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von den dingen die mir durch den kopf gehen....

katy /sopry @, Thursday, 12. September 2002, 09:38

...auch wenn manche leute bezweifeln das darin ueberhaupt etwas vor sich geht.

da kommt mister wirtschafts-spieleleiter und trennt die spielerschaft in zwei lager. dabei ist der beginn gar nicht so schlimm, nicht?
die elende papierfrage....
und das ganze waere auch nicht eskaliert, wenn er nicht derart auf seinem kleinkariertem standpunkt steckengeblieben waere und jede einigung abgelehnt haette, weil sie ihm nicht passt.

das leben besteht aus kompromissen, auch wenn die einem manchmal unzulaenglich erscheinen und ganz und gar nicht in den kram passen.
in meinem alter (ohaja ich bin tatsaechlich kein kind mehr) - ist man nicht mehr so bereit auf kompromisse ein zu gehen. das liegt in der natur der sache. man hat es nicht mehr noetig sich von hinz und kunz vorschriften machen zu lassen wie etwas zu funktionieren hat.
die abhaengigkeit fehlt ganz einfach und ein bisschen lebensweisheit und gelassenheit hat man schon dazu gewonnen. wenn ich auch nicht so alt und abgeklaert bin, wie ich gerne glauben mache.

dann kommt jemand daher, der mit seiner spieleleiterschaft meint er haette die weisheit mit loeffeln gefressen und einer arroganz die einem die haare zu berge stehen lassen. nicht nur das, er lehnt jede regelung ab, weil er so von der macht seiner vermeindlichen position ueberzeugt ist, das er meint er braucht nicht auf andere ein zu gehen.
"ich bin sl und ein jeder hat sich daran zu halten was ich sage." das ist eine einstellung, aber eine von den falschen.
es ist nicht immer verkehrt einzulenken. man verliert dadurch nicht sein gesicht, man kann eines gewinnen.

ich will nicht verhehlen das mir das wirtschaftsgemache keine freude bereitet und ich habe sopry immer da heraus gehalten und war froh wenn ich damit nichts zu tun hatte. das andere daran ihre freude haben, sich diese dinge als hintergrund auszudenken und dann darauf beharren ist ganz wunderbar. solange sie mich nicht zwingen wollen ihre passion zu teilen.
ich selbst habe ein paar wenige dinge an chrestonimscher geschichte getan, ich bin mir sicher das josef eine unmasse - einen ganzen berg an geschichte - geschrieben hat.
das ganz ohne sl-anweisung... und unterwuerfigkeitsvertrag.
denn je weiter ich mich hinein lese, erscheint mir doch nichts anderes gefordert.

als ich das spiel began habe ich einige fehler gemacht, die ich mit boesem blut im forum habe buessen muessen. das war teilweise wirklich heftig, aber es waren meine hintergrundluecken die mich jedesmal mit alten spielern in einen disput rennen liessen. ich bin vorsichtig geworden und ich habe dazu gelernt.
toleranz gegen die neuen spieler gehoert fuer mich einfach dazu und auch die hilfestellung die jemand braucht. fehler sollen nicht zu elefanten werden und keiner so niedergebruellt werden.

allerdings liegt der fall hier ganz anders, oder?

das spiel wird mit wachsenden regeln immer komplizierter und undurchsichtiger. wenn wir darauf bestehen das die kleinste kleinigkeit so eingehalten wird, wie irgendwo in der weltenbeschreibung geschrieben, wenn wir darauf bestehen das jeder gedanke eines sl ausgefuehrt wird, dann ist es einfach nicht mehr spielenswert.
heute ist es ein bogen papier, das naechste mal ein laib brot oder die pfeilspitzen der wache.

eine rueckbesinnung erbringt fuer mich nur, das chrestonim ein spiel ist das freude machen soll. sicher hat es regeln, aber wenn es an regeln erstickt und durchdrungen von pflichten!.... wer hat dann noch spass daran?
von flexibilitaet lebt das spiel und ich denke es ist nicht zuviel verlangt die von einem sl zu erwarten und nicht nur von der gesammten spielerschaft.

und - was mich ziemlich annervt, das ist wenn man sich einbildet man waere besser als der rest und alle muessten daraufhin tun was man sagt.
vielleicht muss man erst ein paar mal in die scheisse getappt sein, um zu begreifen das man genauso ein kleines arschloch ist wie alle anderen.

katy

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Sachfragen

Andy @, Thursday, 12. September 2002, 11:45 @ katy /sopry


Als Antwort auf: von den dingen die mir durch den kopf gehen.... von katy /sopry am 12. September 2002 09:38:57:


Irgendwo komme ich nicht umhin, mich als Papiermacher mit Kr'tel angeprochen
zu fühlen und meinen Senf entgegen allen guten Vorsätzen trotzdem mal zu
abgeben muß:

Jens, für meinen Teil bin ich vollkommen zufrieden, wenn jeden Monat ein
gewisser Betrag auf mein CHROn-Konto gebucht wird und ich dann entsprechende
Lieferungen in Gang setze. So langweilig ist mir nicht, dass ich das jedes
Mal im Detail ausgespielt haben muss. Leider scheint das per NPC-Einnahmen
ja nicht zu funktionieren (sorry, Gert) - ich glaube, etwa im November
letzten Jahres bekam ich meine letzte NPC-Überweisung in Höhe von 50
Dublonen. Da wurde mir das "Hobby" Papierwerkstatt einfach ein wenig zu
aufwendig...

Das Argument mit dem Lebensstandard sehe ich jedoch aus Gründen des
Hintergrundes nicht ein. Papier soll kein Massen-, sondern Luxusprodukt
sein. Kann sich natürlich ändern, wenn die Gilgater ihre Papierproduktion so
richtig anwerfen....
Wenn ich das falsch verstehe, richtet bitte eine Litfaßsäule auf den
Marktplätzen ein oder am einfachsten einen Screen, auf dem die
Werbeeinblendungen, Gesuche etc. für jeden Spaziergänger und Marktbesucher
zu sehen sind.

