Ankunft der Ark'thor
Am frühen Morgen, Nebel verhüllt die Kaimauern, dichte Schwaden treiben über die nur leicht gekräuselte Wasseroberfläche, schälen sich die Umrisse eines neuen Schiffes aus dem bleichen Dunst.
Hin und wieder, so wie es die fahlen, zerzausten Wattebäusche treibenden Dampfes zulassen, wird auf einer großen Tafel, die außen zum Bug hin den Rumpf ziert, in einer großen, jedoch geschwungenen Schrift der Name des Dreimasters sichtbar: Ark’thor.
Die Segel sind gerafft, soviel läßt sich zweifelsfrei feststellen. Die Aufbauten des Achterndecks wirken gedrungen.
Unter wessen Flagge es das Meer bereist, läßt sich allenfalls erahnen. Vielleicht wenn zur forgeschrittenen Stunde mit der nächtlich-gedrückten Schwüle die dichten Schwaden von der heraufziehenden Wärme des Tages vertrieben werden, lassen sich Details erkennen.
Man beobachtet einige Hafenarbeiter, die bereits in der Frühe ihren Pflichten nachgehen.
Stille liegt über dem Hafen.
Zwei, vom Alter oder schwerer körperlicher Arbeit leicht gebeugte Herren in schlichter Kleidung, die an der Ark’thor vorbeischlendern, stecken die Köpfe zusammen und unterhalten sich angeregt.
Es lassen sich einige Wortfetzen aufschnappen. Während der eine mit finsterem Blick, den Kopf schüttelt, hört man:
„Na, dieses Schiff war gestern aber noch nicht da. Ich möchte nur wissen, welcher Narr in der Nacht den Hafen angesteuert hat.“
Der andere bestätigt: „ Muß wohl ein Verrückter gewesen sein, die unsicheren Gewässer vor der Küste noch in der Dunkelheit befahren zu haben.“
Die Gestalten werden zu Schemen, während sie sich weiter, teils gestenreich diskutierend, von der Anlegestelle der Ark’thor entfernen. Schließlich nimmt sie der wächsern-trübe Schleier vollends auf, der aus einer abzweigenden, engen Gasse wallt, als wollte er sie unwiderbringlich verschlucken.
Noch müde, wie von der bleiernen Schwere des Morgens erfüllt, werfen sich kleine Wogen gegen den Bug des Seglers, eher halbherzig in den Protest der beiden Passanten einstimmend. Zu mehr als einem unterschwelligen Schwappen vermögen sie jedoch nicht ihrem Mißmut Ausdruck zu verleihen.
In dem Hauch einer kaum spürbaren Brise nur vage schwankend, läßt sich ein Knarren der Planken vernehmen.
Allmählich beginnt sich der Hafen zu bevölkern. Erste Stände der Fischhändler werden aufgeschlagen. Der Ruhe über den Stegen und Masten weicht eine emsige Geschäftigkeit des erwachenden Estichas.
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- Ankunft der Ark'thor - Sostriamos, 09.07.2001, 02:03
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- Re: Ankunft der Ark'thor - Alyssana Fordana, 09.07.2001, 11:54
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- Re: Ankunft der Ark'thor - Martkweib, 09.07.2001, 12:37
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