Eine Rede an das Volk
Der Morgen bricht an. Das Volk von Estichà hat nur mit einem Dolch unter dem Kopfkissen und Petersilie in den Ohren geschlafen, und viele sind nervös. Doch am Morgen steht die Stadt immer noch, und die neue Herrin, die bereits ihren ersten überlebten Tag feiert (mit einem Glas Rum) hat eine Nachricht für ihr Volk parat. Sie tut diese wieder auf dem Balkon des Ratsgebäudes kund, aber eine Abschrift wird auch von Ausrufern verlesen und als Flugblatt verteilt (gedruckt in der besetzten Kurier-Redaktion).
"Volk von Estichà!
Die Prüfungen, vor die uns die Götter stellen, reißen nicht ab. Zehn Kriegsschiffe aus Vorovis liegen vor der Stadt und verlangen meinen Rücktritt. Angeblich sind sie hier, um eine Diktatur zu verhindern und den abgesetzten Rat wieder zu installieren.
Ein hehres Ziel, so könnte man meinen. Aber diese Geschichte hat eine große Lücke... jeder, der die Entfernung zwischen Estichà und Vorovis kennt, kann sich leicht ausrechnen, daß die Schiffe bereits aufgebrochen sind, deutlich bevor ich die Macht übernommen habe. Stellt man jetzt noch in Rechnung, daß die Mobilmachung einer Flotte einen gewissen zeitlichen Vorlauf benötigt, ergibt sich ein klares Bild:
Der Befehl zum Auslaufen muß bereits gegeben worden sein, lange bevor ich das Ruder übernommen habe. Vermutlich sogar, bevor Pet und Medivh entführt worden sind, oder jedenfalls nur ganz kurz danach. In dieser Zeit kann unmöglich ein Bote von Estichà nach Vorovis gelangt sein.
Anscheinend hat man also in Vorovis von der bevorstehenden Entführung der beiden Ratsmitglieder gewußt. Was das bedeutet, kann sich jeder selbst vor Augen führen- sie haben das Chaos gesäht, und versuchen nun, zu ernten. Ins Bild paßt, daß seit dem Auftauchen des Bekennerschreibens sogar Vertreter des Grauen Falken versucht haben, mit mir in Kontakt zu treten - vermutlich, um zu beteuern, daß sie in dieser Sache als Sündenbock mißbraucht worden sind.
Die Vorovianer haben jedes Angebot meinerseits abgelehnt, zu verhandeln. Stattdessen fordern sie die Wiedereinsetzung eines Rates, den sie selbst zerstört haben. Für mich bedeutet dies, daß sie uns um jeden Preis unserer Führung berauben wollen. Sie haben Pet und Medivh - und wahrscheinlich auch Kolar - entführt und hofften, mit ihrer Flotte ein wehrloses Estichà vorzufinden. Stattdessen fanden sie eine Stadt, die treu hinter mir steht - und das macht ihnen Angst.
Zeigen wir ihnen, daß Estichà sich nicht einschüchtern läßt. Wir brauchen uns nicht zu fürchten! Die Allianz ist weiterhin unser Bündnispartner - daran gibt es keinen Zweifel, denn wir sind gottesfürchtige Anhänger des Wahren Götter und die Vorovianer sind Ketzer. Estichà ist eine starke Stadt, eine lebendige Stadt, denn ihre Bürger lieben sie! Zeigen wir den Vorovianern, daß wir unsere Freiheit verteidigen werden!
Jeder Bürger, der noch ohne Waffe ist, wird eine erhalten. Kommt zur Kommandantur, kommt zum Handelskontor! Bewaffnet euch! Die "Freiheit", die Vorovis euch anbietet, besteht aus Galeerensklaverei, den Minen und der Arena. Ergreift eure Waffen, und verteidigt unsere gemeinsame Heimat gegen die, die versuchen, unsere Gemeinschaft mit Hinterlist und Intrige zu zerstören!
Estichà muß leben!
Mra Aggar mit uns!
Maria Villa Lobos
Regierende Stadtkommandantin"
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- Eine Rede an das Volk - Maria Villa Lobos, 04.08.2001, 01:34
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- Re: Eine Rede an das Volk - Jerikà, 04.08.2001, 03:29
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- Forderung nach Liro ! - Ein Teil der Beobachter..., 04.08.2001, 10:04
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- Re: Eine Rede an das Volk - Rawir, 04.08.2001, 10:47
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- Schwingt sich auf ein Fass und sogleich eine Rede: - Wak Kump Onok, 04.08.2001, 11:29
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- Re: Eine Rede an das Volk - Jerikà, 04.08.2001, 03:29