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<title>Estichà Unterer Markt</title>
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<description>Estichà Unterer Markt</description>
<language>de</language>
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<title>Epilog</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Hel Nergal, Saturday, 28. November 2015, 09:44:</em></p><p><p>Noch war Hels Fleisch nicht völlig erkaltet, als in einer Kleinstadt im freien Hinterland Vobras die Frau des lokalen Militärbefehlshabers ein Kind zur Welt brachte. Die Geburt war leicht gewesen und sowohl Mutter als auch Kind wohlauf. Erleichtert wusch die Hebamme das Kind und hüllte es in ein weiches Tuch. Im Begriff der Mutter ihren Sohn zu reichen, strich sie dem schreienden Säugling noch liebevoll übers Gesicht. Doch als das Kind die Augen öffnete, sah sie für die Dauer eines Herzschlags in kalte, grüne Augen. Alt, zynisch und wissend war dieser Blick, spöttisch und taxierend. Sie erschrak so sehr, daß sie fast das Kind hätte fallen lassen und obwohl einen Lidschlag später dieser Ausdruck verschwunden gewesen war und sich die Augen geschlossen hatten, verließ sie nahezu fluchtartig das Haus. </p>
<p>Die letzten Schritte zum Schrein des Göttervaters lief die Hebamme, warf sich auf die Knie und flehte zu Hostinos um Segen und Schutz für sich und das von einem unreinen Geist besessene Kind, der sie für einen Herzschlag lang aus Kinderaugen angeblickt hatte.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 09:44:53 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Hel Nergal</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[MET] Die Stadt der Geister.(1)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Cesbien, Saturday, 08. August 2015, 00:20:</em></p><p><p><em>„Ja...“<br />
Krächzte seine alte Stimme lachend und wurde vom Wind davon getragen.</em></p>
<p>Im sterbenden Licht der Nacht entzündeten sie ihre Fackeln.<br />
&quot;Dunkelheit...&quot; <br />
Sie war seinen Augen willkommen. Tief zog er die Luft in seine verdorrten Lungen und breitete seine Arme zu einer Umarmung aus. Der große Strom war nahe... Tage war die Kolone unterwegs durch dieses verfluchte Land und ihre Vorräte beinahe verbraucht. Die Soldaten der Tiermenschen waren ihnen gefolgt doch hatten sie zur Stunde Hostinos kehrt gemacht um zu ihren Götzen zurück zukehren. Oh ja, sie fürchteten sich. Ohne ihre Dämonenkönige. <em>Marionetten ohne Fäden</em>. Doch sie waren durchschaut. Die Tiermenschen fürchteten diesen Pfad aber Hostinos war mit ihnen.<br />
„Ja...&quot; <br />
Hostinos war mit uns. Noch nie hatten sie sich ihm so nahe gefühlt wie jetzt. Sie hatten seine Prüfung akzeptiert und sie waren seinem Ruf gefolgt.<br />
&quot;Ja...&quot;<br />
Ihr Ziel war nahe und die Schatten des silbernen Lichts offenbarte sie; Metchiya. Die Stadt der Geister. <br />
Der Marsch der Kolone verlangsamte sich.<br />
„Fürchtet euch nicht...“<br />
Doch jene die zu lange im Licht Vobras gelebt hatten fürchteten diesen Ort und wagten nicht die Zugbrücke zu überqueren. Aber nicht jene die in Finsternis geboren wurden. Kinder des schwarzen Steins, Menschen der Nachtstadt, Vorovisianer. Cesbien führte sie durch die Dunkelheit. Durch das zerstörte Stadttor. <br />
<em>Dunkelheit</em>.<br />
„Ja...“<br />
Sie war seinen Augen willkommen. <br />
Die Zwillingsstadt war gefallen. Doppelt gebrochen. Einst errichtet als Trutzburg gegen den schwarzen Zeigefinger, erinnerte hier nichts an die Baukunst jener Meister welche Vorovis aus dem Mark der Berge gemeißelt hatten. <em>Metchiya</em>. Naiv und einfältig. Seelenlos und plump.<br />
„Wo ist deine Perle des Stroms, Elurya...“ <em>Metchiya</em>.<br />
&quot;Ja...&quot;<br />
Unstätte der Geister.</p>
<p>Langsam marschierten sie über die Scherben der Stadt. Ihre Lichter durchdrangen die Schatten nicht. Wanderende Schatten, lebendige Schatten, hungrig und sehnsüchtig, sich vor Erinnerungen verzehrend.<br />
&quot;Fürchtet euch nicht&quot;. Das Amulett um seinen Hals schimmerte.<br />
&quot;Hostinos ist mit uns...&quot;<br />
Die Fackeln beleuchteten sie. Abscheuliche Zeichnungen, gemalt mit Blut an den Wänden der verlassenen Stadt in einer Sprache welcher sie nicht mächtig waren. Die Sprache der Hexen.</p>
<p>Cesbien führte sie durch die Dunkelheit, weiter gen Süden durch die zerstörte Stadt. Vorbei an verlassenen Häusern und Werkstätten, zerbrochenen Fenstern und eingestürzten Wänden. Tiefer hinein in die Stadt durch ihre Straßen. Und dort ragte sie empor, zu ihrer linken - unangetastet, erhaben im Silber des Nachtlichts, die Statue der Dämonenmutter, die Statue Mra-Aggars. <br />
