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Vorschlag für NPC-Kosten & more

Wolli @, Thursday, 10. October 2002, 07:48

Die ganze Diskussion um NPC-Kosten und - einkommen ist nun schon so alt wie mein unwürdiges Dasein bei CHR (geschätzt 2 1/2 Jahre). Es hat - das gleich vorweg - noch NIE (!) eine gute Lösung für die Fragen gegeben, die vor allem dadurch auftauchen, dass die CHR-SC-Wirtschaft eben nicht "allumfassend" ist und man somit auch nur beschränkt Kohle durch SC-Handel machen kann. Viele Waren können mangels Anbieter bzw. Kunde nicht richtig gehandelt werden, die SC kaufen zu wenig ein - etwa weil die Lebenshaltung (gottseidank) pauschal bei chronline abgebucht wird -, man kann nur sehr bedingt den wirtschaftlichen Erfolg einer Person in CHR "messen" und damit auch nur bedingt ein "automatisches" NPC-Einkommen zusprechen usw. Zudem gibt es unzählige Sorten Spieler bei CHR: Da gibt es Wirtschaftsfreaks, denen es bei fetten Excel-Tabs und einer wilden Zahlenflut lauwarm das Bein herunter läuft oder Spieler wie mich, die einfach ein pbem-Spässle haben wollen, ohne mit Produktionsdaten usw. belästigt zu werden. Zudem kommt das Zeitproblem dazu: Während chronline immer weitertuckert, stecken die Spieler oft wochen- und monatelang in Mailwechseln, die die Produktivität "lähmen", während die Lebenshaltungskosten und jetzt auch Karkechkosten weiterlaufen. Das alles unter einen Hut zu bringen ist mE schlicht UNMÖGLICH!!!

Aber wir können es wenigstens HALBWEGS versuchen: NPC-Kosten sind durchaus sinnvoll - dass mich da keiner falsch versteht - , doch "normalerweise" muss ihnen immer auch ein vernünftiges NPC-Einkommen gegenüberstehen, wenn der Spieler keinen groben Unfug anstellt. Das muss der Wi-SL "schätzen". Wenn also ein fahrender Händler zwei Zugtiere hat, müssen sich deren Kosten grundsätzlich rentieren. Wenn er hingegen den Pralli macht und 18 Luxustierchen vor seinem kleinen Wagen hat, dann legt er eben drauf... Gleiches gilt für Piraten und sonstige Meerpaccos. Da muss eine sinnvolle Verteilung gefunden werden. Wer eine bescheidene MAnnschaft hat, bringt sie gut durch. wer hingegen 300 Mann auf die Sloop packt, der muss spielerisch schon ein paar Ideen bieten, sonst endet er vor dem Insolvenzrichter (in CHR: SCHULDTURM!). Auf dem Metcha kommt freilich noch ein strukturelles (!) Problem hinzu: Es gibt viel zu wenige Kauffahrer und viel zu viele Piraten. Das liegt aber nur daran, dass die Weltkarte insoweit keinen Platz für einen fetten Kauffahrerverkehr auf dem Metcha bietet: Anders als in der Karibik und bei "Pirates!" ist der Metcha eben nicht von Städten umgeben und daher nicht so stark befahren. Aber das kann und wird der Meer-SL schon richten.

Denkt mal drüber nach...

Wolli

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Re: Vorschlag für NPC-Kosten & more

Dirk @, Thursday, 10. October 2002, 10:50 @ Wolli


Als Antwort auf: Vorschlag für NPC-Kosten & more von Wolli am 10. Oktober 2002 07:48:39:


Ich hab' auch noch eine Idee. Sie klingt vielleicht etwas doof, aber was solls?

Was, wenn alle NPC-Sachen genau so viel an Gewinn reinbringen, wie sie Kosten verursachen + Lebensstandard, der dafür angemessen ist, das zu halten? Da wäre dann wohl der LS = Normal für angebracht, weil der ja 'normal' ist.
Und mehr als einen Laden oder eine Werkstatt kann man sowieso nicht führen.
(Was gleichzeitig bedeutet, daß man zu Beginn nicht mehr als einen Standard-Laden oder eine Standard-Werkstatt haben darf, wenn man als Meister anfängt.)

