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<title>Estichà Unterer Markt</title>
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<description>Estichà Unterer Markt</description>
<language>de</language>
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<title>Verregnete Zeitenwende oder Verrat am Vaterland? (III)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Die Reichsregierung, Thursday, 11. April 2013, 22:10:</em></p><p><p><em>Eine längere Pause tritt ein, in der die Drakha umständlich das vordere Papyrus hinter die folgenden Bögen schiebt, während das kalte Wasser an den oftmals fassungslosen und nur vereinzelt vertrauensvollen Gesichtern ihrer Zuhörer herabrinnt. Es ist ein ungemütliches Aufeinandertreffen. Kurz neigt sich die chiranische Gardistin zu der relativ kleingewachsenen Ministerin – und nach einem scheinbar knappen Wortwechsel nickt Yinua, und lässt ihren Blick nur einmal kurz über die Menge schweifen, ehe sie mit ruhiger, aber lauter Stimme und unüberhörbar hartem Tonfall fortfährt, nun auch schneller sprechend als zuvor:</em></p>
<p>„<strong>§2: Vom Wesen und der Rechtsverfassung der Enklaven</strong></p>
<p>a) Die Enklaven sind zwar wie oben stehend zum Ausdruck gegeben, elurisches<br />
 Staatsgebiet. Innerhalb der Enklaven gilt aber <strong>das jeweilige Recht der dortigen Bevölkerung,</strong> also<br />
 der Gilgater oder Vorovischen Bevölkerung, ihrer tradierten Staatsform und Religion.<br />
 <br />
b) In den Enklaven ist das <strong>Verbot der Missionierung und Praktizierung anderer Religionen</strong><br />
 als des Neuen Kultes von Elurischer Seite <strong>aufgehoben.<br />
</strong><br />
c) <strong>Den Enklaven wird erlaubt, eine Armee auszubilden.</strong> Es dürfen jedoch, einschließlich der<br />
 Ordnungskräfte, niemals mehr als insgesamt 300 Frauen und Männer in der Vorovischen oder der<br />
 Gilgater Enklave unter Waffen stehen.<br />
 <br />
d) Die Enklaven unterhalten keine eigenständige Außenpolitik außer einem<br />
 Verteidigungspakt mit dem Elurischen Reich.</p>
<p><strong>§3: Von dem geregelten Zusammenleben zwischen den drei Menschenvölkern<br />
</strong><br />
a) Der Verteidigungspakt der drei Menschenvölker wurde vom Krieg und der<br />
 Notwendigkeit geschmiedet, den ketzerischen Bedrohungen vereint die Stirn zu bieten. Im<br />
 Konfliktfall sind die Enklaven der Metropole, diese aber auch ihnen zur <strong>Waffenhilfe</strong> verpflichtet.</p>
<p>b) Es ist nicht statthaft, <strong>Schutzzölle</strong> oder sonstige Einfuhrbeschränkungen auf elurische Güter zu<br />
 erheben. Auf der anderen Seite ist die Besteuerung von speziell in den Enklaven gefertigten<br />
 Waren ebenso wenig erlaubt.</p>
<p>c) Der Friede des Gesetzes ist ein grundliegendes Anliegen eines jeden freiheitsliebenden Volkes.<br />
 <strong>Gesuchte Straftäter,</strong> die zur Strafentziehung in einen anderen Herrschaftsbereich fliehen, <strong>müssen<br />
 wechselseitig umgehend, d. h. innerhalb von drei Tagen, ausgeliefert werden.</strong> Zu diesem Zweck ist<br />
 auch die kooperative Zusammenarbeit der jeweiligen Ordnungskräfte unerlässlich.</p>
<p>d) <strong>Religiöse Vergehen unterliegen nicht der Auslieferungspflicht,</strong> wenn die Auslieferung der<br />
 Delinquenten den eigenen religiösen Gesetzen entgegensteht. Diese Rechtfertigung ist jedoch<br />
 niemals für die Verweigerung der Auslieferung „weltlicher“ Delinquenten zulässig.<br />
 <br />
e) Weltliche Delinquenten sind: Verbrecher an Eigentum (Diebe, Räuber, Betrüger, Fälscher,<br />
 Einbrecher, Saboteure), Ruf (Verleumder, Verschwörer), Leib und Leben (Schläger, Verstümmler,<br />
 Giftmischer, Entführer, Vergewaltiger, Totschläger und Mörder), am Staat (Aufrührer und Hetzer,<br />
 Verschwörer, Putschisten). Bei nicht aufgeführten Verbrechen ist eine richterliche<br />
 Fallentscheidung notwendig.</p>
<p>So verlesen von Yinua Yinas Drakha Mondrijel. Mögen die Götter mit uns allen sein.“</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 22:10:35 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Die Reichsregierung</dc:creator>
