Einsame Zeilen
Mitten in der Nacht kommt Kjolu von den Klippen zurück in die Stadt. Sein Gang wirkt müde und schwach, im Dunkeln wirkt sein Gesicht erstarrt und kalt. In seiner Hand hält er einen Zettel. Er bleibt kurz stehen. Ein Windstoß reißt ihm den Zettel aus der Hand und weht ihn von ihm weg. Reaktionslos sieht Kjolu ihm nach, wendet sich dann ab und verschwindet in einer Seitengasse. Auf dem Zettel steht ein Gedicht geschrieben:
"Die Leere des Lebens
Ich stehe im Raum
die Leere um mich
höre die Zeit im Rhythmus eilen,
ein weiterer Traum
ohne rettendes Licht
ohne in der Ewigkeit zu verweilen.
Ein paar Schritte nur sind es bis zu jener Tür
die hinaus zurück ins Leben führt,
Doch meine Kraft reicht nicht aus der Kammer zu fliehen
in dem die Zeit ihre Feuer schürt.
Ich treibe im Glanz
die Sehnsucht um mich
das Alter rennt durch die Lebenszeit,
und im ewigen Tanz
ohne Farben und Licht
fragt der Tod: „bist du bereit?“
Einen Augenblick nur und ich bin befreit
von der Qual des Lebens,
Dieser Körper der mich hält erinnert mich
an meine Sterblichkeit vergebens."
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- Einsame Zeilen - Kjolu, 10.07.2001, 00:14
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- Re: Einsame Zeilen - Ndragetus, 10.07.2001, 01:37
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- Re: Einsame Zeilen - Kjolu, 10.07.2001, 11:19
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- RE: ... - Ndragetus, 11.07.2001, 01:18
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- RE: ... - Ndragetus, 11.07.2001, 01:18
- Re: Einsame Zeilen - Anija, 11.07.2001, 01:34
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- Re: Einsame Zeilen - Kjolu, 10.07.2001, 11:19
- Re: Einsame Zeilen - Ndragetus, 10.07.2001, 01:37