Der Gewinn würde dann durch Handel unter des SC's laufen.
Beispiel:
Eine Schmiede eines SC's, der Schmiedemeister ist, macht
120 DB Gewinn (LS = Normal)
+30 Db für den SC
-----------
150 Db

Eine Schmiede mit einem zusätzlichen NSC-Angestellten wirft genauso viel ab.

Eine Schmiede mit einen zusätzlichen SC-Angestellten (der 30 Db im Monat verdient) wirft an NSC Einnahmen
120 (Grundgehalt Schmied)
+30 (Grundgehalt Angestellter)
+30 (NSC-Gewinn für den Besitzer)
+30 (Prämie für den Besitzer, weil er einen SC-Angestellten hat)
---------
200 Db ab (+ Instandhaltung, die automatisch läuft)

Die Vermittlung eines SC-Angestellten durch einen SC-Angestellten würde diesem dann zusätzlich zu seinem Gehalt 30 Db bringen (dem Werber), dem Arbeitgeber, der ihn einstellt ebenfalls und dem neuen SC-Angestellten dann das Grundgehalt von 30 Db... d.h. der Betrieb wirft plötzlich durch NSC-Einnahmen folgendes ab:
120 Db für den Chef
+30 Db NSC-Gewinn für den Chef
+30 Db für SC-Angestellten 1
+30 Db für SC-Angestellten 2
+60 DB Prämie für Chef
+30 Db Prämie für Angestellten
----------
300 Db durch NSC's
Hat diese Schmiede noch 2 weitere NSC-Angestellte, würde sie dennoch nur 300 Db NSC-Gelder abwerfen.

u.s.w.

Da muß der Spieler matürlich sehen, daß er Verträge bekommt, die ihm zusätzliches Geld bringen. <b>Danach</b> muß er, nur für diesen Auftrag eines anderen SC, Kohle und Metall besorgen u.s.w. Und dementsprechend hat er dann Gewinn.

<b>Frage:</b> Wer hat dann das Geld, um Geld auszugeben?
<b>Antwort:</b> Das Militär, die Reichen, die Kirchen, der Adel, die Regierung... eben solche 'Leute', die keine Waren produzieren.

Was haltet ihr von diesem System? Ich denke, es läßt sich auf alle Bereiche anwenden. Händler müssen dann natürlich die Waren, die sie verkaufen wollen, erstmal von Jemandem produzieren lassen, wenn sie sie dann in einer anderen Stadt gewinnbringend verkaufen wollen.

Gruß Dirk


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Beispiel Vardam

Dirk @, Thursday, 10. October 2002, 11:06 @ Dirk


Als Antwort auf: Re: Vorschlag für NPC-Kosten & more von Dirk am 10. Oktober 2002 10:50:19:


Vardam hat ein Schiff.
Er heuert 5 NSC's an. Mehr bekommt er einfach nicht zugestanden. Der Rest der Besatzung <b>muss</b> aus SC-Leuten bestehen. Er schippert fröhlich NSC-Einnahmen ein.
Sein LS als Schiffsbesitzer könnte mal gut auf 120 Db festgelegt werden. Er benutzt ja immerhin nur einen NSC-Kapitän. (Ist er also selbst schuld *g*)

120 Db für ihn
+30 Db zusätzliche NSC-Gewinne
---------
150 Db bekommt Vardam

Beispiel 2:
Vardam stellt einen SC-Kapitän und 2 SC-Matrosen ein.
120 Db für Vardam
+30 Db NSC-Gewinn
+60 Db Prämie für die beiden SC's
+120 Db für den SC-Kapitän
+30 Db für den SC-Matrosen
--------
330 Db Einnahmen durch die NSC-Fahrten
Gewinn macht er allerdings nur
30 Db für NSC-Gewinne
+60 DB Prämien
----------
90 Db

Der Rest wird verteilt.
Das Schiff hätte dann 5 NSC's + den Kapitän + den SC-Matrosen = 7 Personen an Bord.