Doch ihr Thron war gestürzt und ihre Krone gespalten.<br />
&quot;Ja...&quot;<br />
Cesbien lächelte, doch dann...</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 00:20:14 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Cesbien</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Vorovis erwacht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vorovis, Monday, 08. December 2014, 19:17:</em></p><p><p>Die gewaltsamen Ausbrüche der Bevölkerung der vorovisianschen Enklave gegen den Vertrag mit dem elurischen Reich und dem Exil in Elurien waren einem  Aufstand sehr nahe gekommen. Das Kriegsrecht war über die Enklave verhängt worden.  Noch gehorchten die Soldaten, doch der Bogen war bis zum Zerbrechen gespannt. Jeglicher offizieller Verkehr mit der Regierung des elurischen Reiches war abgebrochen, die Enklave für Elurier gesperrt, der Handel vollständig zum Stillstand gekommen. Die Tage vor dem Heldengedenken waren ruhig, doch es fühlte jeder, es war die Ruhe vor dem Sturm. </p>
<p>Eine Vision entfachte ihn schließlich, den Sturm. Hostinos offenbarte sich am hellen Tag und sprach durch ein Bauernmädchen zu seinem Volk. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Offenbarung in der Enklave. „Heim ins Reich! Hostinos will es!“ Es war wahrhaftig Hostinos der durch das Mädchen sprach, den aller Zweifel, alle Angst verschwand aus den Herzen derer, die die Worte vernahmen. Die Soldaten, die geschickt waren, um sie zu verhaften, trugen sie auf den Schultern zur Kommandantur und sie entfachte das Feuer auch in den Herzen des neuen Statthalters und Reichsprovisors. </p>
<p>„Fürchtet euch nicht, denn ich bin bei euch. Ich bin euer Schild und ich bin eure Klinge, ich bin euer Trost und eure Stärke. Ich fege die Tiermenschen hinweg in ewige Verdammung, lösche sie aus, zertrete sie unter meinen Füßen wie Ungeziefer. Ich zerbreche die Ketten, nichts mehr bindet euch an diesen verfluchte Land der Katzenknechte!“: so sprach Hostinos.<br />
„Kehrt heim und ihr werdet siegen, denn ihr seid meine Auserwählten, mein Zorn, meine Faust und Vorovis wird auferstehen, größer, mächtiger und prächtiger als es je gewesen ist!“</p>
<p>Rauch wehte mit dem Morgenwind des Heldengedenktages über die Stadtmauern. Die Enklave brannte. Halbfertige Häuser, Vorräte, Hausrat, alles was nicht mitgenommen werden konnte, brannte. Der Altar vor den großen Sammelgräbern war umgestürzt, die Gräber geöffnet, die mit Erde vermischte Asche entnommen und feierlich in den Metcha geschüttet, damit die Wogen, auf denen Vorovis Größe begründet wurde, die Asche von der Besudelung der verfluchten elurischen Erde reinigen möge. Doch die Namen waren nicht vergessen, sorgfältig niedergeschrieben, in Fahnen gehüllt, trugen Soldaten die Verzeichnisse, als wären es Kostbarkeiten. Nur wenige blieben zurück, im Land der Ketzer, bloß eine Handvoll, Verräter, der Heimaterde oder eines sauberen Todes nicht  mehr würdig.</p>
<p>Sie folgten den roten Fahnen südwärts, die im Morgenlicht leuchteten, wie in Blut getauchte Blüten. Jeder bewaffnet, jeder bereit, Männer, Frauen, Bauern, Soldaten, Priester.  Richtung Vobra marschierten sie, heimwärts, gerüstet in ihren Glauben und ihren Mut, erfüllt von der Gewissheit, daß ihr Schicksal sich nun erfüllte. Vorovis oder Tod! Und war denn der Stab über ihnen gebrochen, so  sollte Xith sie  in seinem großes Schweigen als Vorovisianer willkommen heißen, aufrecht, ungebrochen, treu bis zum letzten Atemzug.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 08 Dec 2014 19:17:38 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Vorovis</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Blut</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vorovis, Friday, 01. August 2014, 00:02:</em></p><p><p>Nur zwei Tage später kommt es zum nächsten Zusammenstoß. Beim abendlichen Bier vor der halbfertigen Schenke, die der Besitzer nach der bekanntesten Kneipe in Vorovis, den Chira Tritt genannt hatte, geraten erneut Scharfmacher und Gemäßigte, die sich mit dem Exil in Elurien abgefunden haben, aneinander. Doch diesmal ist es nicht bloß eine Schlägerei, Messerklingen blinken im Fackellicht und Blut fließt. Die herbeieilenden Soldaten haben ihre Befehle und mit brutaler Gewalt treiben sie die Kämpfenden auseinander. Weiteres Blut fließt und Verhaftete werden weggezerrt und heute sind es nicht nur die, verächtlich als Katzenarschkriecher und Ketzerfreunde beschimpften, Gemäßigten die abgeführt werden. Einzig der Gnade Hostinos ist es zu verdanken, daß es keine Toten gegeben hat.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 01 Aug 2014 00:02:06 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Vorovis</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Katzenknecht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vorovis, Tuesday, 29. July 2014, 19:01:</em></p><p><p>Die Enklave der Scharzen Stadt vor den Toren der Stadt hat sich verändert und ihren Lagercharakter verloren. In unermüdlicher Arbeit haben die Vorovisianer Straßenzüge und Plätze abgesteckt, Wohnhäuser errichtet und im Zentrum mit dem Bau öffentlicher Gebäude begonnen. Die Felder, bewirtschaftet von Menschen, die Vobra in einen blühenden Garten verwandelt hatten, tragen reiche Ernte.</p>