Dabei geht es mir nicht um den nervenaufreibenden Kitzel, Papierbögen
abzuzählen, sondern um die Tatsache, daß hier meines Erachtens zu viele
Financiers, Adlige, Söldner, Priester und Kämpfer herumrennen und eine Menge
Flair wegfällt, wenn niemand mehr - eben unter diesen Umständen - dumm genug
ist, einen Handwerker zu spielen. Wenn ich reine Seife hätte spielen wollen,
dann hätte ich nicht in der Berufsliste nachgesehen und mich als Handwerker
für einen Luxusartikel angemeldet, sondern als Visagist im J-Tempel (sorry,
Dirk) oder Chirà-Pediküren-Experte.
Das hat meines Erachtens auch wenig mit dieser unseligen Unterscheidung in
Action-player und andere zu tun, sondern mit dem besonderen Ambiente von
CHR, in dem eben nicht die 08/15-Abenteuerer in den Kneipen herumhängen und
schon wieder auf einen völlig hirnrissigen, unterbezahlten Auftrag zu einem
Himmelfahrtskommando warten. Nicht in der Mehrzahl....wenn man das
weiterspinnen möchte, kann ich in apokalyptischen Visionen schon die ersten
Elfen auf CHR sehen (jetzt hab ich doch nix verraten....?).

Spielspaß soll an erster Stelle stehen. Das sollte dann aber auch für alle
gelten, dann bitte auch für jemanden, der nicht gleich als Chrania anfangen
möchte, oder als Pirat oder als Großgrundbesitzer, sondern als einfacher
Mann aus dem Volk mit einem gewöhnlichen Beruf. Der Trend scheint mir
allerdings in letzter Zeit woanders hinzugehen.

Ein Kompromiß ist doch möglich und in vernüftigem Aufwand durchsetzbar. Zum Umgang untereinander äußere ich mich lieber nicht, da soll ich ja nicht so der Experte sein ;o)
Also plädiere ich schlichtweg für den Weltfrieden und den Chiràs, Sragon, Unuim und - achja - den Menschen ein Wohlgefallen. Ja, is denn jetz scho Weihnacht'n?


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Dazu .....!

Yirpa/Katharina @, Thursday, 12. September 2002, 12:24 @ Andy


Als Antwort auf: Sachfragen von Andy am 12. September 2002 11:45:24:


So, liebe Leute:
Jetzt will ich auch noch mal was dazu sagen, auch wenn's etwas länger dauern sollte:

Die künstlich aufgebauten Wirtschaftlichen Zwänge gehen mir auch schon seit längerem gewaltig auf die Nerven, und hätte ich das vorher auch nur geahnt, wäre ich bestimmt nicht als Handwerker eingestiegen, sondern als Priester o. Ä. Ich mache auch nur weiter, weil das drumherum Spaß macht. Sämtlichen ach so Erfahrenen und aufgeklärten Chrestonimern möchte ich mal folgende Tatsachen vor Augen führen:

a) Im Leitfaden steht die Bitte, doch als einfacher Bürger und nicht als exotisches Sonstwas einzusteigen. Das habe ich getan, aber es hat sich nicht ausgezahlt. Besonders, wenn ich da an die Kommentare der echten "Action-Playa" denke..

b) CHROnlne ist so kompliziert, daß das Führen eines Betriebs unötig viel Zeit verschlingt, Zeit die man vielleicht gerne mal für reines RPG nutzen würde. Auch sind die Gewinnspannen dadurch, daß das Produktions-Zeit-Verhältnis mies ist, so niedrig, daß der Lebensstandart entsprechend ist.

c) Ich könnte mir ja sagen: "Scheiß doch auf Lebensstandart", aber dann lese ich hier im Forum so nette Sachen wie: Setzt euren Standart hoch sonst setzt's was vom Pestilenz-SL.

Ja, wo sind wir denn hier?! Das Ganze ist doch hausgemacht!

Wollt ihr alltägliche Bürger? Dann ermöglicht ihnen auch normales Leben ohne blöde Kommentare oder Lebensstandart-Drohungen, die so überflüssig sind wie ein Kropf, weil man den Lebensstandart nicht hochsetzten kann! Und tut endlich das, was im Leitfaden versprochen ist: Jeder bekommt pauschal monatlich 'ne NPC-Einnahme überwiesen für die Sopry's und co, die sich nicht wie wir ständig mit CHRonline herumärgern.

Wollt ihr mehr RPG von den Bürgern, dann vereinfacht das Wirtschaftssystem, damit es weniger Zeit verschlingt.

So, tut mir leid, das mußte mal 'raus!


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Re: Dazu .....!

Mel @, Thursday, 12. September 2002, 13:53 @ Yirpa/Katharina


Als Antwort auf: Dazu .....! von Yirpa/Katharina am 12. September 2002 12:24:32:


Herrschaften!

Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass die Wirtschaft nicht funktioniert wie sie sollte. Es wurden schon viele Debatten darüber geführt, letztlich ergebnislos. Ich bin mir sicher, wenn es eine Lösung für das Dilemma geben würde, wäre sie längst gefunden und umgesetzt.

1. Durch mangelnde Automatisierung von Chr-Online liegt mindestens 50% der Wirtschaftsarbeit beim Wiesel. Was natürlich in einer Stadt wie Esticha deutlich zuviel ist. Nicht einmal die NPC Einnahmen werden zuverlässig verteilt und darauf kann man den Wiesels nicht einmal einen Vorwurf machen.

2. Durch den beständigen Spielerdurchlauf entstehen und brechen Wirtschaftskreisläufe schneller zusammen, als sich die Spieler darauf einstellen können. Nur bei Spielern, die konstant dabei sind, z.B. Pet, bei dem man Holzwaren bekommt und Majester bei dem man Wein bekommt sind bekannt genug und können als zuverlässige Warenlieferanten genannt werden.
Das ist leider selten der Fall und dadurch entsteht eine Unübersichtlichkeit, die jedes Wirtschaftssystem im Keim erstickt.

3. Durch die RZ in der Chrestonim abläuft, besteht ständig Mangel an Waren.

4. Jeder Plot, indem man Waren einkauft, kann gut mal 4-5 Wochen verschlingen, obwohl sie tatsächlich in wenigen Minuten getan wären. Dadurch wird man an den wichtigen Plots gehindert, weil man die Waren vermutlich eben genau für diese Plots einkauft. Dazu kommt man aber nie mehr, wenn man sich mit dem Einkauf an sich befasst.

5. Durch die schlechten Vorraussetzungen macht Wirtschaftsspiel keinen Spaß und entsprechend wenige wenden sich dem zu. Zumindest aber hören sie größtenteils nach kürzester Zeit wieder auf.

Davon auszugehen, dass sich überwiegend Adlige, Priester etc anmelden, könnte nämlich auch falsch sein. Vielleicht hören all die Handwerker nur ziemlich schnell wieder auf. Dadurch, dass nur 10% der Anmeldungen tatsächlich länger als 3 Monate im Spiel bleiben, wäre ein solcher Filter, nämlich, dass sich nur angesprochene Berufe halten, nicht gerade unwahrscheinlich.