WIE er das Geld verteilt, ist allerdings dann seine Sache.
Wenn der Kapitän nur 100 Db bekommt, dann gewinnt Vardam eben die 20 Db zusätzlich. Eine gemeine Art, aber wer sich als SC darauf einläßt... nun ja *g*

Dirk


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Re: Beispiel Vardam

Dirk @, Thursday, 10. October 2002, 11:07 @ Dirk


Als Antwort auf: Beispiel Vardam von Dirk am 10. Oktober 2002 11:06:37:


Bin aus Versehen von nur einem SC-Matrosen ausgegangen. Aber macht ja nix.

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Re: Beispiel Vardam

Vardam @, Thursday, 10. October 2002, 13:05 @ Dirk


Als Antwort auf: Re: Beispiel Vardam von Dirk am 10. Oktober 2002 11:07:38:

Bin aus Versehen von nur einem SC-Matrosen ausgegangen. Aber macht ja nix.


Wäre vielleicht hilfreich, wenn du dir über die restlichen 430 Spieler den
Kopf zerbrichst aber nicht unbedingt über mich.... Thx...


V.


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Re: Beispiel Vardam

Dirk @, Thursday, 10. October 2002, 13:09 @ Vardam


Als Antwort auf: Re: Beispiel Vardam von Vardam am 10. Oktober 2002 13:05:57:


Nu ja. Ich habe dich und deine Schiffslinie als Beispiel genommen, weil damit die Diskussion begann.

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Gedanken zu NPC-Kosten & more

Detlef/gilsl @, Thursday, 10. October 2002, 13:10 @ Wolli


Als Antwort auf: Vorschlag für NPC-Kosten & more von Wolli am 10. Oktober 2002 07:48:39:


Hi ist etwas länger geworden deshalb ne Kurzfassung für eilige Leser :-)

NPC-Löhnen und NPC-Einnahmen hängen zusammen. Der Spieler will NPC's und NPC-Einnahmen, also muß er auch NPC-Löhne zahlen, sonst gibt es kein Regulativ.
Die NPC-Löhne sollen im bekannten NPC-Lohnrahmen von CHR liegen also 15 - 100 DB/AU. Regionale Unterschiede sind gewollt. Normale Soldaten u. Leibwächter würde ich mit 30 - 45 Au/DB ansetzen. Die Einnahmen aus NPC-Geschäften müssen sich daran orientieren. Wegen der Unvollkommenheit des Systems muß zwingend ein Wisl das Wirtschaftsleben steueren.

Langfassung :-)

Wie wir ja schon vor einiger Zeit festgestellt haben spielen in CHR mehrere Gruppen. Die Wirtschaft- Aktions- und was weiß ich noch für Playas. Dies "Welten" unterscheiden sich schon um einiges, ich denke aber etwas vereint die meisten SC. Viele (alle ?) Playas wollen Dublonen, Auran, eben fette Kohle. Manche haben das schon im Übermaß und schaun nicht mehr auf die Dublone (auch auf 100 oder 1000). Die meisten aber müssen sich noch heftig mühen um ans Gold zu kommen. Wozu braucht man viel Gold ? Nun vor allem um Macht auszuüben. Das ist in CHR das gleiche wie im RL.

Es gibt nun mehrere Wege zum vermeintlichen Glück. Ein coole Anmeldung (wird meist von erfahrenen Spieler praktiziert), ein fetter Staatjob oder eben ein tolles NPC-Einkommen sind da gute Ansätze. Auch Handel kann mit spendierfreudigen Partner, am besten staatlichen Stellen, was einbringenden. Ob Straßenraub oder Piraterie zu viel Gold führen weiß ich nicht, da fehlt mir die Erfahrung. "Richtige" Arbeit im Rahmen der Wirtschaftssimulation ist aber sicher der schwierigste Weg.

Bei den sogenannten NPC-Einkommen handelt es sich um Gold, das der Spieler für fiktive Geschäfte erhält.In der Regel Geschäfte die SC untereinander nicht tätigen, die aber nach allgemeiner Lebenserfahrung eigentlich stattfinden müssen. Also z.B. ein Apotheker, dessen Geschäfte auf diese Weise simuliert werden. Hier muß der Wisl viel Augenmaß beweisen, um das Einkommen im CHR-Üblichen Rahmen zu halten.