</item>
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<title>Verregnete Zeitenwende oder Verrat am Vaterland? (II)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Die Reichsregierung, Thursday, 11. April 2013, 20:04:</em></p><p><p>&quot;Der Vertragstitel: Vom Wesen der Yedeischen wie Vorovischen Enklave und ihrem Verhältnis zum Elurischen Reich - <strong>Verteidigungspakt der drei Menschenvölker samt richterlicher Kooperationsrichtlinie.</strong>&quot; <br />
<em>Yinua räuspert sich, und spricht weiter gegen die aufbrausenden Gespräche und das stete Plätschern des Regens.</em></p>
<p>&quot;Präambel: Nach einem schweren Sieg und einem blutigen Triumph über die Feinde aller <br />
zivilisierten Völker und des gesamten Menschengeschlechts ist es nicht Zeit, die Differenzen zu <br />
vergessen, sondern die Gemeinsamkeiten zu ermöglichen. Nur, indem wir unsere Kräfte bündeln <br />
und eine gemeinsame Heimat für alle vernunftbegabten Völker aufbauen, können wir dem Feind <br />
trotzen, dem schon zu viele Gestade zum Opfer fielen. Mit der Unterzeichnung des <br />
nachstehenden Vertrages bekunden wir unser aufrichtiges Bestreben, den gemeinsamen Frieden <br />
und die Freiheit in Toleranz der Unterschiede, aber ohne Aufgabe der eigenen Werte zu suchen.</p>
<p>Der weitere Vertrag ist unterteilt in die Abschnitte: Das Gebiet der Enklaven, §2: Vom Wesen und der Rechtsverfassung der Enklaven, §3 Von dem geregelten Zusammenleben zwischen den drei Menschenvölkern.</p>
<p><strong>§1: Das Gebiet der Enklaven</strong><br />
a) Wesen der Enklaven ist es, dass sie Gebiete des Elurischen Reiches sind, die zur <br />
vertrauensvollen Verwaltung als ein Lehen, d. h. als geliehenes Bewirtschaftungs- und <br />
Bebauungsland, an die zuständigen Regierungen der Gilgater sowie der Vorovischen Enklave <br />
gegeben worden sind. <br />
b) Die Grenzen der Enklaven sind fest, und nicht beliebig ausweitbar. Jedoch kann ihre <br />
Ausweitung in Abstimmung mit der Elurischen Reichsregierung vereinbart werden, niemals <br />
jedoch ohne sie beschlossen oder durchgeführt werden.<br />
c) Die <strong>Gilgater Enklave</strong> befindet sich vor dem Osttor Estichàs. Ihre Grenzen und genaue <br />
Lokalisierung ist zusätzlich durch einen Pachtvertrag festgeschrieben, den die Elurische <br />
Reichsregierung als Vergabegrundlage des Lehens akzeptiert. Vertragspartnerin der Elurischen <br />
Reichsregierung ist die yedeische Reichsstadt Gilgat, vertreten durch die Gilgater Kronregentin <br />
Leilya Mendara und ihre Rechtsnachfolger.&quot;</p>
<p><em>Hier hält die Sprecherin inne, und ihre dunkle, samtige und zuweilen rauh anmutende Stimme verklingt für den Moment, als wolle sie, dass die vorangegangene Bestimmung gut verstanden worden sei. Als sie fortfährt, verstimmen viele Nebengeräusche am Markt. Immer mehr füllt sich der Platz, Passanten, die ursprünglich nur den Ort queren wollten, sind schon vor einiger Zeit stehengeblieben.<br />
Es war klar, was nun kommen würde.</em></p>
<p>&quot;d) Die <strong>Vorovische Enklave</strong> befindet sich vor dem Südtor Estichàs. Ihre Grenzen werden im <br />
Anhang dieser Bestimmung genauer erläutert. Mit der <br />
Enklave handelt es sich um Land, welches von den Kriegern Vorovis' vor der sragonischen <br />
Bedrohung verteidigt wurde. Dies -&quot;</p>
<p><em>&quot;Lüge!&quot;, fährt ein Passant auf. &quot;Lüge und Korruption, Lüge!&quot; Andere pflichten ihn raunend bei, andere sehen schweigend und indigniert drein, gerade die chiranischen Bürger maßlos entsetzt.<br />
&quot;Die Regierung wird schon wissen, was sie tut.&quot;, findet sich die moderatere Stimme einer behäbigen, älteren Frau, und manche, die das grenzenlose Vertrauen in die Obrigkeit nicht verloren haben,<br />
stimmen ihr zu. In diesen Zeiten - nicht besonders viele. </em></p>
<p><em>Yinua strafft sich, streicht sich die Kapuze aus dem verhüllten Gesicht, und fährt mit verengten Augen und lauterer Stimme fort:</em></p>