Dennoch macht Chrestonim für jene Spaß, die sich nicht übermäßig mit dem funktionsuntüchtigen Wirtschaftssystem befassen. Wenn nun ein Wiesel daherkommt und die Spieler zwingen will, ein fehlerhaftes System zu akzeptieren, sorgt er längerfristig dafür, dass die Spieler aufhören.

Es gibt tatsächlich Dinge, die auch ich in der Wirtschaft im Bezug aufs RPG als relevant ansehe und ähnlich wird es auch Josef sehen. Das ist aber keine Konstante, sondern etwas, dass sich aus Erfahrung in Chrestonim und etwas Menschenverstand ergibt.

Nun gibt es aber die Wirtschaftsspieler und sie jammern, dass alles nicht funktioniert, denen kann man nur raten sich in Gedult zu üben. Eines Tages wird ein vollautomatischen Chr-Online die Welt erblicken. Gerüchten zufolge ist es bereits in Arbeit. Außerdem sollte man die Sache zum wiederholten Male nicht zu ernst nehmen. Wenn man seinen LS nicht bezahlen kann, ignoriert man ihn bestenfalls und spielt seinen Charakter so, wie er sich entsprechend seiner üblichen Einnahmen verhalten könnte. Durch gesunden Menschenverstand könnte man davon ausgehen, dass ein Papiermacher, der permanent arbeitet, aber im WS von Chrestonim nichts einnehmen kann, trotzdem einen LS von bürgerlich hat. Der Pestilenz ist übrigens eine Theorie, die genausowenig funktioniert wie das übrige System und er ist der Letzte um den man sich sorgen sollte.

So, ich hoffe all das nicht geschrieben zu haben um gleich wieder eine unsinnige Antwort zu bekommen. Meine Worte sind nicht das Gestammel eines Irren, sondern entsprechen Tatsachen.

Mel


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Knut, Monday, 02. November 2026, 07:24 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von Mel am 12. September 2002 13:53:02:


Das Wirtschaftsspiel ist wohl schwieriger als alles andere in CHR doch soll hier nicht der Eindruck entstehen das es unmöglich ist oder keinen Spaß macht. Die immer wieder zusammen brechenden Kreisläufe sind ein Teil der Herrausforderung und es macht schon Spaß sich dieser zu stellen. Mir hat es jedenfals Spaß gemacht.

Hier greift doch eine alte ungeschriebene Regel von CHR: "Mach du dein Spiel ich mach meins wenn wir was zu miteinander zu tun haben spielen wir zusammen." Will heißen wenn K'rtel zur Regierung geht und ihr Papier anbietet wird diese sicherlich den Plot nicht abbrechen. Aber irgendjemanden dazu zu zwingen Wirtschaftskreisläufe zu nutzen und etwa Papier einzukaufen um Anschläge zu machen ist kein CHR Stil.

Chrestonim ist ein Spiel ohne Regeln, ausser jemand will sich als Wirtschaftsspieler versuchen. :)

grüße knut


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Chirjeya und andere Fremdsprachen

Andy/ Kr'tel @, Thursday, 12. September 2002, 15:57 @ Knut


Als Antwort auf: Wirtschaftsspiel von Knut am 12. September 2002 15:27:06:


Scheinbar will es mir nicht gelingen, mich verständlich auszudrücken. Trotzdem versuch ich's nochmal.

1. Katharinas/ Yirpas Beiträge zeigen genau das, worauf ich aufmerksam machen wollte. Genau diesen Handwerkerfrust schiebe ich mit Unterbrechungen auch seit beinahe genau einem Jahr. Doch habe ich eine noch etwas längere Leitung und versuche stur, eben nicht alles hinzuschmeissen, wie mir das schon mehrfach angeraten wurde, weil dadurch meines Erachtens im Rollenspiel an Flair verloren geht.
Mein Anliegen besteht also darin, gerade neuen Spielern von Handwerkern genau diesen Frust zu ersparen und da mit etwas mehr "Menschenverstand" heranzugehen. Dazu gehört meines Erachtens irgendeine Art von Ausgleich gegenüber Adelstitel, Waffenfertigkeiten, Priesterimplanteten etc. Und damit ist keine Erweiterung und noch weitere Verkomplizierung der Regeln gemeint, davon haben wir schon viel zu viele.

2. Wenn der Eindruck entsteht, ich beschwere mich hier, weil ich mit Kr'tel wegen der bösen Regierung kein Papier verkaufen kann, und das jetzt auf regeltechnischem Wege durchdrücken will, der ist leider auf dem Holzweg, selbst als MeerSL. Kr'tel hat mehr Aufträge, als er bearbeiten kann. Und wenn es nach mir geht, weg mit dem ganzen Technokratenkram! Schmeiß CHROn in den Sand! Aber es soll Leuten geben, denen das Spaß macht - und denen schreib' ich's nicht vor. Nur pauschal zu sagen, Wirtschaft funktioniert nicht, und wer blöd genug war, sich anfangs brav an den Leitfaden zu halten, muß eben eine neue Figur entwerfen, halte ich für ein bißchen zu eigensinnig.

3. Lebensstandard und Papier bringe ich für die Wirtschaftsspieler aufs Tablett (sollte ich mich da als Nörgler angesprochen fühlen). Denn es wurde sich ja in erster Linie über die 1000 Aushänge wegen Gesuche und Angebote auf dem UMarkt beschwert. Das halte ich schlichtweg so unstimmig wie ein Pferd, das sich im Langen Graben einen Whiskey bestellt und dann sein Schwert schultert, um den nächstbesten Karkech zu erschlagen. Doch als Detailpunkt ist mir das recht egal, ob das wirtschaftlich verwurstelt werden soll oder nicht.


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Re: Chirjeya und andere Fremdsprachen

Knut @, Thursday, 12. September 2002, 16:11 @ Andy/ Kr'tel


Als Antwort auf: Chirjeya und andere Fremdsprachen von Andy/ Kr'tel am 12. September 2002 15:57:31:

Wenn der Eindruck entsteht, ich beschwere mich hier, weil ich mit Kr'tel wegen >der bösen Regierung kein Papier verkaufen kann...