<p>Nur wer genau hinzusehen weiß, sieht hinter der Maske der täglichen Routine die fiebrige Unrast, die Feindseeligkeit in unbedachten Seitenblicken, den Riß im scheinbar so monumentalen Block uniformierter Organisation. Noch ist Befehl Befehl, noch wird mit vorovisianischer Disziplin ausgeführt, was angeordnet, aber im Verborgenen, im Dunkel der Nacht, in stets wachsenden Zirkeln glimmt bereits ein Funke. Noch keine Rebellion, noch keine Pflichtvergessenheit, aber stetig wachsender Unwillen die Schande des Kniefalls vor den Ketzern länger hinzunehmen, weiter angefacht von einer Handvoll Priester und Fanatikern der alten Ordnung, die in der Heimat so blutig zertreten worden war. </p>
<p>Wohl kein Zufall, daß wenige Tage nach dem Rücktritt des Reichsstatthalters, der für manche Kreise ein viel zu weiche Linie gegen die elurischen Ketzter zur Richtschnur seiner Politik gemacht hatte, der Funke zu einem Flämmchen wird. Es entzündet sich an einem der Bauern, der gute Geschäfte mit den Eluriern macht. Besonders die scharfen Chilri, die vielen vorovisianischen Speisen die chrakteristische Würze gibt, sind sehr begehrt in der Stadt und bringen einen guten Preis.</p>
<p>Zuerst sind es nur böse Worte, dann flogen die Fäuste, denn der Bauer ließ den Katzenknecht nicht auf sich sitzen. Ein Dritter und ein Vierter mischten sich ein und in wenigen Augenblicken war eine Massenschlägerei im Gange. Der Bauer und seine wenigen Mitstreiter wären wohl von der Übermacht übel zugerichtet worden, hätte nicht die Armee eingegriffen und die Streithähne auseinander getrieben. Die Soldaten machten sie gar nicht die Mühe zu verbergen, wo ihre Symphatie lag, denn der Bauer und seine Freunde fingen sich noch ein paar Hiebe mit den Speerschäften ein. Flüche und Drohungen wurden dem Bauern nachgerufen, bevor die Soldaten Menge zertreuten.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 29 Jul 2014 19:01:01 +0100</pubDate>
<category>Vorovis Enklave</category>
<dc:creator>Vorovis</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Heimwärts</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Hel Nergal, Wednesday, 23. July 2014, 23:21:</em></p><p><p>Silbrig leuchtet der Horizont im Osten. Widerstreben krallen sich Schatten und Nacht an die Grabhüglen der Vorovisianer vor der Stadt. Eine schwache Brise läßt das blutrote Banner flattern und die Flammen auf dem Hostinosaltar flackern, die Tag und Nacht brennen. Einsam nimmt eine Gestalt Haltung an und grüßt das Banner der Schwarzen Stadt, um dann lange in einer tiefen Verbeugung vor den Grabhügeln der in der Schlacht um Esticha gefallenen Vorovisianer zu verharren.<br />
 <br />
Später, als der erste Schein des Himmelsfeuer die Mauerkronen der Stadt vergoldet, beugt sich die selbe Gestalt zu dem Gedenkstein, der in einer Nische die Urne mit Asche der gewesen Reichsministerin  Yinua  Yinas Drakha Mondrijel birgt, hinunter und legt in eine blutrote Lantisblüte auf den Stein. Eine Träne glitzert wie ein geschliffener Edelstein auf der Wange des Grauhaarigen, als er mit einer Geste tiefer Zärtlichkeit über den Stein streicht um dann einen silbrig glitzernden Vorovisstern, wie ihn die hohen Offiziere der vorovisianischen Reichsarmee an ihren Uniformen tragen, neben die Blüte zu legen. Lantis und Vorovisstern auf dem Gedenkstein eine Mondrai? Hohn? Letzter Gruß? Impulsive Verrücktheit?<br />
 <br />
Keiner der Bauern, die schon so zeitig unterwegs sind, um in Esticha ihre Erzeugnisse anzubieten, beachtet den älteren Mann in einfacher Reisekleidung, der ihnen entgegen kommt. Sein Gepäck ist leicht, auffällig allein die Asnivala am Gürtel, die er auf vorovisianische Art, mit der Schneide nach oben trägt. Nur einer sieht genauer hin, erkennt den Vorovisstern auf der Schließe des Waffengurtes und wünscht sich stumm, daß Mra-Aggar alle Ketzer zu Lijan schicken möge. Doch ein paar Schritte später ist die zufällige Begegnung schon wieder vergessen.</p>
<p>Leicht ist der Schritt des älteren Mannes mit der Tätowierung unter dem linken Auge, er geht seinem Weg ohne Bedauern, ohne sich noch einmal umzudrehen.<br />