<p>&quot; - Dies ist für die Elurische Reichsregierung Rechtsgrundgabe der <br />
Vergabe des Lehens. Vertragspartner der Elurischen Reichsregierung ist das Vorovisianische <br />
Reich, vertreten durch Reichspräfekt Hel Nergal und seine Rechtsnachfolger.<br />
e) Bei schwerwiegenden Verletzungen der nachfolgenden Pflichten des <br />
Verteidigungspaktes oder der richterlichen Kooperation sowie den Zollfestlegungen hat die <br />
Elurische Reichsregierung das Recht, die Lehen zurückzuziehen. Allerdings muss die <br />
Verhältnismäßigkeit gewährleistet sein, den ansässigen Bevölkerungen müssen alternative <br />
Siedlungsmöglichkeiten geboten werden und die diplomatischen Möglichkeiten müssen komplett <br />
ausgeschöpft worden sein. <br />
f) Für den Fall, dass das ursprüngliche Gebiet des Vorovischen Reiches oder der yedeischen<br />
Reichsstadt Gilgat erwiesener Maßen wieder besiedelbar ist, sind die Enklaven innerhalb einer <br />
angemessenen Frist wieder zu räumen und gehen zurück in die unmittelbare Verwaltung des <br />
Elurischen Reiches oder seiner Rechtsnachfolger.&quot;</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 20:04:59 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Die Reichsregierung</dc:creator>
</item>
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<title>Verregnete Zeitenwende oder Verrat am Vaterland?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Reichsregierung von Estichà, Thursday, 11. April 2013, 17:33:</em></p><p><p>Es ist ein früher Nachmittag in den Wochen des Dauerregens, als eine Chirà in einem ledernen Mantel das Podest des unteren Marktes erklimmt. Neben ihr stehen zur Rechten und Linken eine menschliche Stadtwachengardistin und eine ebenfalls in eine Stadtwachenuniform gehüllte Chirà. Während die Reichsministerin (so nimmt man zumindest an, denn zweifelsfrei erkennbar ist sie in der regenfesten Kleidung keinesfalls) eine metallene Rolle aus ihrem Mantel zieht, dieser ein Papyrus entnimmt und es entrollt, hält die menschliche Gardistin pflichtbewusst eine Art ledernen Schutz darüber, damit die herabfallenden Tropfen die Tinte des zerbrechlichen Schriftstücks nicht zerfließen lassen. Die chiranische Gardistin hingegen sieht sich aufmerksam und wachsam in der Menge um, die Tatze an der Asnivala.</p>
<p>Mit dunkler Stimme verliest Yinua:</p>
<p>„Folgender völkerrechtlicher Vertrag wurde gestern von den Abgeordneten verschiedener menschlicher Nation unterzeichnet. Die Unterschriften: Im Namen des Orakels: Monor Akí Akkrijiar, Exarch des Delvan, Vertreter der Elurischen Regentin. Im Namen des Elurischen Reiches: Yinua Yinas Drakha Mondrijel, Reichsministerin, Pet Charmain, Prinzipal Estichàs. Im Namen der yedeischen Reichsstadt Gilgat: Leilya Mendara, Kronrätin zu Gilgat. Im Namen des Vorovischen Reiches: Hel Nergal, Reichspräfekt zu Vorovis. Ich verlese im folgenden den Vertragstext, der sofortige Gültigkeit besitzt.“ </p>
<p>Ein Raunen geht durch die Menge, als schon allein die Namen der unterschiedlichen Unterzeichner genannt werden, gehörten zu ihnen doch geschätzte, wie weniger anerkannte Namen. „Was hat das zu bedeuten?“, keift ein Marktweib, und sieht unter der Markise ihres Standes hervor. „Ein Vertrag mit den Ketzern, oder was?“ Murmelnde, nicht besonders wohlmeinende Stimmen schließen sich der Frau an, und auch ein vorbeigehender Priester zieht die Brauen gedehnt hoch, die Kapuze, verziert mit dem Ornat seiner Göttin, anhebend, und die Delegation der Reichsregierung betrachtend. Fast könnte man meinen, die Bekanntgabe im schlechten Wetter wäre Teil einer strategischen Überlegung der Reichsregierung gewesen.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/est/index.php?id=2000023838</link>
<guid>http://foren.chrestonim.de/est/index.php?id=2000023838</guid>
<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 17:33:24 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Reichsregierung von Estichà</dc:creator>
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