Der Eindruck ist nicht entstanden, bist halt das passende Papierbeispiel :)

grüße knut


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Immer diese Verkomplizierungen und konkreten Verallgemeinerungen

René / Portrak @, Thursday, 12. September 2002, 17:39 @ Knut


Als Antwort auf: Re: Chirjeya und andere Fremdsprachen von Knut am 12. September 2002 16:11:25:


Hallo und so,

ist eigentlich immer die selbe Schleife. Einer stösst einen konkreten Punkt an, der ihn stört und dann wird eine prinzipielle Diskussion daraus. Dabei geht es bald um allgemeine Einstellungen und Ansichten zum Spiel. Will man schliesslich am konkreten Tatbestand etwas ändern, kippt damit immer auch gleich eine ganze Lebensphilosophie. Also bleibt am Ende alles beim Alten.

Es ging erstmal nur um das Papier und die Flut von Plakaten. Ausserdem um Papierhersteller die verhungern. Auch wenn ich das Beispiel mit den Broten und den Pfeilen eingeworfen habe, so stören diese frei verfügbaren Produkte im Moment ja eigentlich niemanden. Die Logik, wenn Papier gekauft werden müsse, dann zieht das seine Kreise bis zum Wattestäbchen, führt wieder zum Streit der Lager. Jetzt sind wir schon dabei, CHR-Online die Schuld zu geben. Das ist ein ganz anderes Thema.

Chrestonim besteht aus vielen Lagern, deshalb ist Chrestonim an sich schon ein einziger grosser Kompromiss. Über einen einzelnen Punkt wie die unbezahlte Papierflut können sich alle Parteien viel schneller einigen, als wenn ihr ganzes Lebensprogramm mit dran hängt. Bleiben wir also doch erst einmal beim Papier und nur beim Papier. Nicht bei den Nägeln und dem Kleber.

Fakt ist, Papier ist ein teures Gut. Fakt ist, manche kleben Plakate als wäre Wahlkampf. Der Lebensstandart kann normale Mengen an Papier beinhalten, all die kleinen Liebesbriefchen von Dirks Char und dergleichen. Erst, wenn die Papierkleberei zu einem Teil des geregelten Marketings wird, dann könnte der Betreffende Papier wie jeden anderen Rohstoff auch bezahlen. Es ist ermüdend, jedes Zettelchen erspielen zu müssen. Grossabnehmer dagegen können ohne weiteres Papier schon auf Vorrat kaufen. Das ist dein ein Plot und das Papier hält für 3 Monate. Im Gegenzug dafür können solche Versorgerplots auch zeitgleich oder nachträglich begonnen werden. So dass sich kein einziger Plot verschiebt, der auf den Besitz von Papier aufbaut. Ich weiss nicht, wo das Problem liegt, wenn ein Papierhersteller zum Amt geht und dort einen Preis für mehrere Stapel aushandelt.

Überhaupt kann der Papierhersteller doch die Runde bei seinen Grosskunden machen, anstatt zu warten, dass sie alle zu ihm kommen. Wäre das so, gäbe es weniger Probleme. Sollte eines Tages ein Bäcker seinen Laden eröffnen, sollte er nicht erwarten, dass sich jetzt alle auf seine Produkte stürzen, auch wenn ohne Brot alle längst tot wären. Die Meckerei über Leute, die sich nicht mit allen notwendigen Gütern versorgen endet nie. Nicht jeder hat die Lust und die Übersicht, sich über alle Produkte zu informieren, die im Spiel angeboten werden, wenn er auch bisher ohne sie zurecht kam. Deshalb: Die neuen Bäcker, Winzer, Waffenschmiede und Besenbinder packen einfach ihre Kisten voll, und sucht Ämter, Kasernen und Herbergen auf. Die Antwort "Wir brauchen kein Brot, wir bekommen welches von unseren NPCs." wäre spielerischer Unsinn.
Ich spiele einen Achorahkapitän. Dessen Mannschaft aus NPCs verfügt über Waffen. Die haben sie sich aus ihrer Heuer gefälligst selbst zu besorgen. Wenn jedoch ein Waffenhändler kommt und sein Zeug auf mein Schiff bringt, ist es unsinnig, sie aus Prinzip abzulehnen. Auch suche ich nicht explizit nach Seilern oder Segelmachern. Doch wenn einer kommt und was anbietet, dann verhandele ich. Auch die Armee wird einen Waffenhändler nicht einfach nach hause schicken, wenn er der einzige Spielerchar in dem Gewerbe ist.

Es ist spieltechnisch effektiver, der Markt kommt direkt zum Kunden, als umgekehrt. Dann ist es nämlich auch ein viel kleineres Problem für Schuster, Waffenschärfer oder Friseure, Kunden zu finden. Einfach nur sein Geschäft eröffnen und abwarten, ne das reicht nicht. Erst wenn sich die Chars vermehrt sträuben, ihre Waffen schärfen zu lassen oder ins viel zu harte Brot zu beissen, ist es sinnvoll, auf dem ooc-Forum anzuklagen.

Natürlich, je mehr Kleinkramanbieter sich aufdrängen, desto stärker sinkt letztlich der Lebensstandart. Dann wird der eben flexibler gestaltet. Aber wie gesagt, es geht ja im Moment nur um das Papier. Diese Werbeplakatekleber sind schon Grossabnehmer. Zwar posten sie immer nur ein Plakat, doch ist davon auszugehen, dass es weit mehr sind. Ein Plakat auf einem Markt in einer Millemetropole, das sichert zumindest keine NPC-Einnahmen. Als Grossabnehmer nehmen die meisten sicher gern Papierstapel ab, solange sie ihnen nicht nachrennen müssen. Es heisst ja Grossabnehmer und nicht Grosshinterherläufer.

Grüßchen
René


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Veränderungen

gilwisl @, Thursday, 12. September 2002, 16:27 @ Andy/ Kr'tel


Als Antwort auf: Chirjeya und andere Fremdsprachen von Andy/ Kr'tel am 12. September 2002 15:57:31:

Veränderungen sind wahrscheinlich deshalb schwierig, weil sich die meisten "Dinos" und Altspieler schon bestens arragiert haben. Ich bin ja immer noch der Auffassung, dass man mit den vorhandenen Möglichkeiten eine halbwegs funktionierende Wirtschaft anstoßen kann, die vor allem auch für Neueinsteiger Spaß bringt. Da zu müßten allerdings alle bereit sein ein mindestmaß an Wirtschaft zu akzeptieren und sich auch an den wirtschaftlichen Möglichkeiten eine 10.000 - 30.000 Seelenstadt zu orientieren.(Was kann sich so eine Stadt eigentlich leisten, an Truppen, Schiffen, Bauwerken ?) Zur Zeit hat eben jeder SL und Wisl so seine eigene Ansicht über die Umsetzung und wo in der einen Stadt restriktiv gespielt wird, herrscht in der anderen Stadt der Überfluss. Die dritte macht einen Eiertanz zwischen den beiden Polen. Das sind keine regionalen Unterschiede mehr, sonder einfach unterschiedliche Spielauffassungen.