Schließlich verschwindet die Gestalt mit dem grauen Haar hinter der Kuppe eines sanften Hügels über den die Reichsstraße Nr.1 Richtung Vorovis in den Süden führt.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 23 Jul 2014 23:21:45 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Hel Nergal</dc:creator>
</item>
<item>
<title>In Vobra</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Vorovis, Wednesday, 23. July 2014, 23:08:</em></p><p><p>Hinter den schwarzen Mauern aus Stein hält Xith in Schweigen Hof, wie jede Nacht seit Flut und Sragons tausend Jahre Vorovis ausgelöscht.  Knochen modern auf schwarzen Stein, hingestreut wie von Riesenhand, kein Leben in der Stadt, die jetzt wahrhaft sich in Schwärze hüllt. Doch keiner Hexe Macht zwingt Sragons in diesen Stunden auch nur in den Schatten der Zyklopenmauern, denn sie fühlen es. Sie spüren es, in diesen Stunden vor dem Morgengrau, Vorovis erinnert sich seiner selbst. So als sickerte kristalline Erinnerung, Haß und Wut als Schatten aus dem schwarzen Stein und es ist als flüsterten sie Namen in den Wind der Nacht: „Dhaxun Zahar.....Detori Arana....Trakan...Yungalla....Kadrach..Lando Zorba...“.  Große Namen, alte Namen, Namen die die Zeit aus den Ehrentafeln der Gefallenen nagen wird, Bettlernamen und Namen von Hetären. Schatten erinnern sich und Schatten marschieren, Schatten auf den Wällen, Schatten im Hafen. Nachtwind bebt vom Marschtritt der Schattenkolonnen, Vorovis ballt die rächende Faust. Schattenleinen losgemacht und die Schatten der Schlachtschiffe nehmen Fahrt auf. Feindwärts! Tod den Katzen! Tod den Echsen! Rache!<br />
Doch der erste Silberstreif im Osten drängt die Schatten zurück, bis sie versickern, zurückkehren in den schwarzen Stein, der sie  hervorgebracht und die Strahlen des Himmelsfeuers beleuchten eine tote Stadt.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 23 Jul 2014 23:08:46 +0100</pubDate>
<category>Vorovis Enklave</category>
<dc:creator>Vorovis</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Marktstände öffnen gerade [Ramal Zogel]</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Mike, Saturday, 19. July 2014, 11:43:</em></p><p><p>Ein Duft verteilt sich über den Marktplatz, der jeden Bürger das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Bürger bleiben stehen und recken die Nase nach oben um zu ergründen, von wo dieses verheißungsvolle Aroma her kommt.</p>
<p>Da kommt ein Mann von vielleicht 20 Stürmen um die Ecke gebogen und betritt den Markt. Er ist gekleidet in einfachen, aber sauberen Kleidern. Lederne Sandalen schützen seine Füße vor den unebenen Untergrund und vor vor seinem Bauch trägt er einen gut sichtbaren Bauchladen, de fast bis zu seinem Kinn mit frischen Brötchen beladen ist. Von ihnen geht offensichtlich der verheißende Geruch aus.</p>
<p>Als der Mann erkennt, dass bereits einige Personen den Marktplatz bevölkern, räuspert er sich kurz und blickt dabei nochmals in die Runde.<br />
&quot;Brötchen, frische Brötchen! Wer will frische Brötchen!&quot; erschallt es laut und deutlich aus seiner Kehle.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 19 Jul 2014 11:43:53 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Mike</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Rausschmiss</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Straßenmädchen, Thursday, 22. May 2014, 10:42:</em></p><p><p>&quot;Na los, geh schon!&quot; erklingt eine drängende Stimme aus einer Seitenstraße nahe des Marktes. &quot;Beweg dich. Du kannst echt froh sein, dass mein Vater dich nicht erwischt hat, der hätte dir das Fell über die Ohren gezogen.&quot; aus dem Durchgang zum Hof eines Gasthofes mit Stallungen tritt ein junger Bursche, der mit dem Fuß ein staubgraues Fellknäul vor sich her schiebt. Mit angelegten Ohren und verständnislos geweiteten Augen schaut das chiranische Mädchen zu dem Menschen auf. &quot;Nicht slafen, nein nein?&quot; fragt sie piepsig und erntet ein entnervtes Seufzen. &quot;NEIN, nicht schlafen! Du kannst nicht einfach auf fremden Heuböden schlafen. Geh zu Mayeva oder ins Waisenhaus, oder sonst wohin. Verstehst du? M-A-Y-E-V-A, die haben da sicher ein Plätzchen für dich. Verdammt jetzt guck nicht so.&quot; die schwimmenden, kleinen Katzenaugen von dem nackten Straßenmädchen würden wohl selbst Yoroms Eisfelder zum schmelzen bringen so herzzerreißend wie sie dreinblicken. &quot;Hier hast du dein...Zeug. Und jetzt geh. Husch husch!&quot; der Bursche wirft dem Mädchen ein zerrupftes  Bündel Wollfäden vor die Füße und wendet sich dann steif um. &quot;Und wag es nicht wieder zu kommen, wenn ich dich nochmal erwische ist was los.