Estichà Unterer Markt

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Vor den Türen von Maris's Haus....

La'hrs Blaut'hann @, Friday, 10. August 2001, 15:17


Es war Trubel in Estichà und das war für seine Zwecke nur dienlich. Überall waren Patroullien der Wache und überhaupt schien die Stad einen ungewohnten millitärischen Aufschwung zu erleben. Aber nichts konnte ihn ablenken oder von seiner Aufgabe abbringen. Sicher, es interessierte den Mann schon, was hier los war und die Geschehnisse liessen ihn nicht völlig kalt, zumal er nicht an ihnen teihaben konnte. Doch das war ein völlig anderes Thema. Nun musste der Schatten ersteinmal eine Aufgabe höchster Priorität vollenden. Lautlos und sicher nutzte er jede Nische und Häuserecke, um unerkannt durch die Strassen zu schleichen. Wie man in die Stadt kommt, OHNE das Tor zu benutzen wusste er schon lange. Schliesslich kam er ja schon oft genug raus.

Gerade passierte eine Truppe Gardisten sein Versteck. Eng presste er sich in den schützenden Schatten einer Hauswand. Es war das Haus von Jerikà. Ja er konnte sich noch immer sehr gut an die Bewohner "seiner" Stadt erinnern. Die Männer und Frauen der Wache waren vorbei, als der Mann sich weitermachte. Sein Ziel war ein Haus, in dem die wohl bekannteste Person Estichà's lebte. Das Haus der Stadtkommandantin und jetziger Regierungschefin Maria!

Sein Herz schlug etwas heftiger bei dem Gedanken an seine Vorgesetzte. Niemand sinst hatte je seinen Respekt erhalten, ausser dieser Frau. Sie verkörperte all seine Ideale und war, wenn man es genau nehmen wollte, sein Vorbild einer Führungsperson. Dennoch war einiges Schiefgelaufen und genau das musste heute bereinigt werden. Wie auch immer es ausgehen sollte. Er schreckte zusammen. Waren da nicht gerade Schritte hinter ihm? Langsam wurde der Mann wieder eins mit dem Dunkel. Zwei Gardisten mit Speeren bewaffnet schritten die Strasse entlang. Es waren ein Mann und eine Frau, soviel konnte er erkennen. Und sie trugen die Uniformen der Infanterie. Das helle Weiss ihrer Waffenröcke strahlte eine wohlige Art der Sicherheit aus und das Wappen der Stadt prangte stolz von ihrer Brust. Anhand ihrer Rangabzeichen konnte der Mann sie als normale Soldaten erkennen und das machte ihm Mut. Denn leider stand die Frau plötzlich verdammt nahe an seinem Versteck und musterte kritisch die Umgebung.

"Musha! Was auch immer du gehört haben willst, hier ist nichts!" ärgerlich schnaubte sie aus. Ihr Kamerad sah sie etwas zornig an: " Glaubst du etwa ich phantasiere?! Hier war etwas und es hat sich bewegt!" "Jaja, das einzige was sich hier bewegt, ist dein Magen, der zuviel des guten Rum's intus hat!"
Der Mann zog die Augenbrauen zusammen. "Sie lieber mal in der Gasse da nach, bevor du deine spitze Zunge an meinen Dolch verlierst!" "DU hast mir hier keine Befehle zu erteilen! Und was meine spitze Zunge angeht...."

Ein Quietschen liess die beiden herumfahren.
Verdammt...da musste er doch vor lauter Anspannung aus Versehen auf eine Ratte getreten sein! Innerlich verfluchte der Schwarzgekleidete sich, blieb dennoch an seinem Platz und verharrte lautlos.

"Was war das?" der Gardist schaute seine Kameradin fragend an. "Egal, wir sollten nachsehen." Langsam und mit gesenkten Speeren näherten sie sich seiner Position. Als die beiden Soldaten immer näher kamen, spannte sich jeder Muskel in ihm und seine Hand zog lautlos einen langen Dolch unter seinem Mantel hervor. Die Frau passierte gerade seine Stellung, als er auch schon aufsprang!
Hart trafe der Griff seine Waffe sie an der Schläfe. Er wollte niemanden töten, schon gar niemanden, der mal unter ihm diente. Er schaute in die erschrocken Augen des Gardisten, als dieser seine Begleiterin niedersinken sah. Und dann schien er den Mann zu erkennen und dies besiegelte sein Schicksal. Wie ein riesiger Schatten sprang der "Schwarze" ihn an, vobei die linke Hand seinen herzlos erhobenen Speer zur Seite fegte um in einer Aufwärtsbewegung zu seinem Kopf zu fegen. Und dann wurde es dunkel....

Er zog die beiden Bewusstlosen in die Gasse und bedeckte sie mit dem Unrat, der dort lag. Sie würden in ein paar Stunden wieder erwachen und nur ein dämmriger Kopfschmerz würde sie plagen. Nach getaner Arbeit schlich der Mann weiter...

...um endlich an "ihrem" Haus anzugelangen! Aus sicherer Entfernung musterte er fachmännisch die Sichheritsvorkehrungen, die Maria bestimmt getroffen hatte. Nach längerem Beobachte war er sich ziemlich sicher, dass die paar Wachen kein Problem darstellten. Der Mann wartete den richtigen Moment ab und schwang sich dann mit einem Seil auf den Balkon des Gebäudes. Er kannte das Haus und so fiel es ihm auch nicht schwer, sie zu finden.

Maria schaute sich gerade ein paar Berichte ihrer Offiziere an, ein sanfter Windhauch die Papiere durcheinanderwehte. Sie schaute auf und wäre sie nicht eine alte Veteranin gewesen, hätte sie sich garantiert erschrocken. So aber glitt ihre Hand nur ruhig zu dem Dolch an ihrer Hüfte.
"Oh La'hrs Blaut'hann, welch Ehre!" ein spöttisches Grinsen lief über ihr Gesicht. "Was treibt einen Verräter zu so später Stunde in mein Heim?"

La'rhs zog sich die Kapuze aus dem Gesicht und lächelte seine Kommandantin an...."Genau das werte Maria...dieses Wort: "Verräter".." Dann schloss er die Tür und stellte sich davor um endlich seine Aufgabe zu beenden....

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