Detlef

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Re: Wirtschaftsspiel

Jens/EST-WiSL @, Thursday, 12. September 2002, 16:11 @ Knut


Als Antwort auf: Wirtschaftsspiel von Knut am 12. September 2002 15:27:06:


Tja wie gesagt, ich gebe zu, das ich Chrestonim bislang so nicht gesehen habe. Ich habe meine Anforderungen an ein gutes Rollenspiel auf alle anderen Spieler übertragen. Das war ein Fehler, das hab ich jetz begriffen...so weit so gut.

Also jeder spielt sein Spiel. CHR ist ein Spiel ohne Regeln. Nun gut, dann stellt sich letztendlich für mich nur noch eine letzte Frage. Wenn es keine Regeln gibt insbesondere nicht in der Wirtschaft und jeder so spielt wie es ihm passt, wofür wird dann noch ein WiSL benötigt? Ein WiSL ist dann doch streng genommen überflüssig oder? Bitte verstehe meine Frage jetz nicht als Vorwurf, Angriff oder ironisch, sondern die Frage ist wirklich ernst gemeint. Es liegt mir viel daran, diese Frage geklärt zu bekommen.

mfg
Jens

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Re: Dazu .....!

Yirpa/Katharina @, Thursday, 12. September 2002, 14:12 @ Mel


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von Mel am 12. September 2002 13:53:02:


So! Endlich jemand, der es kapiert hat!

5. Durch die schlechten Vorraussetzungen macht Wirtschaftsspiel keinen Spaß und entsprechend wenige wenden sich dem zu. Zumindest aber hören sie größtenteils nach kürzester Zeit wieder auf.

Ganz genau! Also, mir macht es mittlerweile keinen Spaß mehr. Wenn ich mich ständig mit wirtschaftlichem Kleinkram hätte herumärgern wollen, hätte ich gleich BWL studieren können!

Davon auszugehen, dass sich überwiegend Adlige, Priester etc anmelden, könnte nämlich auch falsch sein. Vielleicht hören all die Handwerker nur ziemlich schnell wieder auf. Dadurch, dass nur 10% der Anmeldungen tatsächlich länger als 3 Monate im Spiel bleiben, wäre ein solcher Filter, nämlich, dass sich nur angesprochene Berufe halten, nicht gerade unwahrscheinlich.

So: Noch eine richtige Aussage. Ich habe nichts dagegen, im Rollenspiel eine ganz normale Person zu verkörpern. Aber der ewige Wirtschaftsärger kann einem den Spaß echt verderben. Ich spiele echt mit dem Gedanken, aufzuhören, und das erst nach einem halben Jahr. Hab eben 'ne längere Leitung als andere...

Dennoch macht Chrestonim für jene Spaß, die sich nicht übermäßig mit dem funktionsuntüchtigen Wirtschaftssystem befassen.

Wie wird man soeiner?

Nun gibt es aber die Wirtschaftsspieler und sie jammern, dass alles nicht funktioniert, denen kann man nur raten sich in Gedult zu üben. Eines Tages wird ein vollautomatischen Chr-Online die Welt erblicken. Gerüchten zufolge ist es bereits in Arbeit.

Stöhn! Soll das denn noch schlimmer werden?

Außerdem sollte man die Sache zum wiederholten Male nicht zu ernst nehmen. Wenn man seinen LS nicht bezahlen kann, ignoriert man ihn bestenfalls und spielt seinen Charakter so, wie er sich entsprechend seiner üblichen Einnahmen verhalten könnte. Durch gesunden Menschenverstand könnte man davon ausgehen, dass ein Papiermacher, der permanent arbeitet, aber im WS von Chrestonim nichts einnehmen kann, trotzdem einen LS von bürgerlich hat.

Ah ja! OK, endlich ein brauchbarer Vorschlag. Hoffentlich haben das recht viele gelesen, besonders die Lebensstandart-Nörgler.

So, ich hoffe all das nicht geschrieben zu haben um gleich wieder eine unsinnige Antwort zu bekommen.

Tut mir leid. Mußt es ja nicht lesen.
Katharina


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Re: Dazu .....!

katy /sopry @, Thursday, 12. September 2002, 15:41 @ Yirpa/Katharina


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von Yirpa/Katharina am 12. September 2002 14:12:40:

Ganz genau! Also, mir macht es mittlerweile keinen Spaß mehr. Wenn ich mich ständig mit wirtschaftlichem Kleinkram hätte herumärgern wollen, hätte ich gleich BWL studieren können!

was hindert dich deinen char zu veraendern. lass ihn seine faszination fuer die goetter entdecken und mach ihn zum novizen.... oder er erkennt, das das leben als geliebte eines hohen regierungsbeamten ganz wunderbar ist (*g das wurde sopry letztens im chat unterstellt - eine sehr interessante behauptung fuer eine angehoreige der aljenor chranijas), vielleicht geht bewirbt sie sich als scharfrichterin im kriegministerium, oder wird spionin fuer vobra.......
es ist nicht so, das du an deinem plan festhalten musst. sopry macht die zeitung auch nicht mehr, zumal die geldausbeute auch da nicht sonderlich war. die arbeit fuer die zeitung war zeitaufwendig und hat mir viel mehr streit eingebracht als freude. wenn man auch eine menge kontakte bekommt.

Davon auszugehen, dass sich überwiegend Adlige, Priester etc anmelden, könnte nämlich auch falsch sein. Vielleicht hören all die Handwerker nur ziemlich schnell wieder auf. Dadurch, dass nur 10% der Anmeldungen tatsächlich länger als 3 Monate im Spiel bleiben, wäre ein solcher Filter, nämlich, dass sich nur angesprochene Berufe halten, nicht gerade unwahrscheinlich.

So: Noch eine richtige Aussage. Ich habe nichts dagegen, im Rollenspiel eine ganz normale Person zu verkörpern. Aber der ewige Wirtschaftsärger kann einem den Spaß echt verderben. Ich spiele echt mit dem Gedanken, aufzuhören, und das erst nach einem halben Jahr. Hab eben 'ne längere Leitung als andere...

aendere deinen char. verkauf die habe und wandere aus. mach eine raeuberbande auf, lass ihn der dunklen goettin lijan huldigen - was auch immer. wenn du merkst das es dich mehr nervt als freude macht, dann aendere das ganze.
vielleicht wird sie gauklerin, oder nur alkoholikerin, die auf dem markt um schnaps bettelt...... es gibt tausend dinge und noch mehr.
befrei dich aus dem handwerk, wenn die wirtschaft nicht dein ding ist.