&quot; mit diesen Worten stakst er in den Hof zurück und lässt das kleine Mädchen auf dem Pflaster sitzen. Der filzige Schweif zuckt unruhig und schmiegt sich eng um die Vorderpfötchen, während die kleinen Katzenohren traurig zur Seite hängen und der Blick des Mädchens noch einen Moment auf den einstigen Unterschlupf gerichtet bleibt. Dann senken sich die Augen jedoch auf das Wollbündel herab und ein promptes Lächeln verscheucht die Sorgen, als wäre nie etwas gewesen. Mit einem leisen schnurren reibt sie ihre Wange gegen die flauschig-zerrupften Fäden, dann nimmt sie diese behutsam mit der Schnauze auf und erhebt sich, um langsam und etwas ziellos die abendlichen Straßen entlang zu trotten.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 22 May 2014 10:42:45 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Straßenmädchen</dc:creator>
</item>
<item>
<title>&quot;Einbrecherin!&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Gewimmel am Platz der Legenden, Wednesday, 14. May 2014, 15:44:</em></p><p><p>Es ist eine dieser Situationen, in denen die Letzthinzugekommenen überhaupt gar nicht mehr sagen können, wie diese ursprünglich entstanden ist; zwar sind etwas lautere Unterredungen und größere Menschenansammlungen im Nuyujana keine Seltenheit, aber diese war nicht nur durch die Akteurskonstellation schwer zu durchschauen: Im Türrahmen eines Hauses am Platz der Legenden, die Tür hinter sich geschlossen, steht eine chiranische Frau in sehr einfacher Kleidung, die Arme abwehrend gehoben. In ihrer leicht zurückgeschreckteren Haltung berühren ihre Schulterblätter ein wenig das Holz der Haustür - ihr Blick hängt dabei starr an einem älteren Mütterchen in ebenso ärmlicher Kleidung und mit entschlossener Mimik, welches ihr scharf blitzendes Haushaltsmesser ausgestreckt hat, so dass dieses mit seiner Spitze schon das sattbraun gefärbte Bauchfell der Chirà berührt, welches von der weinroten Bluse derselben nicht ganz verdeckt wird. Es ist früher Nachmittag, der Boden noch feucht von den Segnungen des kurzen Mittagsregens.</p>
<p>&quot;Endlich habe ich Dich erwischt, du Früchtchen! Du glaubst wohl, du kannst hier fast täglich bei meinem Nachbarn einsteigen, ja! Und das unter den Augen der wachsamen Nachbarn - und denen der nahen Stadtwache!&quot;, ruft die Alte aus, durch die Menge hindurch zum nahen Wachhäuschen herüberdeutend. Die angeschuldigte Tiosa verengt ihre Augen atemlos, und folgt wachsam der dann und wann den Gestikulierungen der älteren Dame folgenden Messerspitze, ihren Bauch immer mal wieder hektisch einziehend. &quot;Hör mal zu, du alte Schachtel!&quot;, presst sie leise hervor, offenbar darauf bedacht, den Menschenauflauf eher schrumpfen als wachsen zu lassen, was dadurch aber auch nicht gelingt. &quot;Ich habe hier eine-&quot; &quot;Redet nicht so mit meiner Mutter, ja!&quot;, schaltet sich ein kräftiger Mann ein, und schiebt sich bullig vor. &quot;REDET VERDAMMT NOCHMAL NICHT SO MIT MEINER MUTTER!&quot;</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 14 May 2014 15:44:27 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Gewimmel am Platz der Legenden</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Der alte Mann und der Stein</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Barwaan, Sunday, 04. May 2014, 12:58:</em></p><p><p>Die &quot;Ausflüge&quot; des alten Mannes sind zur Seltenheit geworden. Doch heute scheinen es Wetter und Gemüt zuzulassen und sein kleiner, stämmiger Begleiter hat ihn zu seinem alten Stammplatz gebracht - einem verwitterten Stein unter einem Baum.<br />
Doch niemand kommt um Geschichten von ihm zu hören, kaum einer wird ihn erkennen. Ein sabbernder, eingefallener Greis, in dicke Decken gehüllt.</p>
<p>Der junge Mann an seiner Seite kümmert sich sorgenvoll um den Alten - lange wird ihr Ausflug wohl nicht mehr dauern.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/est/index.php?id=2000024566</link>
