Estichà Unterer Markt

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Ankunft der Ark'thor

Sostriamos @, Monday, 09. July 2001, 02:03


Am frühen Morgen, Nebel verhüllt die Kaimauern, dichte Schwaden treiben über die nur leicht gekräuselte Wasseroberfläche, schälen sich die Umrisse eines neuen Schiffes aus dem bleichen Dunst.
Hin und wieder, so wie es die fahlen, zerzausten Wattebäusche treibenden Dampfes zulassen, wird auf einer großen Tafel, die außen zum Bug hin den Rumpf ziert, in einer großen, jedoch geschwungenen Schrift der Name des Dreimasters sichtbar: Ark’thor.
Die Segel sind gerafft, soviel läßt sich zweifelsfrei feststellen. Die Aufbauten des Achterndecks wirken gedrungen.
Unter wessen Flagge es das Meer bereist, läßt sich allenfalls erahnen. Vielleicht wenn zur forgeschrittenen Stunde mit der nächtlich-gedrückten Schwüle die dichten Schwaden von der heraufziehenden Wärme des Tages vertrieben werden, lassen sich Details erkennen.

Man beobachtet einige Hafenarbeiter, die bereits in der Frühe ihren Pflichten nachgehen.
Stille liegt über dem Hafen.

Zwei, vom Alter oder schwerer körperlicher Arbeit leicht gebeugte Herren in schlichter Kleidung, die an der Ark’thor vorbeischlendern, stecken die Köpfe zusammen und unterhalten sich angeregt.
Es lassen sich einige Wortfetzen aufschnappen. Während der eine mit finsterem Blick, den Kopf schüttelt, hört man:
„Na, dieses Schiff war gestern aber noch nicht da. Ich möchte nur wissen, welcher Narr in der Nacht den Hafen angesteuert hat.“
Der andere bestätigt: „ Muß wohl ein Verrückter gewesen sein, die unsicheren Gewässer vor der Küste noch in der Dunkelheit befahren zu haben.“

Die Gestalten werden zu Schemen, während sie sich weiter, teils gestenreich diskutierend, von der Anlegestelle der Ark’thor entfernen. Schließlich nimmt sie der wächsern-trübe Schleier vollends auf, der aus einer abzweigenden, engen Gasse wallt, als wollte er sie unwiderbringlich verschlucken.

Noch müde, wie von der bleiernen Schwere des Morgens erfüllt, werfen sich kleine Wogen gegen den Bug des Seglers, eher halbherzig in den Protest der beiden Passanten einstimmend. Zu mehr als einem unterschwelligen Schwappen vermögen sie jedoch nicht ihrem Mißmut Ausdruck zu verleihen.
In dem Hauch einer kaum spürbaren Brise nur vage schwankend, läßt sich ein Knarren der Planken vernehmen.

Allmählich beginnt sich der Hafen zu bevölkern. Erste Stände der Fischhändler werden aufgeschlagen. Der Ruhe über den Stegen und Masten weicht eine emsige Geschäftigkeit des erwachenden Estichas.


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Re: Ankunft der Ark'thor

Alyssana Fordana @, Monday, 09. July 2001, 11:54 @ Sostriamos


Als Antwort auf: Ankunft der Ark'thor von Sostriamos am 09. Juli 2001 02:03:27:

Am frühen Morgen macht Alyssana einen Morgenspaziergang am Hafen und schaut sich auch den Segler an.

Alyssanas Zuhause

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Re: Ankunft der Ark'thor

Martkweib @, Monday, 09. July 2001, 12:37 @ Alyssana Fordana


Als Antwort auf: Re: Ankunft der Ark'thor von Alyssana Fordana am 09. Juli 2001 11:54:28:

Am frühen Morgen macht Alyssana einen Morgenspaziergang am Hafen und schaut sich auch den Segler an.

Und sieht dabei ein Segelschiff mit dem Namen Ark'thor, falls sie den Namen lesen kann.

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Re: Ankunft der Ark'thor

Der Hafenkommandant @, Monday, 09. July 2001, 20:00 @ Sostriamos


Als Antwort auf: Ankunft der Ark'thor von Sostriamos am 09. Juli 2001 02:03:27:


Am frühen morgen als sich die Nebelschwaden lichten, kommt der Hafenkommandant Fähnrich Daval Mriantar Mondrivial mit einem Trupp der Hafenwache zum Pier der Ark'thor. Als er dort eintrifft löschen sich 2 im Schatten wartende Gardisten aus einem Hauseingang. Anscheinend machen sie ihm Meldung und deuten dabei auf das Schiff. Mit einem kurzen nicken und einigen kurzen Worten entlässt Daval die beiden und bedeutet einem der beiden sich wieder auf den Beobachterposten zurückzuziehen und schickt den 2. zur Komandantur um Meldung zu machen.