Dennoch macht Chrestonim für jene Spaß, die sich nicht übermäßig mit dem funktionsuntüchtigen Wirtschaftssystem befassen.

Wie wird man soeiner?

wie schon erklaert....

Nun gibt es aber die Wirtschaftsspieler und sie jammern, dass alles nicht funktioniert, denen kann man nur raten sich in Gedult zu üben. Eines Tages wird ein vollautomatischen Chr-Online die Welt erblicken. Gerüchten zufolge ist es bereits in Arbeit.

Stöhn! Soll das denn noch schlimmer werden?
Außerdem sollte man die Sache zum wiederholten Male nicht zu ernst nehmen. Wenn man seinen LS nicht bezahlen kann, ignoriert man ihn bestenfalls und spielt seinen Charakter so, wie er sich entsprechend seiner üblichen Einnahmen verhalten könnte. Durch gesunden Menschenverstand könnte man davon ausgehen, dass ein Papiermacher, der permanent arbeitet, aber im WS von Chrestonim nichts einnehmen kann, trotzdem einen LS von bürgerlich hat.
Ah ja! OK, endlich ein brauchbarer Vorschlag. Hoffentlich haben das recht viele gelesen, besonders die Lebensstandart-Nörgler.

das ist die chrestonimsche fraktion gegen das ausnuetzen der sozialhilfe *g. es mag ein paar geben die geld horten indem sie am lebensstandart drehen.... aber die meisten sind so wie du einfach nur empoert ueber die falschen unterstellungen.

So, ich hoffe all das nicht geschrieben zu haben um gleich wieder eine unsinnige Antwort zu bekommen.

Tut mir leid. Mußt es ja nicht lesen.
Katharina

katy

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Re: Dazu .....!

Detlef/Orbasan @, Thursday, 12. September 2002, 16:15 @ katy /sopry


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von katy /sopry am 12. September 2002 15:41:17:


He Katy
das funktioniert doch alles nur wenn wir nach dem Motto leben, über Geld redet man nicht, das hat man oder man braucht es eben nicht. Wozu dann die Mühe mit dem Wirtschaftssystem ? Wenn die eine Hälfte der Spieler sich bemüht einen Wirtschaftskreislauf in Gang zu halten, und die ander Hälfte von Luft und Liebe lebt ist das ja o.k. Wenn aber der eine seine Asnivala für 150 Auran kaufen muß der andere denkt sie sich einfach mal so herbei, wenn er sie gerade braucht... also ich glaube irgendwann fällt das auch dem eifrigsten Wirtschaftsspieler auf und vielleicht fühlt er sich ja doch verscheißert.


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Re: Ändere deinen Charakter

Dirk @, Thursday, 12. September 2002, 18:34 @ katy /sopry


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von katy /sopry am 12. September 2002 15:41:17:

...was hindert dich deinen char zu veraendern?

Absolut richtig! Ich habe es mit Rawir, der der einzige gespielte Feinschmied damals war, getan und ich habe es mit Vakrijan, der bei der Torwache war, getan. Es geht Alles. Ich muß da an Knuts Worte denken: "Es ist <b>dein</b> Spiel. <b>Du</b> bestimmst!

Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, daß sowohl in den Berufen als auch in der charakterlichen Darstellung kaum Jemand Veränderungen zuläßt, fast so, als müsse man immer böse sein, wenn man als Böser angefangen hat und gut sein, wenn man als Guter angefangen hat. Wandlungen sind <b>immer</b> möglich! Man sollte sich auch nicht zu akribisch an festegahrene Denkmuster festhalten, die man einmal dem Charakter der Spielfigur zugesprochen hat. <b>Dann</b> nämlich stagniert der Charakter.

Will sagen: Das mit dem Ändern kann auch mal den Charakter eines Charakters treffen, nicht nur den Beruf. <b>Diesen</b> (den Beruf) zu wechseln, ist aber wirklich eine der leichtesten Übungen.


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...du wirst lachen,

Yirpa/Kat. @, Friday, 13. September 2002, 09:03 @ katy /sopry


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von katy /sopry am 12. September 2002 15:41:17:

was hindert dich deinen char zu veraendern.


....genau das ist seit etwa einer Woche in Vorbereitung. Wollt' es nur nicht über das Forum posten, um den Leuten, die dran beteiligt sind, nicht den Spaß zu verderben. Aber ist ja jetzt auch schon egal.....

Grüße
Katharina/Yirpa


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Spielspaß in Chrestonim

Christian @, Thursday, 12. September 2002, 15:51 @ Yirpa/Katharina


Als Antwort auf: Re: Dazu .....! von Yirpa/Katharina am 12. September 2002 14:12:40:


Hallo Katharina,

Bitte laß Dich von dem Wirtschaftskreislauf nicht aus CHR vertreiben, denn CHR ist mehr als das. Ich hab mich bisher nicht so sehr dazu geäußert, weil Mel und Josef im Prinzip alles gesagt haben, was gesagt werden mußte. Aber jetzt möchte ich dazu auch noch mal was loswerden.

Ich hab mich nicht als einfacher Bauer angemeldet und würde es auch NIE tun und NIEMANDEM raten. Ich spiele CHR seit 3 Jahren oder so, in der Zeit haben sich hunderte neue Charaktere angemeldet - und sind wieder verschwunden. Ganz wenige bleiben - und diejenigen davon, die Handwerker o.ä. sind, haben sich - wie Freund Pet - noch ein zweites Standbein gesucht. Das liegt einfach daran, daß das Wirtschaftssystem nicht spannend ist. Jede Runde "Die Fugger II" oder "Railrood Tycoon" ist deutlich spannender...

Chrestonim ist ein Rollenspiel, das heißt im Wesentlichen Laberspiel. Das heißt, um dauerhaft Spaß zu haben, muß man auch immer was Neues zu labern haben! Einkaufsverhandlungen etc sind vielleicht zweimal lustig, dann wiederholen sie sich. Wiederholung heißt Alltag, und den haben wir außerhalb des Spiels... Bei "Fugger II" (kennt das noch jemand) kann man deshalb, wenn man genug Kohle hat und es auf die Dublone nicht mehr ankommt, die Handelsgeschäfte einem NPC übergeben und sich um Politik, Spionage und Verrat kümmern.