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<pubDate>Sun, 04 May 2014 12:58:43 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Barwaan</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zur Stunde der Mehdora am Meerdrachen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Geheimnisvoller Gesang, Friday, 11. April 2014, 17:24:</em></p><p><p>Die Nacht ist hereingebrochen, das Leben zieht sich an jene Orte zurück, an denen noch ein warmes Herdfeuer lodert, oder eben jener Schank ausgeschenkt wird, der dieses Feuer in den Adern eines jeden entfachen konnte. Die Regenzeit ist endlich vorbei und neuer Übermut lässt vor allen Dingen junges Volk die späten Nachtstunden wieder inbrünstiger genießen. Gerade ist der Gong der Mehdora wie ein fernes Echo verklungen und hat die laue Sommernacht durchbrochen, da rankt sich eine Stimme wie eine geheime Pflanze das Mauerwerk der Schenke &quot;Zum Meerdrachen&quot; empor. Unsicher und zart, fast nur gehaucht ist der naive Gesang, dem jegliche Kunstfertigkeit, allerdings nicht die Klarheit des Vortrags fehlt. Die Zeilen, die der Wind emporträgt, sind dunkel, bittersüß, zerstörerisch und leidenschaftlich, gebannte Worte aus einem allianzischen Lied, das kein Theater, kein Sänger und keine Gruppe mehr aufzuführen wagt. Ausnahmen bestätigen hier bekanntlich die Regel.</p>
<p><em>Manchmal in der Nacht<br />
denk ich du solltest lieber fliehn vor mir<br />
solang du es noch kannst<br />
Doch ruf ich dann nach dir<br />
bist du bereit mir blind zu folgen<br />
selbst zu Lijan willst du fahren mit mir<br />
Manchmal in der Nacht<br />
gäbst du dein Leben her für einen Augenblick<br />
in dem du ganz mir gehörst<br />
Manchmal in der Nacht<br />
willst du so sein wie ich dich haben will<br />
und wenn du dich selber zerstörst</em></p>
<p><em>Sei bereit Mondkind<br />
du hörst eine Stimme die dich ruft.<br />
Sei bereit Mondkind<br />
Du spürst eine Sehnsucht die dich sucht.</em></p>
<p><em>Sich verliern heißt sich befrein<br />
du wirst dich in mir erkennen<br />
was du erträumst wird Wahrheit sein<br />
nichts und niemand kann uns trennen<br />
Tauch mit mir in die Dunkelheit ein<br />
zwischen Abgrund und Schein<br />
verbrennen wir die Zweifel und vergessen die Zeit<br />
ich hüll dich ein in meinen Schatten<br />
und trag dich weit<br />
du bist das Wunder<br />
das mich mit der Wirklichkeit versöhnt<br />
dein Herz ist heißes Öl<br />
das einen Funken ersehnt.</em></p>
<p><em>Wir sind zum Leben erwacht<br />
die Ewigkeit beginnt heut Nacht<br />
die Ewigkeit beginnt heut Nacht</em></p>
<p><em>Ich hab mich gesehnt danach mein Herz zu verliern<br />
jetzt verlier ich fast den Verstand<br />
Totale Finsternis<br />
ein Meer von Gefühl und kein Land<br />
Einmal dachte ich bricht Liebe den Bann<br />
jetzt zerbricht sie gleich meine Welt<br />
Totale Finsternis<br />
wir fallen und nichts was uns hält</em></p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 11 Apr 2014 17:24:15 +0100</pubDate>
<category>Seitengassen</category>
<dc:creator>Geheimnisvoller Gesang</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Morgengruß</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Wetter, Sunday, 06. April 2014, 11:07:</em></p><p><p>An diesem Morgen ist es das kunterbunte Gezwitscher dutzender Vogelstimmen welches den elurischen Boden wachküsst. Tschirpend und Trällernd vereinen sich die verschiedenen Arten zu einem melodischen Morgengruß und schicken diesen mitsamt eines lang ersehnten Gottesgeschenkes über das trüb-durchnässte Land hinweg. Sonnenstrahlen. Heimlich kriechen die ersten Ausläufer Delvans durch die Ritzen der Fensterläden, lassen den Staub flirren und kitzeln die Nasen der Schlafversunkenen, um dann mit einem Schlag die Erkenntnis in die träge erwachenden Geister zu sähen: Kein trommelnder Regen mehr, bloß das unrythmische Tropfen und Plitschen der letzten Wasserperlen und das Gurgeln und Rauschen der Wassermassen, die sich fast scheu in die Abflussgitter zurückziehen, um im Kanal ihre letzte Ruhe zu finden. Vögel, Licht, Wärme, ausgelassene Rufe auf den Straßen, Gelächter von Kindern. Ja! Die Zeit der Reinigung war endlich vorüber und die ersehnte Soa ließ nun wieder ihren wärmenden Segen auf das Land niedergehen.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sun, 06 Apr 2014 11:07:05 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Wetter</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gaukler und Spielleute aller Art gesucht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Kara, Saturday, 05. April 2014, 20:51:</em></p><p><p>Es ist Mittag als sich zwei Priester des Vesanatempels mit zwei Bediensteten zum Unteren Markt aufmachen. Des offiziellen Anlasses wegen tragen sie nicht nur die üblichen Roben, sondern auch passende dunkelblaue Mäntel, so dass auf den ersten Blick auch bei miesem Wetter deutlich wird, wen man vor sicht hat. Wobei der Mantel der kleineren, zierlicheren Gestalt sich durch edle silberen Stickereien von dem einfacheren Modell des hochgewachsenen Priesters unterscheidet. Die Traumhüterin höchstpersönlich begleitet einen ihrer engsten Vertrauten.<br />
An mehreren Anschlagmöglichkeiten bringen ihre Begleiter ein Gesuch an.</p>