Mit festen Schritten nähert sich der Fähnrich dem Schiff während seine Soldaten ihre Waffen, darunter auch Armbrüste, bereithalten.

"Sichara Ark'thor. Wer ist euer Kapitän und was ist euer begehr in Estichà?"
hört der Frühaufsteher ihn das Schiff anrufen.

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Re: Ankunft der Ark'thor

Sostriamos @, Tuesday, 10. July 2001, 22:04 @ Der Hafenkommandant


Als Antwort auf: Re: Ankunft der Ark'thor von Der Hafenkommandant am 09. Juli 2001 20:00:23:


Am frühen morgen als sich die Nebelschwaden lichten, kommt der Hafenkommandant Fähnrich Daval Mriantar Mondrivial mit einem Trupp der Hafenwache zum Pier der Ark'thor. Als er dort eintrifft löschen sich 2 im Schatten wartende Gardisten aus einem Hauseingang. Anscheinend machen sie ihm Meldung und deuten dabei auf das Schiff. Mit einem kurzen nicken und einigen kurzen Worten entlässt Daval die beiden und bedeutet einem der beiden sich wieder auf den Beobachterposten zurückzuziehen und schickt den 2. zur Komandantur um Meldung zu machen.
Mit festen Schritten nähert sich der Fähnrich dem Schiff während seine Soldaten ihre Waffen, darunter auch Armbrüste, bereithalten.
"Sichara Ark'thor. Wer ist euer Kapitän und was ist euer begehr in Estichà?"
hört der Frühaufsteher ihn das Schiff anrufen.

Obwohl die Ark’thor spät in der Nacht im Hafen von Esticha eingelaufen war, gehen schon recht früh am Morgen einige Matrosen ihren wiederkehrenden Pflichten nach.
Es gilt die Takelage zu überprüfen. Die gerafften Segel werden einem besonders kritischen Blick unterzogen. Ausbesserungen müssen regelmäßig vorgenommen werden. Denn schließlich ist der Zustand eines jeden, auf hoher See verkehrenden Schiffes überlebenswichtig.

Und diese Mannschaft versteht, worauf es ankommt.

Der vom kurzen Schlaf noch benommene Maat schreitet mit steifen Schritten auf die Reling zu. Seine Gliedmaßen nehmen nur unter Protest den Dienst auf. Die erzwungenen Bewegungen werden alles andere als willkommen aufgefasst. Bei jedem Schritt revanchieren sie sich mit knirschennden Gelenken, begleitet vom Aufstöhnen des Seemannes: „ Ach, die Arthrose.“ Kopfschüttelnd murmelt er: „ Das Alter !“ Und wie zur Bestätigung sticht und zwackt es ihm in den Beinen.

An der Reling angekommen, stemmt er die Fäuste in die Hüften, überstreckt sich ins Hohlkreuz, um auf den Fußballen zu wippen. Dabei gleitet sein Blick über das nun vom aufsteigenden Nebel enthüllte Hafengelände. Seine Aufmerksamkeit fixiert sich unbewußt eine Weile auf die Händler. Vor den Auslagen ihrer lautstark angepriesenen Waren finden sich schon einige Intersessierte ein, begierig darauf, auch tatsächlich nur die frischesten Angebote zu erheischern.
Mancher Händler steht noch mürrisch vor sich hinstarrend, einsam im Schatten unter den über die Verkaufstische aufgespannten Planen, neidvolle Seitenblicke auf ihre von diesem Tag begünstigten Kollegen werfend, die bereits in angeregte Plauschs mit ihren Kunden vertieft sind. Doch wie auf ein unsichtbares Signal hin lösen sie sich aus ihrer Erstarrung, wenn ein Passant vor ihrem Stand stehen bleibt. Mit einem strahlenden, gewinnbringenden Lächeln versuchen sie sogleich, die potentielle Kundschaft in ein zwangloses Gespräch zu verwickeln.

