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Re: Meinungen zum Ketzerprozess in Gilgat

Luisa/Dayala @, Wednesday, 14. March 2001, 20:07 @ René (Portrak)


Als Antwort auf: Re: Meinungen zum Ketzerprozess in Gilgat von René (Portrak) am 14. März 2001 19:52:40:

Wann immer der Delvanpriester auftauchte, er wurde verspottet, angegriffen und mit verbalen Tomaten beworfen. Logisch, daß er nun einen Weg sucht, sich zu rächen. Das ist er schon allein seiner Religion schuldig.
Gotteslästerung wird nunmal bestraft. Die Frage ist nur, ob gelästert wurde oder nicht. Wenn der eine Kult gegen den anderen wettert ist das normal:
"Und so verteilen sich auch die vielen Gläubigen auf alle Glaubensrichtungen, was zu zahllosen hitzigen Diskussionen ... Anlass gibt, und ... nicht selten in handgreiflichen Auseinandersetzungen endet." (Gilgatbeschreibung)
Streit zwischen den Kulten ist also nichts ungewöhnliches. Aber die Priesterin hat mehr getan, als nur gegen einen Kult rebelliert, sie hat ihre eigene Ehre über die der Götter gestellt. Damit greift sie nicht nur einen anderen Kult an, sondern stellt die ganze Religionlauslegung in Frage. Für jeden mittelalterlichen Katholiken wäre das ein Grund, sie auch ohne Prozeß zu verbrennen. Immerhin gibt ihr der Delvanpriester noch die Chance zur Rechtfertigung und wenn sie Buse tut, wird Ihr wohl auch nichts geschehen.
Es ist schließlich nicht irgendwer, der da spricht, sondern eine angesehene, einflußreiche Persönlichkeit der Stadt. Wenn man bedenkt, was das für menschenrechtliche Folgen haben kann, dann
Ich finde es in Ordnung, wenn ein Char rebelliert. Zur Rebellion gehört auch Mut und Mut beweist sich im Risiko. E r s t, w e n n d e r e r s t e C h a r v e r b r a n n t w u r d e, wird der Religion in Chrestonim ein spielrealistischer Respekt verschafft. Vorher hat sie mehr eine Lust- und Laune-Position. Wenn es wirklich Götter-Chars gäbe, dann hätten sie sich schon so manchen Char vorgeknöpft.
Immerhin werden sich in 400 Jahren die Generationen dieser Priesterin als einer heldenhaften und mutigen Mätyrerin erinnern, die für ihre Ideale gestorben ist, eine Jana Huß der Weltengeschichte.
Wenn überhaupt jemand eine Ehre höher halten darf als die des Feuergottes, dann wohl die Seefahrer aus Menachor die Ehre der Weintrauben für ihr Feuerwasser
;o))

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Hehe, cih bin wohl eine der Meistbetroffenen, besser gesagt mein Char Dayala. Wie schon gesagt, natürlich ist in der mittelalterlichen Welt Chrestonim nichts so wie bei uns, man kann seine Meinung nicht offen kundtun. Aber genau das hat Dayala nun mal getan, und wenn es in der gesamten Geschichte unserer Welt niemand getan hätte, wären wir wohl nie zur heutigen religiösen Lage gekommen, dass jeder sich seine Religion aussuchen und über jeden Gott schimpfen kann, wenn er dies möchte. Also ich finde, da ist Dayala schon eine wichtige Person, und seine meinung zu sagen, ist absolut korrekt. Wie schon von René gesagt, ich hoffw irklich, dass sie eine bedeutende Person in Chrestonims Geschichte wird, vielleicht eine kurzzeitige Legende. Dann denken die Leute nach und vielleicht ändert sich einiges. Aber natürlich konnte sich Dayala die Hochnäsigkeit des Delvan Priesters nicht gefallen lassen und ihre Glauben sind auch völlig verschieden! So ist Dayala völlig gegen Waffen und "verabscheut" jeden, der eine besitzt, wohingegen der Delvanpriester seine Dolche und was weiß ich um den Bauch geschnallt hat. Also kein Wunder, dass sie da mal etwas sagen musste. Da stimme ich meinem Char voll und ganz zu! ;-)


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