Spielerforum

zurück zur Hauptseite
in Thread öffnen

Re: Bettelarm (15 Dublonen) Der Fischer

katy /sopry @, Friday, 04. October 2002, 10:24 @ Knut(MeerSL)


Als Antwort auf: Bettelarm (15 Dublonen) Der Fischer von Knut(MeerSL) am 04. Oktober 2002 04:32:56:

(und weil ich gerade so ne laune hab:)
Müde ziehst du die Ruder durch, nichts zum letzten mal, doch der Hafen ist schon in Sicht.
Im Osten fängt an die Sonne zu glimmen. Ihr Licht strahlt hinter dem Tafelberg hervor. Die ganze Nacht warst du in der Bucht Estichas unterwechs deine Netze zu kontrollieren. Viel hat sich diesmal nicht verfangen, doch eine Falle am Sundmut hat 4 Vanora-Muscheln gebracht. Das wird wenigstens etwas Geld auf dem Markt bringen.
Die Familie wird sich wohl wieder mit Metchà-Aal zufrieden geben müssen. Das Boot leckt und du mußt das Rudern unterbrechen um es zu lenzen. Deine Knochen schmerzen, deine Finger sind von den feinen Netzen verschnitten und brennen im Salzwasser. Du schaust zum Schimmer der Sonne auf und singst dein Leid wie dein Vater es dir lehrte:
<center><i>"Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig

jede Nacht draußen am Schaffen

so läuft es schon ewig

die Familie ernähren oder Sterben lassen

Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig

jeden Abend treibt der Hunger mich hinaus

so läuft das schon ewig

hört es erst mit dem Tode auf?"</i></center>

ein kleiner silberfisch springt aus dem wasser. das erglimmende licht laesst seine schuppen aufleuchten. es ist dir als wolle dich vanor necken.
mit einem "plitsch" faellt das lebewesen zurueck ins wasser.
die luft riecht nach algen und so sehr deine haende auch schmerzen, bist du doch in deinem leben gefangen. wie leicht waere es aus dem boot in das kuehle wasser zu gleiten und deinen irdischen (chrestonimschen) koerper abzustreifen?
wuerde deine familie ohne dich nicht verhungern und die kaelte von yoroms reich dich nicht schrecken, dann haettest du diesen weg vielleicht laengst gewaehlt.

wieder legst du die ruder an, den schmerz und die verzweiflung ignorierend, legst du dich in die riemen. eine lange nacht, ein leben ohne hoffnung, das dich dennoch vorwaerts traegt.
wo sind die traeume deiner kindheit? sie erscheinen so unwirklich wie das letzte lachen auf deinem gesicht, das so lang entfernt ist, das du die stirn runzelst in dem versuch dich daran zu erinnern. vergeblich....


  782 Views

gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

26177 Einträge in 5817 Threads, 129 angemeldete Benutzer, 1 Benutzer online (0 angemeldete, 1 Gäste)
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt
powered by my little forum