Ich kann inzwischen tatsächlich ein bißchen was auch über das Wirtschaftssystem sagen, weil ich ja auch die Brauerei Draidon leite. Davon könnte man inzwischen tatsächlich leben, aber es ist auch ein großer Betrieb mit 10 Mitarbeitern, und wir haben einen Hof, der die Rohprodukte dazuliefert, in der Familie. Dazu kommt, daß "Bier" eine Schlüsselware darstellt, die sich in einem Rollenspiel immer gut verkauft. Wenn ich jetzt aber überlegen würde, KEINE Kriegsministerin etc zu spielen sondern NUR die Brauereibesitzerin, wär das schon and er Grenze dessen, was ich noch lustig finden könnte, und ich weiß nicht wie lange.

Manche sind sehr zufrieden damit, auf einem Mittelaltermarkt den Schmied zu machen und jedes Wochenende auf Metall rumzudengeln. Ich würd das arschlangweilig finden, meine Charaktere sind auch auf jedem LARP immer in der Nähe der Grafen, Könige oder so zu finden, wenn ich nicht selbst Adliger bin. Ein normaler Mensch mit einem Job bin ich in Real Life. Ich mache Geschäfte und führe Verhandlungen mit Leuten, die das auch beruflich tun - für all sowas brauch ich kein CHR-Spiel.

Ich will Action, Politik und Macht in diesem Spiel. Josef will Hinterlist, Macht und Intrigen. Sonja möchte eine prunkvolle Herrscherin darstellen. Dirk möchte sexuelle Phantasien ausleben, Mel möchte die Möglichkeiten des "Bösen" ausloten, die Bunte-Haare-Bande möchte flirten und romantische Szenen und Gefühle darstellen und Leute wie Jens möchte versuchen, wirtschaftliche Abläufe abzubilden.

Chrestonim funktioniert mit all diesen Gruppen, weil jeder sein Spiel machen kann und sie sich nur teilweise mal berühren. Wenn ich eine Brauerei kaufe, weiß ich, daß ich mich in der Funktion mit CHR Online und der Wirtschaft auseinandersetzen muß. Wenn ich in den J-Tempel gehen WÜRDE müßte ich mich mit Dirks Phantasien auseinandersetzen. Wenn sich die Bunthaare mit der Stadtwache anlegen müssen sie sich mit unseren Macht- und Herrschaftsideen auseinandersetzen.

Und jedesmal, wenn eine dieser Grenzen überschritten wird, gibt es erstlich Streit. Als Rawir den Falken angeschwuchtelt hat, hat er sich mit seiner Spielweise in das "Gebiet" Mels gewagt, wo nach Mels Regeln gespielt wurde - und zack, tot. Wenn die Bunthaare den Markt mit Flirtscheiß zufluten, dann ist das genau so ein Grenzüberschritt. Wenn nun Jens die Wirtschaftsregeln per Holzhammer allen anderen aufdrücken will, dann überschreitet er damit ebenfalls die Grenzen und stört bei allen anderen das, was sie am Spiel mögen.

Ob dem Minister das Papier für den Aushang fehlt, dem Bösewicht das Seil zum Fesseln oder der Dolch zum meucheln, der Regentin die Kerzen um ihren Prunksaal zu beleuchten oder dem J-Tempel die Gleitcreme und die Bettlaken ausgehen - das ist jeweils ein Grenzübertritt in unser Spiel.

Genauso, wie ein Charakter, der sich aus der Politik raushält, auch nicht das Opfer der Regierung wird, oder wie Dirk seine Sexstories nicht öffentlich auf den Markt postet, oder wie sogar Mel Charaktere nicht willkürlich metzelt, so sollte auch der WiSl die Grenzen der anderen beachten. Das hat er nicht getan, und ich denke, das regt hier die Leute auf.

Das solls gewesen sein...

Christian

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Re: Spielspaß in Chrestonim

Detlef @, Thursday, 12. September 2002, 16:39 @ Christian


Als Antwort auf: Spielspaß in Chrestonim von Christian am 12. September 2002 15:51:22:


Ein sehr interessanter Ansatz Christian, der allerdings in dem Moment an seien Grenzen stößt wo die unterschiedlichen Gruppen aufeinander stoßen, und sich die Fraktion der Krämer und Handwerker fragt, wie finanziert die anderen das eigentlich ?

Wenn nämlich wirtschaftliche Regeln für alle gelten würden, wäre die Krämerfraktion als Quelle des Reichtums wichtig, und aus mancher großen Armee würde ne kleine Truppe werden. Aber so hast du völlig recht, es gibt andere Wege zum Geld und insofern ist der Rat als Handwerker oder Bauer anzufangen nicht unbedingt der beste.

mfg
Detlef


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Re: Spielspaß in Chrestonim

Dirk @, Thursday, 12. September 2002, 18:45 @ Christian


Als Antwort auf: Spielspaß in Chrestonim von Christian am 12. September 2002 15:51:22:


Wow... Ich wußte gar nicht, daß ich mit Vak DERART sexbesessen bin *lol*
Ach... du meintest RAWIR... na ja... der war sowieso eine Marke für sich.
Aber es stimmt: Sich aus seinem Tanzbereich rauszuwagen hat immer etwas Gefährliches an sich. Schade, daß es nun bei zwei Jhoulanis tödlich verlaufen ist. Aber ich kriege noch raus, wie man sowas ändert, ohne zu sterben... Ich schwöre es. *g* Ich hoffe nur, daß nicht jeder Fehler automatisch mit dem Tode bestraft wird, denn auch das ist etwas unrealistisch.

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Änderung des Textes

Dirk @, Thursday, 12. September 2002, 18:55 @ Dirk


Als Antwort auf: Re: Spielspaß in Chrestonim von Dirk am 12. September 2002 18:45:44:

Ich hoffe nur, daß nicht jeder Fehler automatisch mit dem Tode bestraft wird, denn auch das ist etwas unrealistisch.

Streicht diesesn Satz. Er ist ungerechtfertigt. Hab' ich selbst gemerkt, als ich nachdachte. Dirk


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Adrian, Monday, 02. November 2026, 07:24 @ Dirk


Als Antwort auf: Änderung des Textes von Dirk am 12. September 2002 18:55:54:

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Re: Dazu .....!