Gedankenverloren fährt sich der Maat über sein stoppeliges Gesicht. Müdigkeit lullt ihn weiterhin, mit einer schon an Sturheit grenzenden Beharrlichkeit ein. „ Heute brauch‘ ich wohl einen besonders stark gebrühten Chaffa“ , womit die braune, kaffeeähnliche Brühe gemeint ist, sofern sich seine träge, noch dahinschlummernden Gedankenströme nicht in Wortfindungsstörungen verheddert haben.
Ein genüßliches Lächeln umspielt seine Lippen.

Sein beiges, von Flecken überzogenes Hemd mit aufgebauschten Ärmeln hängt ihm schludrig aus der Kniehose. Die Strümpfe, schief mit einem zu Würstchen aufgeworfenen Faltenwurf halb über die Waden gerutscht, weisen Löcher auf. Ganz klar: der Besuch eines Schneiders in Esticha wäre keine schlechte Empfehlung. Aber das kümmert den von Wind und Wetter gegerbten Seemann nicht.

Im Hintergrund ragen schmale Gebäude auf. Die Gassen zwischen den Häusern verlieren sich, sobald sie einer Abzweigung oder einem Bogen folgen.
Spärliches Volk sickert zu dieser Stunde auf die weitläufige Strasse, die an den Piers entlangläuft.

Windend und räkelnd, dabei hin und wieder ein befriedigentes Seufzen ausstoßend, fällt sein Blick auf die schemenhaften Gestalten, die vor der Ark’thor herumlungern.
Bald, aber nur äußerst widerstrebend wird er gewahr, dass er von einem dieser Figuren angerufen wird. Seine Augen verengen sich zu schmalen Schlitzen, um besser sehen zu können.

„ Soldaten ?“ Einer von ihnen macht einen besonders gepflegten Eindruck: das Gesicht strahlt nicht nur Entschlossenheit aus, sondern auch: Selbstbewußtsein und Autorität. Was für ein häßlicher Gedanke!
„Am Pier der Ark’thor?“, „Hm!“.
Einer plötzlichen Eingebung folgend, als wäre der Impuls einer Starthilfe doch noch durchgekommen, springt sein träges Gehirn zu neuer Aktivität an: „ Die Hafenverwaltung!“.
Seine Haltung erstarrt für den Bruchteil einer Sekunde. Mit einer Behendigkeit, die ein stummer, unvoreingenommener Beobachter ihm an diesem Morgen schon gar nicht zu getraut hätte, wirbelt er um seine Achse und verschwindet aus dem Blickfeld.
Keuchend beim ersten Offizier angekommen, erstattet er Meldung. Der Erste, weiße Strähnen durchziehen sein langes, zu einem Zopf zusammengebundenes Haar, nimmt es gelassen, beinahe gleichgültig.

Würdevollen Schrittes steigt er den eilig ausgezogenen Steg herab, um die Hafenverwaltung zu begrüßen.
Eine leichte Verbeugung vollführend – die Lippen deuten ein warmes, jedoch, so erweckt es den Anschein, ein beinahe ironisches Lächeln an – lässt sich ein weicher Bariton vernehmen: „Sichara, edler Herr! Mein Name ist Mef’gimanes, erster Offizier an Bord der Ark’thor. Ich habe die Ehre, Euch willkommen zu heißen.
Mit Eurer Zustimmung möchte ich Euch zu meinem Kapitän führen, Sos’triamos.“ Mit einer einladenden Geste deutet er zum Schiff.

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Re: Ankunft der Ark'thor

Daval Mriantar Mondrivial @, Wednesday, 11. July 2001, 23:04 @ Sostriamos


Als Antwort auf: Re: Ankunft der Ark'thor von Sostriamos am 10. Juli 2001 22:04:19:

Daval erwiedert die Verbeugung des 1. Offiziers und stellt sich vor.
"Mein Name ist Daval Mriantar Mondrivial, ich bin Fähnrich in der Stadtwache und führe das Kommando über den Hafen.

Könnt ihr mir erklären warum ihr bei Nacht eingelaufen seid? Meine Hafenwache war kurz davor die Garnison zu alamieren weil sie bei eurem einlaufen einen angriff von Piraten befürchteten.
Sagt in welcher Stadt habt ihr euen Heimathafen?" wird der Erste gefragt nachdem ein erneuter prüfender Blick auf die Mastspitzen keine Identifikatiion der Flagge zulassen.

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