<p>&quot; Vihas und Vahatmas Kinder können im Traumlichttempel aus allerlei Anlass Arbeit finden. Schausteller, Spielleute und Gaukler werden nicht nur für einmalige Auftritte gesucht, sondern haben auch die Gelegenheit durch den Tempel regelmäßig einen geschützten Raum für ihre Auftritte zu finden. Wen es nun reizt, Vahatmas Gunst auszuprobieren, der melde sich direkt im Traumlichttempel.&quot;</p>
<p>Nach erfolgreichem Aushang rufen die Bediensteten das Angebot noch mehrfach auf dem Markt aus....</p>
<p>Derweil widmen sich Kara und ihr Vertrauter den Ständen auf dem Markt. Erlesene Kräuter,  Schmuck und Geschirr finden selbst bei diesem Wetter das Interesse der Erhabenen.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 05 Apr 2014 20:51:07 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Kara</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wäsche, frische Wäsche!</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Ssata Redin, Wednesday, 26. March 2014, 23:40:</em></p><p><p>Trotz des beständigen Regens läuft die Wäscherin Ssata wie fast an jeden Tag über den Markt. Der Regen und ihre durchnäßte Kleidung scheinen die blaugrün geschuppte Mischlingsfrau nicht weiter zu stören. Der lange Echsenschwanz pendelt fröhlich durch die Luft und hin und wieder schüttelt sie ein paar Wassertropfen von den Schuppen ihres breiten Echsengesichts. Der große Wäschesack, meist prall gefüllt, hängt heute leer über ihrer Schulter.</p>
<p>&quot;Wäsche, frische Wäsche! Ssauber und rein!<br />
Heute geholt, morgen gebracht!&quot;<br />
ruft sie fröhlich den wenigen Stadtbewohnern zu, die ihr begegnen.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 23:40:44 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Ssata Redin</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Jhoulanas Regentanz durch die Gassen Estichàs</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Ein Koch und seine Muse, Monday, 24. March 2014, 14:13:</em></p><p><p>Obwohl die Regenzeit zum Trübsinn blasen einlädt, zieht ein offenbar sehr gut gelauntes Pärchen nächtens vom Unteren Markt Richtung Hafen. Die Silhouetten des Paares werden von langen Kapuzenmänteln verwischt – und so ist in der nächtlichen, schattenhaften Düsternis nur erkennbar, wie die etwas kleinere und breitschultigere Gestalt ihren Arm um die Hüfte ihrer hochgewachseneren Begleitung gelegt hat, unter deren Mantel man bei genauerer Betrachtung eine fellige Schwanzspitze hervorlugen sieht. Während der Großteil der Stadt schon respektabel in den Armen Vesanas ruht, biegen die beiden scherzend und feixend zum Badehaus ab.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 14:13:46 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Ein Koch und seine Muse</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wohin?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Wegfinder, Saturday, 22. March 2014, 20:56:</em></p><p><p>Es ist spät am Abend, ja fast schon nächtens, als eine Gestalt im schwarzen Mantel das Kloster der Endrakha verlässt, um den Weg in die Unterstadt anzustreben. Die Hände in den Manteltaschen vergraben und das schwarzgelockte Haupt dem Regen in trotzender Blöße präsentiert, lenkt sie ihre Schritte gewohnheitsmäßig und trödelt nicht auf ihrem Weg ins verschlungene Brückenviertel. Gerade passiert sie den Tempel der Mayeva und hebt beiläufig den Blick auf das regenverschleierte Gewirr aus Brücken, Arkaden und Häuschen empor, die sich terassenartig am Oberfelsen emporschlängeln, da bleibt sie abrupt stehen. Als habe sie in Gedanken versunken, versehentlich einen falschen Weg gewählt, blinzelt sie einen Augenblick lang realisierend, ehe ihr Blick etwas verloren umherschweift. Kurz heben sich ihre Augen in das trübe Grau empor, richtet sich ihr blasses Gesicht zum Himmel aus, sodass die Regentropfen in weichen Perlen auf ihren scharfen Zügen zerspringen, dann reibt sie sich in einer müden Geste die Nasenwurzel mit Daumen und Zeigefinder und schließt die Augen, um einen Moment lang einfach nur mitten auf der Straße zu stehen, wie ein Fremdkörper in dieser unkompliziert-friedlichen Nachtkulisse.<br />
3 Atemzüge später kommt wieder Leben in den sehnigen Körper, wendet sich die Endrakhi ruhig um und schreitet die Straße wieder zurück gen Vochà Bicclas, wo sie in die Tiefer einer Seitengasse eintaucht.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 22 Mar 2014 20:56:59 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Wegfinder</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Aushang</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Zum Langen Graben, Friday, 21. March 2014, 12:49:</em></p><p><p>Sowohl an der Eingangstür des Langen Grabens, als auch bei 2 oder 3 Marktständen, bei denen der Wirt der Herberge immer wieder mal einkauft, fällt dem halbwegs aufmerksamen Beobachter ein Aushang auf.<br />