Man beachte ein Seemann verdient 15 DB, ein Talö 30 DB, ein Schmiedemeister ca. 90 Dublonen. Die überwiegende Anzahl der NPC-Bevölkerung sind wohl Tagelöhner oder einfache Leute usw. Was können die also zahlen. ? Das sollte man auch bei den SC-Gehältern im Augen behalten.

Dann gibt es noch den Handel mit dem Wisl. Allgemein bekannt ist, dass ein Wisl als Verkäufer auftritt wenn Waren nicht am Markt erhältlich sind, weniger bekannt ist, dass er, so er den mag, auch Waren einkaufen kann. In beiden Fällen muß ein Preis gemacht werden. Natürlich möchte jeder SC wenig zahlen und viel einnehmen. Ein gewisses Dilemma für den Wisl, will er erstens SC-Produzenten nicht aus dem Markt drängen und andererseits auch keine Waren zu überhöhten Preisen einkaufen.

So weit so gut. Wozu sind nun NPC's nütze ?

Ersten um das Spiel etwas zu bereichern. Diener, Türsteher usw. machen sich halt ganz hübsch.

Zweitens als Produktionsmultiplikator. Ein Schneider kommt eben auf keinen goldenen Zweig, es sei denn er beschäftigt 10 weiter NPC-Schneider, zahlt denen 50 Dublonen (an den Wisl) und berechnet deren Leistungen seinem SC-Kunden mit 100 Dublone. Dann macht er, so er seine Ware verkaufen kann , 500 DB Gewinn. Wenn nicht macht er aber auch 500 Miese. Das nennt man dann unternehmerisches Risiko. Bleibt der Schneider auf seinen Waren sitzen könnte er versuchen mit dem Wisl ein NPC-Geschäft zu tätigen. Hier stellt sich dann für den Wisl die Frage ob und wenn ja wieviel Gewinn der Spieler machen darf oder kann es auch mal ein Verlust sein ?.

Drittens NPC's als Machtfaktor. Es ist ein verbreiteter Irrtum, dass die Spieler CHR beherrschen, tatsächlich sind es die NPC's.... Sei es als Leibwache, Stadtwache oder Armee. Das so eine Truppe ordentlich was kostet wird meist einfach ignoriert. Die SL-NPC's zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind sicher von Nöten, aber die Größe von Truppen, die Ausstattung usw. sollte sich wenigstens annähernd an dem wirtschaftlichen Rahmen orientieren. EST/VOR/GIL und MEN sind relativ kleine Städte.

Das diese oder ähnliche Diskussionen schon öfter geführt wurden ist gut. Ich denke schon man sollte sich bestimmte Zusammenhänge gelegentlich mal wieder ins Gedächtnis rufen, auch für die neuen Mitspieler.

NPC's die nur zum Bereichern der Handlung da sind müssen nichts kosten, aber wenn von dem NPC eine Wirkung ausgeht, sei es produktionstechnisch oder machtmäßig sollte es schon eine Frage der Wirtschftlichkeit sein ob man sich eben 10 Leibwachen leisten kann.

Der Produktfaktor NPC wirkt sich dank CHRon produktionssteigernd aus. Seine Kosten werden über die Einkünfte gedeckt. Er trägt sich also mindestens selber, wenn das Produkt verkauft wird. Er ist allerdings auch der entscheidende Faktor zur Berechnung des Warenpreises. Ein Gewinn entsteht für den SC wenn er seinen NPC's weniger zahlt als er seinem Kunden in Rechnung stellt. (wie im RL).

Der Machtfaktor NPC verursacht nur Kosten. Die Armee muß von den Steuern der Bürger finaziert werden, die Leibwache vom Einkommen der Bewachten. Die Preise für einen Soldaten sollten sich an den eines Arbeiters orientieren also ca. 30 - 45 AU/DB, natürlich nach oben offen :-)

Spieler, die das alles nicht interessiert kann ich gut verstehen. Aber wenn man zusammenspielen will muß es halt eine gemeinsame Basis geben. Und die gemeinsame Basis in CHR ist aus meiner Sicht das Wirtschaftssystem, das bei aller Unvollkommenheit verbindet und wegen der Unvollkommenheit vom Wisl moderat gesteuert werden muß.


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