Pestilenz @, Thursday, 12. September 2002, 18:28 @ Yirpa/Katharina


Als Antwort auf: Dazu .....! von Yirpa/Katharina am 12. September 2002 12:24:32:


Also um eins klar zu stellen, die Pestilenz ist nicht dazu da, reihenweise Spielerchars dahin zu raffen, auch wenn es mir manchmal in den Fingern juckt ein paar kleine Seuchen ausbrechen zu lassen.
Krankheiten und Unfälle sind da eher der nicht ganz so yoromgefällige Alltag. Der Lebensstandard beschreibt nun auch den Aufwand für Nahrung und Körperpflege etc. Und es liegt wohl auf der Hand, das ein Halbverhungerter, der auf einem Misthaufen haust, anfälliger für gewisse Krankheiten ist, als jemand der ausreichend ernährt ist und jeden Tag badet.
Besonders im Visier sind da jene Knauserer, die ihren Lebensstandard auf unbeschreiblich setzen und dann Höfe besitzen oder ähnliches. Die können mit der Pestilenz rechnen, aber ein Handwerker der seinen Standard dem Einkommen gemäß auf Ärmlich setzt, setzt sich damit nicht automatisch diesem Risiko aus.

Mit infektiösen Grüßen

Pestilenz


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Re: von den dingen die mir durch den kopf gehen....

Jens/EST-WiSL @, Thursday, 12. September 2002, 13:07 @ katy /sopry


Als Antwort auf: von den dingen die mir durch den kopf gehen.... von katy /sopry am 12. September 2002 09:38:57:


Nicht ich bin es, der die Spieler in 2 Lager teilt. Es sind ein oder mehrere Spieler, die dies tun. Aber egal, ich will das jetz nich nochmal...

Das ich arrogant wirke, tut mir leid und ist nicht meine Absicht. Es liegt wohl daran, das ich sicher doppelt so alt bin wie die meisten der Spieler und ich mich nicht in dem hier üblichen Slang auszudrücken pflege. Was nicht heißt, das ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe. Ganz im Gegenteil, ich lass mich immer gern mit sachlichen Argumenten überzeugen. Auch ein WiSL ist lernfähig, und es scheint tatsächlich die vorherrschende Meinung zu sein, das die Wirtschaft, so wie sie zur Zeit praktiziert wird, eher das Spiel behindert anstatt es rollenspielerisch zu fördern. Ok ich habs begriffen und werde meine Philosophie und Vorgehensweisen in bezug auf das Wirtschaftsspiel grundlegend neu überdenken.

Katy ich danke Dir für deine Ausführungen (und das mein ich wirklich ehrlich), denn bis auf ein paar Kleinigkeiten hast Du wohl recht.
Wenn ich zuweilen ein wenig forsch war, entschuldige ich mich hiermit dafür. Bei Angriffen unter der Gürtellinie werde ich auch zickig, obwohl es sich natürlich nicht für einen SL geziemt. Aber ich bin auch nur ein Mensch...äh Unuim.

@Peter: Jetzt kannst Du sicher meine Bedenken verstehen. Wenn Du mir also zukünftig nochmal mit dem Aufbau neuer Wirtschaftskreisläufe kommst etc...lach ich mir ´nen Ast. Du verstehst was ich mein...

Also dann Leute...erstmal Schwamm drüber. Ich muß das jetz erstmal für mich neu sortieren *g*. Ihr seid das Spiel!
mfg
Jens/EST-WiSL

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Grundsätzliches...

Josef/Hel @, Thursday, 12. September 2002, 22:37 @ Jens/EST-WiSL


Als Antwort auf: Re: von den dingen die mir durch den kopf gehen.... von Jens/EST-WiSL am 12. September 2002 13:07:43:


Es geht weder darum, das Wirtschaftssystem abzuschaffen, noch darum, daß ich mir anmaße, Güter beliebiger Art einfach aus dem Boden stampfen zu wollen. Aber das Recht, gegen etwas aufzutreten, das mir als Spieler nicht paßt, daß nehme ich mir heraus, egal ob ich nun 4 Jahre dabei bin oder 2 Monate.
Niemand scheint mit dem Status Quo der Wirtschaft zufrieden zu sein, wie ich den Postings entnehme. Dem Einen gehts zu weit, dem Anderen ist es noch viel zu wenig detailiert.
Mein Char hat nicht als Minister mit einem tollen Gehalt angefangen, sondern als Apotheker, der sehr wohl von seinen Einnahmen leben mußte. Ohne sich mit dem von mir so ungeliebten Kleinkram herumschlagen zu müssen, ging das ohne Probleme. Warum?
Weil es NPC Einnahmen gab, die das Grundbedürfnis abgedeckt haben. Anders wärs auch nicht gegangen, bei der damaligen geringen Spielerzahl.
Also warum nicht allen Erzeugern und Händlern einen gewissen Sockelbetrag zugestehen, der einem zwar das Auskommen sichert, aber nicht weit kommen läßt?
Will einer am Abend im Graben seine zwei Biere trinken und sonst den Herrgott einen guten Mann sein lassen, soll er das können. Aber sein Einkommen läßt es dann nicht zu, daß er rauschende Feste feiert und sich jede Woche ein neues Gewand zulegt.
Will einer aber reich werden, Einfluß gewinnen, muß er mehr verkauft, mehr produziert, neue Methoden findet, kurz gesagt sich was einfallen lassen.
Es wäre allen gedient und das Wirtschaftssystem müßte deshalb nicht einschneidend verändert werden.
Es läßt den Spielern, die ihren Spielspaß ohne detailierte Wirtschaft finden, den Freiraum den sie brauchen und den Anderen die Freiheit ihre Wirtschaftskreisläufe zu entwickeln und auszuspielen.
Institutionen wie Ministerien, Tempel, Gilden usw. hätten dann jedes Monat, so wie jeder Spieler über den Lebensstandard, einen gewissen Betrag für ihre Erhaltung zu entrichten.
Damit, daß es verschiedene Auffassungen über die Spielweise gibt, müssen wir alle leben und eine ideale Lösung, die wirklich jeden 100% glücklich macht, die gibts genauso wenig, wie Freibier in einer Moschee, aber ein wenig Augenmaß bei der Umsetzung hilft erheblich.
Zum Abschluß noch etwas persönliches, Jens. Ich bin Geburtsjahrgang 1955, wenn du doppelt so alt wärst wie ich, dann Hut ab vor so einem Greis, der sich noch mit Rollenspiel herumschlägt.
An jugendlichen Übermut liegts also nicht, daß ich dir an den Karren gefahren bin. Alter, auch das im Spiel, sagt gar nichts darüber aus, wer oder was einer ist. Ich maße mir deswegen keinen Sonderstatus an. Nur den Mund werde ich deshalb auch nicht halten, nur um ja nicht in den Verdacht zu geraten, daß es so sein könnte.

Josef

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