Die Zettel sind mit schlichter Schrift beschrieben:</p>
<p>-------------------------<br />
Nachwuchstalent gesucht!</p>
<p>Die Herberge Zum Langen Graben <br />
sucht eine Aushilfe mit Freude <br />
an Umgang mit Kueche und Gaesten. <br />
Aufgabengebiet: Kueche, Schank<br />
und Gaestebetreuung. <br />
Entlohnung nach Befaehigung.  </p>
<p>Ob Frau oder Mann, fuehlt Ihr<br />
Euch angesprochen, meldet Euch<br />
bei Mendrik Meran</p>
<p>-------------------------</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 21 Mar 2014 12:49:00 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Zum Langen Graben</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Begrüßung und Jobsuche</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Magiustus, Friday, 14. March 2014, 06:12:</em></p><p><p>Eine Chira namens <strong>Shira Lasjema Ecirual</strong> betritt den Markt. Ihr sieht man an, dass sie nicht reich ist. Sie schaut sich um, stellt sich in die Mitte des Platzes, und ruft: &quot;Seid gegrüßt, alle die hier stehen! Mein Name ist Shira Lasjema Ecirual. Ich bin neu hier in der Stadt, und möchte meine Dienste anbieten.&quot; Sie senkt den Tonfall und spricht hoffnungsvoll weiter: &quot;Falls hier jemand eine zuverlässige und tüchtige Schreibkraft gebrauchen kann, würde ich mich über einen Job auf Probe als eine Sekretärin oder Buchhalterin oder was immer Sie wünschen, sehr freuen. Lesen und Schreiben sind kein Problem. Über die Arbeitsbedingungen lässt sich reden.&quot;</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 14 Mar 2014 06:12:53 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Magiustus</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Gelästert wird auch im Regen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Warmer Herd, gute Musik, Wednesday, 12. March 2014, 20:28:</em></p><p><p>&quot;Was ist denn das da fürn Gedudel aus dem Langen Graben?&quot;, erkundigt sich misstrauisch ein Passant bei einer älteren Dame, die mit ihren gut eingepackten Enkeln an der Hand aus besagter Gaststätte tritt. Es ist früher Abend, und noch immer schüttet es. Klar, es ist ja auch die Regenzeit, das Wunder Mehdoras, feucht, kalt, ungemütlich, grau....<br />
 <br />
&quot;Ach, die haben jetzt am Abend manchmal Musik.&quot;, entgegnet die Alte gutmütig, und ihr Doppelkinn schlackert gemütlich bei ihren Worten. &quot;Da sitzt dann eine Bardin, und spielt ein bisschen was vor, das ist eigentlich ganz nett... die Kinder sind dann immer etwas ruhiger und so, gucken sich die Instrumente an und vergessen, herumzukrakeln und in der Nase zu bohren.&quot;, plappert die ältere Dame unbedarft los, und winkt einer sich nähernden Kutsche. &quot;Wir sind hier, Johen! Das wurde aber auch Zeit! Ach, Sonela, jetzt hör doch auf zu jammern!&quot;, schielt sie die kleine Enkelin, deren blonde, drahtige Zopfenden unter der Kapuze hervorluken, und schlägt ihr firm auf die zum Näschen gehobene Hand. <br />
 <br />
Der Passant blinzelt. &quot;Eine Bardin, oder was? War da vor einiger Zeit nicht mal ne ganze Gruppe oder so?&quot; &quot;Jaja, genau!&quot; Die ältere Frau lächelt ihm zu, während sie den Kindern hilft, in der Kutsche Platz zu nehmen. &quot;Und die ist irgendwie von denen, und da so hängengeblieben, wohnt da jetzt alleine und hilft auch mal im Schankraum aus und so.&quot; Der Fremde betrachtet sie, und schiebt fröstelnd die Hände tiefer in die Manteltaschen, aber der neueste Klatsch bewegt ihn nun doch dazu, noch etwas auszuharren. &quot;Woran denn hängengeblieben? Ist doch komisch.&quot;</p>
<p>Die ältere Dame zuckt die Schultern und lächelt ihm rasch zu, während die winzigen graugrünen Augen ihren blinzelnden Blick nun direkt in sein Gesicht richten. &quot;Naja, geht halt herein und guckt euch das Spektakel mal einen Abend lang an! Ich hab da schon so einen Verdacht.&quot; behauptet sie, ehe sie kichernd die Schultern zuckt und sich nun auch in die Kutsche schwingt, dass das Gefährt ächzt. &quot;Das neue Stadtviertel, aber ein bisschen pronto, wie man in Ashrabad so schön sagt!&quot;, schnarrt sie - dann knallt sie mit Karacho die Tür zu, und die Karkech setzen sich in Bewegung.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://foren.chrestonim.de/est/index.php?id=2000024547</link>
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<pubDate>Wed, 12 Mar 2014 20:28:30 +0100</pubDate>
<category>Untermarkt</category>
<dc:creator>Warmer Herd, gute Musik</dc:creator>
</item>
</channel>
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