!" ruft sie aus und springt herrbei. Mit sanften Fingerkuppen fährt sie durch die blutigen Wunden, nicht sanft genug. "AU! Pass doch auf!" Vorsichtig wischt sie das Blut beiseite und spricht dabei "Wir müßen ins Armenhaus wenn du keine Arbeit findest. Oh, das Kind!"
Du schaust in das kleine hölzerne Gestell, in dem der Säugling friedlich ruht. Viel zu viele Kinder hast du tot in der Gosse liegen sehen, Säuglinge an Brüsten die von Auszehrung und Hunger leer waren und ihnen keine Nahrung mehr boten... eine Vision der Zukunft, die dir die Konsequenzen deines Versagens deutlich machen.
Du läßt dich auf den alten Stuhl sinken und vergräbst dein Gesicht in deinen Händen.

nur ein perspektiv-versuch, nicht boese sein knut...


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